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Kurios: Auch eine Leberschwäche kann zum Versiegen der Tränen führen

Jeder fünfte Patient, der zum Augenarzt kommt, klagt über ein unangenehmes Trockenheitsgefühl in den Augen. Im Winter sind nach Schätzung des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands fast 12 Millionen Bundesbürger von trockenen Augen betroffen.

Leider machen sich nur wenige Augenärzte die Mühe, den Beschwerden wirklich auf den Grund zu gehen. Lesen Sie, warum die Tränenproduktion so häufig versiegt, welche Rolle Ihre Leber dabei spielt und Sie Ihre schützenden Tränen mit natürlichen Mitteln wieder zum Fließen bringen.

Tränen: der natürliche Schutz vor Staub und Bakterien

Bei trockenen Augen – Mediziner sprechen von einer trockenen Bindehautreizung (Keratokonjunktivitis sicca) – reicht entweder die Menge der Tränenflüssigkeit nicht aus, oder ihre Zusammensetzung aus Wasser, Lipiden (Fetten) und Muzin (Schleim) ist nicht mehr in Ordnung. Dadurch reißt der Tränenfilm zwischen den einzelnen Lidschlägen ab (siehe Abb. unten). Das Auge ist Wind, Staub und Erregern in der Luft ungeschützt ausgesetzt.

Auf eine Störung der Augenbenetzung deuten hin:

  • Trockenheitsgefühl
  • Brennen oder Stechen
  • Rötung der Bindehaut
  • Fremdkörpergefühl („Sand in den Augen“)
  • kurzzeitige Sehstörungen mit unscharfer bzw. verschleierter Sicht
  • schnelle Ermüdung der Augen Lichtempfindlichkeit (Photo-phobie)
  • plötzliche Unverträglichkeit von Kontaktlinsen
  • Allergien

Eine trockene Bindehautreizung sollten Sie niemals auf die leichte Schulter nehmen. Denn durch die gestörte Benetzung der Bindehaut steigt die Gefahr von Infektionen und Allergien: Zu wenig Tränenflüssigkeit führt zu einer verminderten Immunabwehr im Bereich der Bindehaut, da die Tränen antimikrobielle und antiallergische Inhaltsstoffe, z. B. Lysozyme, enthalten.

Trockene Augen können durch die verschiedensten Faktoren hervorgerufen werden.

Auch Medikamente können Ihre Augen „austrocknen“

So können Sie Frühzeichen bestimmter Erkrankungen sein, z. B. Autoimmunerkrankungen des Bindegewebes wie Sklerodermie, SjögrenSyndrom, Reiter- oder Bechterew-Krankheit.

Eine Leberschwäche stört die Tränenbildung

Die erste, vielfach unterschätzte Ursache für trockene Augen ist eine Störung im Funktionskreis Leber. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) spricht hier von einem Mangel an Leberblut, d. h., die Leber speichert bzw. reinigt nicht genug Blut. Da die Energiebahn der Leber, der Leber-Meridian, bis zu den Augen führt, beeinträchtigt eine Leberschwäche auch die Tränenbildung und macht sich durch unangenehme Trockenheit bzw. Hitze in den Augen bemerkbar.

Unser Rat: Lassen Sie unbedingt Ihren Lebermeridian von Ihrem Therapeuten kontrollieren, besonders wenn Ihnen zudem ungewohnte Müdigkeit zu schaffen macht, denn diese gilt in der Naturmedizin als der „Schmerz der Leber“.

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