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Diese Vitalstoffe brauchen Ihre Augen dringend

Wenn Sie schlecht sehen können, kann das an einer ernsthaften Sehstörung liegen. Aus diesem Grund ist der Gang zum Fachmann Ihre erste Pflicht. Es kann aber auch sein, dass Sie sich nicht augengesund ernähren. Ihren Augen fehlen dann die entscheidenden Vitalstoffe.

Hand aufs Herz: Ist Ihre Ernährung immer ausgewogen? Essen Sie viel Obst und Gemüse, wenig Fleisch und am besten keine industriellen Fertiggerichte? Viele Menschen geraten bei dieser gezielten Nachfrage doch ins Stottern. Wenn Sie Ihren Augen etwas Gutes tun wollen, schenken Sie den folgenden Vitaminen und Mineralstoffen im wahrsten Sinne des Wortes Ihr besonderes Augenmerk.

Vitamin A lässt Sie im Dunkeln sehen

„Hasen brauchen keine Brille, weil sie so viele Möhren essen.“ Ganz so stimmt dieser Satz nicht. Sie können nicht automatisch auf Ihre Brille verzichten, wenn Sie jeden Tag viele Möhren essen. Aber einen gewissen Schutz vor Augenproblemen bieten Möhren. Sie enthalten viel Beta-Carotin. Aus diesem stellt Ihr Körper Vitamin A her. Nur wenn sich genügend Vitamin A im Körper befindet, macht Ihr Auge aus Lichtsignalen tatsächlich Sehreize.

Ein Vitamin A-Mangel macht sich dadurch bemerkbar, dass Sie nachts oder bei Dunkelheit große Schwierigkeiten mit scharfem Sehen haben. Vorsicht: Nicht jede Nachtblindheit ist „nur“ auf ein Vitamin A-Defizit zurückzuführen. Unter Umständen sind Sie kurz- oder weitsichtig. Zu wenig Vitamin A drückt sich darüber hinaus in trockenen Augen aus. Ihre Vitamin A-Versorgung können Sie nicht nur mit Möhren sichern. In Grünkohl oder Aprikosen steckt dieses Vitamin, ebenso wie in Käse, Leber und Eigelb. Sie benötigen pro Tag als Frau rund 0,8 mg und als Mann etwa 1 mg Vitamin A.

Die Vitamine C und E schützen Ihre Augen vor Zellangriffen

Wussten Sie, dass Sie in der Linse Ihres Auges eine 40- bis 50-mal so hohe Vitamin C-Konzentration haben wie in Ihrem Blut? Vor allen Dingen im Auge spielt dieses Vitamin eine besonders wichtige Rolle. Hier kommt es zu einer großen Lichteinstrahlung, die die Bildung von aggressiven Sauerstoffradikalen verursacht. Diese freien Radikale richten im Auge an, was sie auch an anderen Stellen in Ihrem Körper machen: Sie greifen Ihre Zellen an. Sie brauchen Vitamin C, um die freien Radikalen unschädlich zu machen. Steht in Ihrem Auge nicht genügend dieses Vitamins zur Verfügung, kann es mit fortschreitendem Alter zur Linsentrübung kommen („Grauer Star“). Ausreichend Vitamin C ist in Zitrusfrüchten vorhanden. Des Weiteren steckt rote Paprika voll davon.

Die gleiche Schutzwirkung liefert Ihnen Vitamin E. Dieses steckt in Vollkornprodukten sowie in Nüssen. Ihr Tagesbedarf an Vitamin C liegt bei 75 mg, der von Vitamin E bei 12 mg.

Benutzen Sie Lutein als natürliche Sonnenbrille

Mitten auf der Netzhaut Ihres Auges liegt ein gelber Fleck, die Makula. Sie ist sehr klein und doch der Bereich, der scharfes Sehen ermöglicht. Überall im Auge entstehen lediglich Umrisse und Schatten. Im Laufe Ihres Lebens ist diese Stelle des Auges besonders stark dem Sonnenlicht und freien Radikalen ausgesetzt. Dies stellen Gründe für ein Nachlassen der Sehkraft an dieser Stelle dar. Es kommt zur altersabhängigen Makuladegeneration (AMD): Ein blinder Fleck bildet sich an der Stelle, an der Sie sonst scharf sehen. Einen Schutz vor dieser Erkrankung bietet eine Sonnenbrille mit einem Blaufilter. Es gibt aber auch eine natürliche Sonnenbrille. Das ist das Carotinoid Lutein. Es fängt nicht nur freie Radikale, sondern filtert darüber hinaus das schädliche UV-Licht.

Lutein ist in Ihrem Körper vorhanden. Mit dem Alter nimmt es ab und Ihr Körper kann es nicht selbst herstellen; Sie müssen für Nachschub sorgen. Als gute Luteinquelle gilt grünes Gemüse, vor allem Brokkoli, Grünkohl oder Spargel.

Vorsicht vor hoch dosierten Augenvitaminen!

Immer wieder finden sich Werbungen für Nahrungsergänzungsmittel für gutes Sehen mit viel Vitamin A. Teilweise heißt es in der Reklame: „mit hoch dosiertem Vitamin A“. Solche Mittel fallen allerdings in der Regel so hoch dosiert aus, dass sie in Deutschland nicht mehr zu kaufen sind. Aber im Zeitalter des Internets ist es kein Problem, sie über das Ausland zu beziehen. So können Sie aus den benachbarten Niederlanden Nahrungsergänzungsmittel mit bis zu 7 mg an Vitamin A bestellen. Vorsicht: Ihr Körper benötigt ein Achtel dieser Menge. Bei regelmäßiger Einnahme solcher Mittel kommt es zu Überdosierungen, die schwere Folgen mit sich bringen können. Ein Vitamin-A-Überschuss führt zu

  • blutenden Rissen in der Haut,
  • Appetitlosigkeit,
  • Veränderungen der Knochen und
  • Schädigung der Leber.

Ähnliches gilt für Vitamin C: Es schädigt in hohen Dosen (über 5 bis 10 Gramm) nicht direkt. Aber es kann auf Dauer Vitamin B12 zerstören, wenn Sie ständig zu viel zu sich nehmen. In einem solchen Fall kommt es zu einem Mangel an Vitamin B12. Es gibt darüber hinaus Menschen, die Vitamin C in hohen Dosen nicht vertragen. Bei diesen bilden sich unter Umständen Nierensteine. Sie sollten auf jeden Fall den Bedarf an Augenvitaminen über Ihre Nahrung decken.

So essen Sie augengesund

Damit Sie die für Ihre Augen wichtigen Vitamine auf jeden Fall zu sich nehmen, befolgen Sie die folgenden Tipps:

  • Essen Sie ausgewogen – viel frisches Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte.
  • Sauerkraut stellt eine wahre Vitamin-C-Bombe dar. Wenn Sie das Kraut vor dem Kochen wässern oder ausdrücken, verlieren Sie die Vitamine.
  • Lagern Sie Obst und Gemüse möglichst dunkel und kühl. Nicht jedes Gemüse gehört in den Kühlschrank: Tomaten zum Beispiel haben hier nichts zu suchen. Bei ihnen bietet sich eine Speisekammer oder ein Vorratskeller an.
  • Essen Sie zum Käsebrot Möhren. Zum einen enthält der Käse Vitamin A und zum anderen verwertet Ihr Körper die Nährstoffe aus den Möhren durch das Fett im Käse besonders gut.

Die besten natürlichen Quellen für Augenvitamine

  • Vitamin A: Leber, Fischöl (Lebertran), Eier und Käse
  • Beta-Carotin: gelbe und rote Paprika, Karotten, Wirsing, Grünkohl, Endivien, Brokkoli, Spinat, getrocknete Aprikosen
  • Vitamin C: Hagebutten, Johannis- und Sanddornbeeren, Zitrusfrüchte, Kiwis, Sauerkraut, rote und grüne Paprika, Brokkoli, Rosen- und Grünkohl
  • Vitamin E: Weizen (Keime und Öl), Quinoa, Sonnenblumenkerne
  • Lutein: Grünkohl, Spinat, Brokkoli, Rosenkohl
  • Lycopin: Tomatensaft oder -püree
  • Zeaxantin: (Zucker-)Mais
  • Kupfer: Scholle, Hülsenfrüchte, Roggen, Sonnenblumenkerne
  • Selen: Bio-Pilze, Weizenkleie, Seefisch, Muscheln, Krabben, Eier, Rindfleisch, Rosenkohl
  • Zink: Austern, Rindfleisch, Thunfisch, Putenbrust, (Zucker-)Mais, Haferflocken, Weizenkeime
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