Wellness für gestresste Augen
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Trockene Augen
Schmerzen Ihnen nach einem langen Arbeitstag am Computer die Augen? Reagieren sie gereizt, wenn Sie sich in klimatisierten Räumen aufhalten? Hinterlässt Schlafmangel seine Zeichen an Ihren Augen? Dann ist es Zeit für ein paar Wellnesstricks.
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Kein anderes Organ unseres Körpers ist mit so viel empfindlicher Oberfläche direkt der Umwelt ausgesetzt wie das Auge mit seiner Hornhaut. Damit es nicht austrocknet und geschützt ist, schließen wir regelmäßig und reflexartig die Augenlider. Der feine Tränenfilm benetzt die Hornhaut, versorgt sie mit Sauerstoff und spült Staub und Krankheitserreger fort. Das Auge kann diesen Schutz keinen Moment entbehren. Reißt der Tränenfilm, empfinden wir Schmerzen. Um den schützenden Film wieder zu schließen, blinzeln wir dann besonders viel.
Tun wir das nicht, startet das Auge ein Notprogramm: Die feinen Blutgefäße öffnen sich, die Bindehaut kann anschwellen. Die Augen röten sich, tun weh und sehen verquollen aus. Schmerzhafte Folge: Bindehautentzündung.
Wenn Ihnen das öfter passiert, leiden Sie wahrscheinlich unter dem so genannten „trockenen Auge“, medizinisch Sicca-Syndrom. Experten schätzen, dass dies etwa sechs bis zehn Millionen Menschen bei uns betrifft – überwiegend Frauen, Tendenz steigend.
Trockene Augen? Vorsicht bei Selbsttherapie!
Wenn Sie auch unter trockenen Augen leiden, sollten Sie natürlich erst einmal zum Augenarzt gehen. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, bei der Behandlung mit rezeptfreien Medikamenten vorsichtig zu sein. So genannte Weißmacher – gefäßverengende Tropfen – lindern zwar die Symptome kurzfristig, doch die Hornhaut wird noch schlechter mit Sauerstoff versorgt. Entzündungen können sich verstärken, wenn die Wirkung des Mittels abgeklungen ist. Keinesfalls sollten Sie Weißmacher aus kosmetischen Gründen verwenden! Mit künstlicher Tränen- oder Benetzungsflüssigkeit sind Sie besser bedient.
Das können Sie für gestresste Augen tun:
- Trinken Sie mindestens zwei Liter Flüssigkeit täglich.
- Meiden Sie Alkohol und Kaffee, die entwässern und trocknen damit die Hornhaut aus.
- Gehen Sie oft an die frische Luft.
- Lüften Sie regelmäßig.
- Verzichten Sie auf das Rauchen und meiden Sie verräucherte Räume.
- Halten Sie sich möglichst selten in klimatisierten Räumen auf.
- Meiden Sie Zugluft und Gebläse.
- In Heizzeiten empfiehlt sich ein Luftbefeuchter.
- Wenn Sie am Computer arbeiten, sollte der Abstand zwischen Ihren Augen und dem Bildschirm 50 bis 60 Zentimeter betragen.
- Achten Sie auf eine gerade Haltung und darauf, dass Sie nicht allzu oft nach oben schauen müssen. Wer nämlich konzentriert in die Höhe schaut, blinzelt seltener.
- Regelmäßige Erholungspausen entlasten Ihre Augen: Lassen Sie den Blick schweifen, gucken Sie einfach in die Gegend, schauen Sie den treibenden Wolken nach, den Regentropfen oder den Baumblättern zu.
- Wenn Sie am Ende des Tages „müde“ Augen haben, deckt der Tränenfilm nicht mehr so gut. Zeit für eine nächtliche Augenpause.
- Wenn die Beschwerden bleiben, sollten Sie einen Augenarzt aufsuchen, damit er kontrollieren kann, ob es etwa an einem nicht korrigierten Augenfehler, schlecht angepassten Kontaktlinsen liegt oder ob andere Ursachen dahinter stecken.
So schützen Sie sich vor trockenen Augen
- Achten Sie auf ausreichende Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung, z. B. durch Wasserschalen.
- Machen Sie am PC alle halbe Stunde eine Pause, lüften Sie den Raum 5 Minuten lang gut durch.
- Blinzeln Sie bei Naharbeiten und am PC bewusst immer wieder zwischendurch, um die Sekretion der Tränenflüssigkeit anzuregen. Auch herzhaftes Gähnen und Lachen lassen die Tränen wieder fließen.
- Tragen Sie bei Sonnenschein (auch im Winter!) immer eine UV-Schutzbrille.
- Heiße Kompressen: Tauchen Sie einen Waschlappen in heißes Wasser und wringen Sie ihn gut aus. Dann legen Sie ihn 5 Minuten auf die Augen. Durch die Wärme werden mehr Fette in die obere Schicht des Tränenfilms eingelagert, wodurch er weniger rasch verdunstet.
- Luftverschmutzung und Pollenflug meiden: Umweltschadstoffe wie Ozon oder Feinstäube können die Hornhaut und Bindehaut des Auges reizen sowie den Tränenfilm zerstören. Bleiben Sie an Tagen mit hoher Belastung am besten in geschlossenen Räumen und vermeiden Sie körperliche Anstrengungen.
- Tipps fürs Büro: Unterbrechen Sie die Arbeit am Computer durch regelmäßige Pausen und trinken Sie mindestens 2 bis 3 l Wasser, Fruchtsaftschorlen, Kräuter- oder Früchtetee. Stellen Sie Wasserverdunstungsschalen auf, um die Raumluft feucht zu halten, und verzichten Sie nach Möglichkeit auf die Klimaanlage. Gähnen Sie gelegentlich kräftig, das hält die Bindehaut der Augen feucht.
- Sonnenbrillen mit UV-Schutz: Wenn Sie besonders in den Sommermonaten an trockenen Augen leiden, könnte die aggressive UV-Strahlung der Sonne dafür verantwortlich sein. Eine Brille schützt außerdem gegen Zugluft und vor dem Gebläse im Auto.
- Natürliche Tränenersatzmittel: In der Apotheke erhalten Sie u. a. Conjunctisan B, Mucokehl Augentropfen oder Weleda-Euphrasia-Augentropfen. Sie sind in der Regel gut verträglich und lindern die Beschwerden.
- Medikamente überprüfen: Einige Medikamente (z. B. Betablocker, die „Pille“, Antihistaminika, Psychopharmaka oder Augentropfen mit Konservierungsmitteln), aber auch Duftstoffe in Kosmetika können die Symptome verstärken.