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Trockenes Auge: Früh genug zum Arzt

Eine ganze Reihe von Tipps, wie Sie trockene Augen vermeiden können, finden Sie in der Aufzählung oben. Außerdem gut bewährt haben sich heiße Kompressen mit einem Frotteetuch, das in heißes Wasser getaucht, ausgewrungen und dann für 5 Min. auf die Augen gelegt wird. Die Wärme steigert die Ausschüttung von Fetten in den Tränenfilm. Dadurch verdunstet dieser langsamer.

Wenn Sie die Störung mit diesen Maßnahmen nicht in den Griff bekommen, ist es unbedingt ratsam, einen Augenarzt aufzusuchen. Er kann Ihnen ein passendes Tränenersatzmittel verordnen, das Sie regelmäßig in die Augen träufeln müssen.

Allerdings können unabhängig von den besonderen Einflüssen des Winters auch andere körperliche Erkrankungen hinter den trockenen Augen stecken (z. B. Allergien, Pilzinfektionen). In diesen Fällen sollte zunächst das Grundleiden behandelt werden.

Keine Experimente!

Gerade bei trockenen Augen raten die Experten von einer Selbstmedikation bzw. Hausmitteln dringend ab. Denn vor jeder Therapie sollte ein Facharzt eine präzise Diagnose anstreben. Dem Augenarzt stehen unterschiedlichste Möglichkeiten und Hilfsmittel, wie z. B. die Spaltlampe, zur Verfügung, die wichtige Hinweise zur Erkennung der Ursache und des Schweregrades der Tränenfilmstörung liefern.

Gleichzeitig kann eine Abgrenzung zu anderen Erkrankungen der Binde- und Hornhaut gezogen werden. Wenn Sie nicht zum Arzt gehen, riskieren Sie überdies wiederkehrende Infektionen, die die Bindehautflora schwächen und in der Folge zu Sehschäden führen können. Eine Therapie ist daher individuell anzupassen. In manchen Fällen verschwinden die unangenehmen Symptome, wenn ungeeignete und überalterte Kontaktlinsen ausgetauscht werden.

In anderen Fällen reichen einfache Veränderungen im Wohn- und Arbeitsbereich – wie etwa Luftbefeuchter. Eine symptomatische Therapie mit so genannten Tränenersatzmitteln sollte daher erst nach gründlicher medizinischer Abklärung eingesetzt werden.

Das können Sie grundsätzlich gegen trockene Augen tun:

  •  Sorgen Sie stets für genügend Frischluft.
  •  Vergewissern Sie sich, dass die Klimaanlage eine ausreichende Luftfeuchtigkeit gewährleistet.
  •  Stellen Sie im Auto den Gebläsestrahl nicht direkt auf das Gesicht.
  •  Verzichten Sie auf Alkohol und Zigaretten.
  •  Trinken Sie täglich 2 l Flüssigkeit.
  •  Achten Sie am PC-Monitor auf einen regelmäßigen Lidschlag und legen Sie öfter eine Pause ein.
  •  Tragen Sie bei starkem Sonnenlicht eine Sonnenbrille mit UV-Schutz.

Nehmen Sie genug Vitamin A zu sich?

Bei Vitamin A (Retinol) und Beta-Carotin denkt jeder zunächst an die Sehkraft, weniger an die gute Benetzung der Bindehaut. Doch Vitamin A ist wirklich in doppeltem Sinne das Augenvitamin. Denn es sorgt auch für die ordnungsgemäße Funktion der Schleimhäute und ihrer kleinen Drüsen. Bei Vitamin-A-Mangel kann es daher zu einer falschen Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit und damit zu trockenen Augen kommen.

Unser Rat: Achten Sie besonders jetzt im Winter auf die ausreichende Zufuhr von Vitamin A (Tagesbedarf: 1,0 mg für Männer, 0,8 mg für Frau-en) und Beta-Carotin. Möhren, Honigmelonen, getrocknete Aprikosen, Grünkohl und Gemüsepaprika sind wichtige Lieferanten.

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