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Eine Uveitis muss sofort zum Stillstand gebracht werden

 

„Was ist eine Uveitis?“ Das fragte mich dieser Tage Leserin Monika, weil einer ihrer Kolleginnen an dieser Augenentzündung erkrankt ist, und sie gerne wissen wollte, wie hoch das Ansteckungsrisiko ist. Eine Uveitis ist eine Entzündung der Augeninnenhäute. Etwa eine halbe Million Menschen leiden darunter. Jedes Jahr kommt es zu 50.000 Neuerkrankungen der gefährlichen Entzündung. Gefährlich ist diese allerdings nicht wegen ihrer Ansteckungsgefahr – die ist eher gering, sondern wegen möglicher Folgeschäden wie dem Verlust der Sehkraft.

Es gibt unterschiedliche „Standorte“ der Uveitis: die vordere, mittlere und hintere Uveitis. Die vordere Uveitis tritt am häufigsten auf.

Sie macht sich mit folgenden Symptomen bemerkbar:

  • Ihr Auge ist stark gerötet.
  • Sie haben stechende Schmerzen.
  • Das Auge tränt.
  • Sie sehen nur noch verschwommen.
  • Ihre Pupille ist verengt.
  • Helles Licht verschlimmert Ihre Beschwerden.

Nachlassende Sehkraft und dauerhafte Sehstörungen mit Schleiern oder „Flocken“ sprechen dafür, dass eine mittlere oder hintere Uveitis chronisch geworden ist.

Dies sind die möglichen Auslöser der Entzündung:

  • Bakterien, Viren, Pilze
  • chronische Entzündungen in anderen Körperbereichen
  • rheumatische Erkrankungen
  • chronisch entzündliche Darmentzündung
  • Autoimmunstörung
  • akuter Stress

Um bleibende Schäden zu vermeiden, muss die Entzündung auf dem schnellsten Wege mit schulmedizinischen Maßnahmen zum Stillstand gebracht werden. Dazu wird meist das entzündungshemmende Kortison eingesetzt. Zusätzlich kommen Substanzen zur Dämpfung der Immunabwehr zum Einsatz. Je nach Auslöser sollten Sie dann noch weiter gehend behandelt werden – etwa dass andere chronische Entzündungen (Herde) wie vereiterte Zähne beseitigt werden, dass Stress reduziert oder rheumatische Erkrankungen therapiert werden. Hier bewähren sich dann wieder Mittel und Methoden aus der Naturmedizin.     

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