MenüMenü

Ist die Blutversorgung im Auge blockiert, kann das zu Sehverlust führen

Eine ausreichende Blutzirkulation ist für alle Augengewebe entscheidend. Das betrifft sowohl die Arterien, die das Gewebe mit sauerstoffreichem Blut versorgen als auch die Venen, die das sauerstoffarme Blut wieder abtransportieren.

Wird der Durchfluss in einer Arterie oder Vene blockiert, so ist der Blutkreislauf unterbunden. Die Gewebe erleiden schnell einen Sauerstoffmangel oder schwellen aufgrund des sich anhäufenden Bluts an – und sterben ab. Die Unterbrechung des Blutflusses in einem Hauptblutgefäß kann zu einem plötzlichen, kompletten Sehverlust führen. Häufig erblindet das betroffene Auge. Wird die Blutzirkulation in einem kleineren Blutgefäß unterbrochen, kann das einen Teilsehverlust nach sich ziehen. Eine teilweise verstopfte Vene führt zu einem graduellen Sehverlust. Ein vorübergehender Sehverlust kann durch eine komplette Blockade des Blutflusses entstehen, der innerhalb weniger Stunden behoben werden kann.

Das Risiko einer Verstopfung von Blutgefäßen im Auge nimmt mit steigendem Alter zu. Eine weit verbreitete Ursache dafür ist die lebenslange Anhäufung von fettartigen Ablagerungen an der Innenseite der Gefäßwände (Arteriosklerose). Arteriosklerose kann auch zur Koronaren Herzkrankheit oder zu einem Schlaganfall führen.

Andere Risikofaktoren für eine Blockade der Augengefäße sind Herzrhythmusprobleme, Bluthochdruck, Diabetes und Bluterkrankungen wie Sichelzellanämie und eine entzündliche Autoimmunblutgefäßerkrankung wie die Riesenzellarteriitis.

In den meisten Fällen gibt es keine spezielle Behandlungsmethode für eine Verstopfung der Augenblutgefäße. Dennoch kann Ihnen Ihr Arzt, wenn Sie zu den Risikopatienten gehören, vorsorglich täglich eine Tablette mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure (Aspirin®) verordnen. Es kann auch sein, dass die Erkrankung, die Ihr Risiko erhöht, behandelbar ist. So kann beispielsweise eine unverzügliche Therapie der Riesenzellarteriitis mit Corticoiden möglicherweise den Sehverlust verhindern.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten