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Grundlagenwissen zum Thema Trockene Augen

Sie fühlen sich heiß und rauh an und sehen rot und geschwollen aus: Trockene Augen aufgrund von zu wenig Tränenflüssigkeit. Augenärzte warnen mittlerweile, dass immer mehr Menschen und vor allem jüngere Personen unter dem „trockenen Auge“ leiden. Neben Umweltfaktoren wie Ozon oder trockener Raumluft fördert vor allem intensive Computerarbeit diese Benetzungsstörung der Augenoberfläche.

Männliches Auge - Nahaufnahme© Nejron Photo – Fotolia

Wie die Augen austrocknen

Pro Minute blinzeln wir etwa 10 bis 15-mal, wodurch der Tränenfilm gleichmäßig auf den Augen verteilt wird. Dieser Film besteht aus drei Schichten: einer Fettschicht, einer wässrigen Schicht und einer Schleimschicht. Gebildet werden diese drei Komponenten von verschiedenen, an den Lidrändern liegenden Drüsen.

Der wässrige Tränenanteil dient der Keimabwehr, die direkt auf der Augenoberfläche sitzende Schleimschicht gleicht kleine Unebenheiten aus und die äußere Fettschicht sorgt dafür, dass die Tränen nicht verdunsten und am Auge anhaften. Ist die Zusammensetzung des Tränenfilms gestört oder wird zu wenig Tränenflüssigkeit gebildet, entsteht das Krankheitsbild des trockenen Auges. Ursache dafür können zum Beispiel Zigarettenrauch, Klimaanlagen oder lange Bildschirmarbeit sein.

Der Computer als Hauptproblem

Rund um den Bildschirm wimmelt es von elektrostatisch aufgeladenen Staubteilchen, die das Auge permanent reizen. Darüber hinaus starrt der Betrachter beim konzentrierten Arbeiten geradezu auf den Bildschirm und blinzelt seltener mit dem Augenlid. Der Körper benetzt das Auge deshalb immer weniger und es ist somit anfälliger für Erreger von außen.

Neben der Computerarbeit gibt es weitere Ursachen für das trockene Auge. Diese können in Zusammenhang mit allgemeinen Erkrankungen und Arzneimitteln stehen. Hier erfordert es eine Klärung durch den behandelnden Arzt und Augenarzt.

Viele mögliche Ursachen

In sehr vielen Fällen stellen trockene Augen die Folge von Umwelt- oder Umfeldbedingungen dar. Zu den Umweltbedingungen gehören verschmutzte Luft, allergenhaltige Luft und hohe Ozonwerte. Hinzu kommt eine starke UV-Strahlung bei ungeschützten Augen. Frauen sind häufig betroffen, da hormonelle Faktoren die Zusammensetzung des Tränenfilms beeinträchtigen. Natürlich beeinflusst ein Flüssigkeitsmangel die Tränenproduktion ebenfalls. Das Tragen von Kontaktlinsen führt häufig zu Symptomen des trockenen Auges, wenn zu wenig Tränenfilm die Linsen als Fremdkörper erscheinen lassen.

Nach Augenoperationen (auch Laser) ist die Augenoberfläche beschädigt, die Einschnittstelle erscheint als Unebenheit und ist entzündet. Dies stört den Tränenfilm und lässt ihn leicht reißen, Trockenstellen treten leichter auf. Inwieweit emotionale Faktoren eine Rolle spielen, ist nicht geklärt. Sicher ist jedoch, dass emotionale Ereignisse Einfluss auf die Tränenproduktion haben. Krankheiten wie Diabetes, Asthma, grauer/grüner Star sowie eine Medikamenteneinnahme (Betablocker, Kortison, Diuretika) führen potentiell zu trockenen Augen. Weiter sollten Sie Luftzug, starke UV-Strahlung, extremes Sonnenlicht oder besonders staubige Umgebung meden oder eine Schutzbrille tragen.

Die häufigsten Beschwerden bei trockenen Augen

  • Augenbrennen
  • Druckgefühl
  • Gefühl eines Sandkorns
  • Lichtempfindlichkeit
  • Rötung der Bindehaut
  • unscharfes Sehen
  • verklebte Augenlider am Morgen

Paradoxerweise kommt es bei trockenen Augen auch häufig zu einem vermehrten Tränenfluss. Das liegt dann daran, dass der Fettanteil der Tränen zu gering ist, wodurch die Tränen nicht haften bleiben und über den Lidrand abfließen.

Reizungen lindern Sie mit Augentrost

Häufig kommt es durch den mangelhaften Tränenfilm zu einer Reizung der Bindehaut, die sich als Fremdkörpergefühl und Rötung des Auges bemerkbar macht. Hier wirkt Augentrost zuverlässig lindernd, denn der darin enthaltene Wirkstoff Aucubin hat einen entzündungshemmenden Effekt auf die gereizten Schleimhäute am Auge Am besten entscheiden Sie sich für Einmaldosen mit Euphrasia-Augentropfen, die für zwei Anwendungen jeweils morgens und abends ausreichend sind (z. B. Wala, Euphrasia, 5 Einmaldosen ab 3 €).

Diese homöopathischen Mittel befeuchten Ihre Augen

Lassen Sie von dem ausgewählten Mittel einmal täglich eine Tablette in der Potenz D6 langsam im Mund zergehen.

  • Alumina passt, wenn die Trockenheit sehr ausgeprägt ist und sich bei kaltem Wetter noch verschlechtert.
  • Pulsatilla hilft bei übermäßigem Tränenfluss oder wenn die Augenlider morgens beim Erwachen durch gelbliche Absonderungen verklebt sind.
  • Arsenicum album ist einen Versuch wert, wenn die Trockenheit ein starkes Augenbrennen verursacht.

Machen Sie ein Augentrost-Augenbad

Übergießen Sie einen Esslöffel getrocknetes Augentrost-Kraut (aus der Apotheke) mit einem Viertelliter kochenden Wasser und lassen Sie den Tee vor dem Abseihen zehn Minuten lang ziehen. Filtern Sie ihn anschließend noch durch einen Kaffeefilter ab, um Schwebeteilchen zu entfernen. Füllen Sie den Tee nach dem Abkühlen in eine kleine Augenbadewanne und fügen Sie noch drei bis fünf Salzkörnchen hinzu. Durch die Zugabe von Salz wird das Augenbad dem Salzgehalt der Tränenflüssigkeit angeglichen. Drücken Sie die gefüllte Augenbadewanne an das Auge und öffnen Sie das Auge kurz, sodass es mit dem Tee benetzt wird. Wiederholen Sie die Prozedur mehrmals hintereinander.

Weitere Maßnahmen gegen Augentrockenheit

Je älter Sie werden, desto weniger Tränenflüssigkeit produziert der Körper natürlicherweise. Befolgen Sie folgende Tipps zur Minderung der Symptome:

  • Benutzen Sie „künstliche Tränen“ – Sie ähneln natürlicher Tränenflüssigkeit und enthalten Substanzen, die das Wasser im Auge halten. Achten Sie darauf, dass das gewünschte Präparat keine Konservierungsmittel enthält. Benutzen Sie es je nach Bedarf.
  • Begrenzen Sie den Gebrauch anderer Augentropfen – Einige der freiverkäuflichen Augentropfen gegen gerötete, entzündete Augen enthalten gefäßverengende Substanzen wie Tetrahydrozolin (Tetryzolin®). Diese verstärken die Entzündung und Rötung bei einer längeren Anwendung (mehr als drei Tage).
  • Sorgen Sie für ausreichende Luftfeuchtigkeit – Sorgen Sie während der Heizperiode in Ihrer Wohnung und möglichst am Arbeitsplatz für eine Luftfeuchtigkeit zwischen 30 und 50 Prozent.
  • Vermeiden Sie heißen Luftstrom – Richten Sie den Fön beim Haaretrocknen nicht auf die Augen. Das Gleiche gilt für andere Wärmequellen.
  • Tragen Sie Schutzbrillen – Tragen Sie eine Schutzbrille beim Schwimmen und bei Wind eine Brille, die die Augen rundum schützt.
  • Suchen Sie Rat – Wenn diese Maßnahmen die Symptome nicht bessern, suchen Sie Ihren Hausarzt oder einen Augenarzt auf.
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