Wichtige Fragen rund um das Thema „Gesundes Sehen“
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Sehstörungen
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In den Lesersprechstunden werden meinem Redaktionsteam immer wieder Fragen rund um das Auge gestellt. Die wichtigsten möchte ich Ihnen hier noch einmal beantworten.
Bei Kurzsichtigkeit muss die Brille stimmen
Frage: Mein Augenarzt besteht immer noch darauf, mir (ich bin kurzsichtig) meine Brille schwächer zu verschreiben, damit sich das Auge nicht „ans Nichtstun gewöhnt“, wie er sagt. Wenn es nur eine Viertel Dioptrien wäre, würde ich nichts sagen, aber er schreibt 0,75 Dioptrien weniger auf. Da bin ich mir doch sehr unsicher, ob das beim Autofahren zum Beispiel ausreicht?
Dr. Spitzbart antwortet: Eine solche, so genannte Unterkorrektur ist nicht sinnvoll – zumindest dann nicht, wenn Sie kurzsichtig sind. Wenn in diesem Fall eine Brille zu schwach ist, werden Ihre Augen verwöhnt, weil sie sich nicht mehr auf die Nähe einstellen müssen.
Sie würden sich zwar an das unscharfe Bild gewöhnen, und somit haben Sie subjektiv das Gefühl, besser zu sehen. Geht es aber um die Sicht in die Ferne, sehen Sie immer noch gleich schlecht.
Hinzu kommt: Wenn Sie etwas in der Nähe betrachten, müssen sich Ihre Augen nach innen drehen. Dies ist mit der Schärfeneinstellung gekoppelt. Beide Funktionen können sich aber nicht aufeinander abstimmen, wenn die Kurzsichtigkeit nicht richtig korrigiert wird. Ihre Augen würden sich dann zwar noch gegeneinander drehen, aber nicht auf die Distanz einstellen. Sie würden so auf Dauer noch kurzsichtiger.
Darüber hinaus hat Ihr schlechtes Gefühl nicht getrogen. Gerade im Straßenverkehr kann eine Brille, die 0,75 Dioptrien zu wenig aufweist, gefährlich werden.