Augenärzte warnen mittlerweile, dass immer mehr Menschen und vor allem jüngere Personen unter dem „trockenen Auge“ leiden. Neben Umweltfaktoren wie Ozon oder trockener Raumluft fördert vor allem intensive Computerarbeit diese Benetzungsstörung der Augenoberfläche.
Rund um den Bildschirm wimmelt es von elektrostatisch aufgeladenen Staubteilchen, die das Auge permanent reizen. Außerdem starrt der Betrachter beim konzentrierten Arbeiten geradezu auf den Bildschirm und blinzelt seltener mit dem Augenlid. Das Auge wird deshalb immer weniger benetzt und ist somit anfälliger für Erreger von außen.
Neben der Computerarbeit gibt es weitere Ursachen für das trockene Auge. Diese können in Zusammenhang stehen mit allgemeinen Erkrankungen wie z. B. Rheuma, Schilddrüsenerkrankungen oder Diabetes. Auch Arzneimittel wie Betablocker, Antihistaminika, Hormonpräparate oder Antidepressiva können trockene Augen bewirken. Hier ist eine Klärung durch den behandelnden Arzt und Augenarzt unbedingt notwendig.
In sehr vielen Fällen sind trockene Augen jedoch Folge von Umwelt- oder Umfeldbedingungen. Zu den Umweltbedingungen gehören verschmutzte Luft, allergenhaltige Luft und hohe Ozonwerte. Hinzu kommt starke UV-Strahlung bei ungeschützten Augen. Frauen sind häufig betroffen, da hormonelle Faktoren die Zusammensetzung des Tränenfilms beeinträchtigen können. Natürlich kann auch zuwenig Trinken Einfluss auf die Tränenproduktion haben. Auch das Tragen von Kontaktlinsen führt häufig zu Symptomen des Trockenen Auges, wenn zuwenig Tränenfilm die Linsen als Fremdkörper erscheinen lassen. Nach Augenoperationen (auch Laser) ist die Augenoberfläche beschädigt, die Einschnittstelle erscheint als Unebenheit und ist entzündet. Dies stört den Tränenfilm und lässt ihn leicht reißen, Trockenstellen treten leichter auf. Inwieweit emotionale Faktoren eine Rolle spielen, ist nicht geklärt. Sicher ist jedoch, dass emotionale Ereignisse Einfluss auf die Tränenproduktion haben. Aber auch Krankheiten, z. B. Diabetes, Asthma, grauer/grüner Star, Medikamenteneinnahme (z. B. Betablocker, Kortison, Diuretika u. a.), können zu trockenen Augen führen. Weiter sollten Sie Luftzug, starke UV-Strahlung, extremes Sonnenlicht oder besonders staubige Umgebung meden oder eine Schutzbrille tragen.