MenüMenü

Sehstörungen - das sollten Sie darüber wissen!

Wir muten unseren Augen oft mehr zu, als sie zu leisten vermögen. Beginnt die Sicht zu verschwimmen oder zeigen sich Blendungserscheinungen, gibt es einige kleine Tricks und Hilfsmaßnahmen, die den Augen bei der Erholung helfen.

Sind Ihre Augen übermüdet?

Ihre Augen nehmen es übel, wenn Sie zu lange am Bildschirm arbeiteten oder endlos vor dem Fernseher saßen, wenn Sie bei Nacht und Nebel Auto fuhren oder zu wenig schlafen. Sie beginnen zu tränen und zu schmerzen.

Die Augenlider zucken oder Sie haben das Gefühl, eine (neue) Brille zu brauchen. Es stellen sich sogar Kopfschmerzen ein, die direkt hinter den Augen sitzen. Eigentlich wissen Sie genau, was das bedeutet:

Die Augen signalisieren Ihnen, dass sie Schonung brauchen. Gut, wenn das gleich möglich ist. Sonst greifen Sie zu anderen Hilfsmitteln, um Ihre Sehkraft zu stärken. Das ist besonders nötig, wenn Sie Ihren Augen häufig zu viel abverlangen.

Tipps gegen müde Augen

Jede Arbeit in Augennähe (Computerarbeit, Lesen oder Handarbeiten) führt unter Umständen zu trockenen, gereizten Augen und unter Umständen zu Kopfschmerzen. Sie können Folgendes tun, um Ihren Augen die Arbeit zu erleichtern:

  • Beleuchten Sie den Gegenstand – Achten Sie auf eine ausreichende Beleuchtung, wenn Sie sich auf einen 30 bis 45 cm entfernt liegenden Gegenstand konzentrieren. Eine 100-Watt-Birne ist ideal. Stellen Sie die Lichtquelle etwa einen Meter entfernt hinter sich oder seitlich auf. So vermeiden Sie, geblendet zu werden.
  • Machen Sie regelmäßig Pausen – Ruhen Sie Ihre Augen mindestens jede halbe Stunde aus. Sehen Sie von Ihrer Arbeit auf und schauen Sie für einen Moment in die Ferne oder entspannen Sie Ihre Augen. Das verschafft Ihren Augenmuskeln eine Erholungspause.
  • Wie Sie richtig am Computer arbeiten – Blicken Sie alle zehn Minuten in die Ferne und vergessen Sie das Blinzeln nicht. Es gibt Ihren Augen eine Miniruhepause und hält sie feucht. Ein Luftbefeuchter hilft bei trockenem Wetter.

Des Weiteren sollten Sie Ihren Bildschirm so positionieren, dass er 10 bis 15 Grad unterhalb des geraden Blickwinkels liegt. Stellen Sie ihn so, dass das Tageslicht oder die Raumbeleuchtung nicht blenden. Ein Blendschutz kann sinnvoll sein. Wenn Ihre Augen häufig ermüden, könnte es tatsächlich Zeit für eine (neue) Brille sein.

Schnelle Hilfe zu Hause…

Feuchte Auflage: Setzen oder legen Sie sich bequem für zehn Minuten hin und bedecken Sie Ihre geschlossenen Augen mit je einem ausgedrückten, körperwarmen Teebeutel (Schwarztee) oder einen in Tee von Augentrost getränkten und ausgedrückten Wattebausch.

Augenbad: Füllen Sie eine Schale oder eine Augenbadewanne aus der Apotheke randvoll mit kaltem Wasser (18 -22 Grad Celsius). Tauchen Sie abwechselnd die Augen ein. Kneipp empfahl, die Augen im Wasser einige Male zu öffnen und zu schließen.

…und im Büro

Wenn Sie Ihren Augen zum Beispiel bei langer Bildschirmarbeit eine Ruhepause gönnen, verbinden Sie dies gleich mit einer wirkungsvollen Handlung: Reiben Sie Ihre Daumenballen gegeneinander. Sobald Sie ein leichtes Kribbeln spüren, legen Sie die erwärmten Daumenballen in Ihre Augenhöhlen auf die geschlossenen Augen.

Wiederholen Sie diesen Vorgang einige Male. Das Reiben lädt die Daumenballen mit Energie auf und Sie übertragen so diese Energie auf Ihre erschöpften Augen. Doch Vorsicht: Arbeiten Sie am Computer und mit der Maus, waschen Sie vor dieser kleinen Handlung die Hände.

Auch bei strahlungsarmen Monitoren gelangt immer noch Strahlung auf die Hände, die Sie nicht zusätzlich Ihren Augen antun sollten. Geeignet sind kleine Pausen, die Sie ohnehin kurze Zeit in Zurückgezogenheit und in der Nähe eines Wasserhahns verbringen.

Nahrung für strapazierte Augen

Zwei Substanzen in der Nahrung sind für Sie besonders wichtig, wenn Sie Ihre Augen viel anstrengen. Beide haben eigentümlicherweise etwas mit Farbstoffen zu tun. Einmal handelt es sich um Betakarotin, aus dem der Körper das Vitamin A bildet. Mit Hilfe dieses Vitamins bildet er den Sehpurpur.

Betakarotin findet sich vor allem in orangefarbenem, rotem und tiefgrünem Gemüse bzw. Obst: In Mohrrüben, Paprika, Tomaten, Brokkoli, Spinat, Orangen, Kirschen usw. Die andere Substanz ist der Farbstoff der Wilden Heidelbeere, Anthocyane. Seine augenfreundliche Wirkung entdeckten französische Piloten.

Sie stellen fest, dass sich nach dem Verzehr von Heidelbeermarmelade ihr Nachtsehvermögen deutlich verbesserte. Schlechte Sicht in der Dunkelheit stellt ein Problem dar, das sich bei den meisten mit zunehmendem Alter ergibt. Aber auch übermüdete Augen danken es Ihnen, wenn Sie den Sehpurpur stärken.

Sollten Ihre Augenprobleme nicht binnen einiger Tage aufhören oder gesellen sich andere Beschwerden hinzu, begeben Sie sich bitte in augenärztliche Behandlung. Eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) oder eine Entzündung des Augenlids (Blepharitis) kündigen sich nämlich wie eine Übermüdung der Augen an.

Fäden und Blitze: Wann Ihr Sehvermögen bedroht ist

Jeden Tag eröffnen sich Ihren Augen neue Ansichten. In der Flut dieser visuellen Informationen bemerkten Sie etwas, das wie kleine Flecken oder Bänder über die Oberfläche Ihres Auges zu schwimmen scheint. Das bezeichnet man als Mouches volantes (franz. fliegende Mücken), die sich innerhalb des Augapfels befinden.

In den meisten Fällen gelten diese vorübergehenden Fäden als harmlos und spiegeln altersbedingte Veränderungen wider. Doch das ist nicht immer der Fall und Sie sollten den Unterschied kennen. Das Wissen um die richtigen Warnsignale und wann ein Arztbesuch angebracht ist, kann Ihnen Ihr Augenlicht erhalten und eine Erblindung verhindern.

Das Auge ist mehr als eine Hohlkugel!

Nachdem das Licht Pupille und Linse passierte, die für Sehschärfe sorgt, nehmen es die lichtempfindlichen Sehzellen am hinteren Ende des Auges auf. Die Sehzellen gehören zur Netzhaut. Das scharfe Abbild projiziert sich auf die Macula, die sich im Mittelpunkt der Netzhaut befindet und viele Sehzellen enthält.

Diese wandeln den Lichtreiz in elektrische Signale um. Der Körper schickt diese über den Sehnerv an das Gehirn, wo sie zu einem Seheindruck führen. Den Bereich zwischen Ihrer Linse und der Netzhaut füllt der Glaskörper aus.

Er ist gefüllt mit einer gelartigen, klaren Flüssigkeit. Innerhalb dieses Gels befinden sich Millionen kleiner, vernetzter Fasern, die Verbindungen zur Netzhautoberfläche aufweisen.

Schattentheater auf der Netzhaut

Der Inhalt des Glaskörpers verflüssigt sich im Alter. Wenn das passiert, klumpen kleine Eiweißstoffe (Kollagen), die natürlicherweise im Gel gelöst sind, zusammen und bilden Glaskörpertrübungen. Dann sehen Sie Punkte, Striche, Kreise oder netzartige Gebilde, die sich durch Ihr Sehfeld bewegen.

Diese sind am leichtesten zu sehen, wenn Sie auf einen einfarbigen, hellen Hintergrund wie etwa den Himmel schauen. Glaskörpertrübungen erscheinen in den meisten Fällen grau oder weiß und leicht durchsichtig.

Wenn winzige Mengen bestimmter Eiweißstoffe (Kollagen) im Glaskörper zusammenklumpen, machen  sich diese als Trübungen bemerkbar. Wenn der Glaskörper kollabiert, zerren manchmal kleine verklumpte Fasern an der Netzhaut und verursachen einen Riss in der Netzhaut.

Was Sie tatsächlich sehen, sind die Schatten der Glaskörpertrübungen auf Ihrer Netzhaut. Sobald sie sich einmal bildeten, verbleiben diese Eiweißklumpen in Ihrem Glaskörper. In der Regel passt sich Ihr Auge an, sodass Sie die Glaskörpertrübungen getrost ignorieren können.

Selten sind sie so störend, dass sie einer operativen Behandlung bedürfen. Fäden sind verbreitet bei sehr kurzsichtigen Personen, Diabetikern oder Menschen nach einer Star-Operation. Glaskörpertrübungen treten des Weiteren im Zusammenhang mit verschiedenen Arten von Retina-Störungen auf.

Veränderungen im Alter

Mit zunehmender Verflüssigung des Glaskörpers auf Grund von Alter oder Krankheit kann dieser kollabieren und sich vom Augenhintergrund zurückziehen. Das nennt sichHintere Glaskörperabhebung (engl. PVD = Posterior Vitreous Detachment). Es führt zum plötzlichen Auftreten vieler weiterer Fäden.

Diese sehen unter Umständen aus wie Spinnweben oder kleine Punkte. Wenn sich der Glaskörper allmählich vom Augenhintergrund löst, zieht er an der Netzhaut und führt zur Illusion kleiner Blitze.

Wenn Sie eine plötzliche Zunahme von Glaskörpertrübungen oder Blitzen bemerken, sollten Sie sofort den Arzt aufsuchen. PVD alleine stellt keine Bedrohung für Ihre Augen dar und bedarf keiner Behandlung. Aber das Auge benötigt eine sorgfältige Untersuchung, um sicherzugehen, dass es keine Schäden an der Netzhaut verursacht.

Bei etwa 15 Prozent der von PVD betroffenen Augen mit Symptomen wie Fäden und Blitzen kommt es zu einer Netzhautablösung. Diese erfordert sofortige Hilfe und führt bei Nichtbehandlung zur stellenweisen oder vollständigen Erblindung.

Netzhautrisse sind vermeidbar

Wenn der Glaskörper kollabiert, zerren manchmal die kleinen verklumpten Fasern an der Netzhaut und verursachen einen Riss in der Netzhaut, besonders wenn starke Zugkräfte wirken. Das Zerren kann zur Ablösung der Netzhaut vom hinteren Augapfel führen.

Zwar treten keine Schmerzen auf, aber häufig wird dieses Ereignis durch ein plötzliches Auftauchen von Blitzen begleitet, gefolgt von einem vermehrten Auftauchen von Glaskörpertrübungen. Wenn es zu einem Zug auf die Netzhaut über einem Äderchen kommt, kann das zu einer Blutung in der Augenmitte führen.

Rote Blutzellen gelangen in den Glaskörper. Sie erscheinen dann als winzige schwarze Punkte, die an Rauch erinnern. Den Zug an der Netzhaut kann man mithilfe der Laser-Fotokoagulation behandeln oder durch die Kryotherapie verbessern.

Diese Methoden verhindern eine Netzhautablösung, die häufig die Folge eines unbehandelten Zugs an der Netzhaut ist. Eine Netzhautablösung erfordert kompliziertere chirurgische Eingriffe.

Diese Stoffe schützen Ihre Augen

Ihre Augen benötigen Nährstoffe für den Sehvorgang und zum Schutz vor schädlichen Einflüssen. Hierzu zählen vor allem die Carotinoide. Das sind Farbstoffe, die Pflanzen als einen wirksamen Lichtschutz nutzen. Auch Ihre Augen brauchen diese Carotinoide, zum Beispiel Beta-Carotin, Lutein und Zeaxanthin.

Sie wirken wie eine Schutzbrille von innen. Die Pflanzenfarbstoffe Lutein und Zeaxanthin reichern sich in Ihrer Makula an und spielen eine zentrale Rolle beim Schutz vor AMD. Sie fangen UV-Licht ab, das für Ihre Augen gefährlich ist, und wirken so wie eine Sonnenbrille von innen.

Die Carotinoide schützen Ihre Augen vor schädlichen freien Radikalen, die beispielsweise durch das Sonnenlicht ständig in Ihrer Makula entstehen. Die Konzentration dieser Pflanzenfarbstoffe in der Makula nimmt mit zunehmendem Lebensalter ab.

Nehmen Sie viel Lutein und Zeaxanthin über Ihre Nahrung (z. B. grünes Gemüse) auf, können sich die Stoffe jedoch wieder in der Makula anreichern und so vor Schäden schützen.

Vitamin A lässt Sie im Dunkeln sehen

„Hasen brauchen keine Brille, weil sie so viele Möhren essen.“ Ganz so stimmt dieser Satz nicht. Sie können nicht automatisch auf Ihre Brille verzichten, wenn Sie jeden Tag viele Möhren essen. Aber einen gewissen Schutz vor Augenproblemen bieten Möhren. Sie enthalten viel Beta-Carotin. Aus diesem stellt Ihr Körper Vitamin A her.

Nur wenn sich genügend Vitamin A im Körper befindet, macht Ihr Auge aus Lichtsignalen tatsächlich Sehreize. Ein Vitamin-A-Mangel macht sich dadurch bemerkbar, dass Sie nachts oder bei Dunkelheit große Schwierigkeiten mit scharfem Sehen haben. Vorsicht: Nicht jede Nachtblindheit ist „nur“ auf ein Vitamin-A-Defizit zurückzuführen.

Unter Umständen sind Sie kurz- oder weitsichtig. Zu wenig Vitamin A drückt sich darüber hinaus in trockenen Augen aus. Ihre Vitamin-A-Versorgung können Sie nicht nur mit Möhren sichern. In Grünkohl oder Aprikosen steckt dieses Vitamin, ebenso wie in Käse, Leber und Eigelb. Sie benötigen pro Tag als Frau rund 0,8 mg und als Mann etwa 1 mg Vitamin A.

Vitamine C und E schützen Ihre Augen vor Zellangriffen

Wussten Sie, dass Sie in der Linse Ihres Auges eine 40- bis 50-mal so hohe Vitamin-C-Konzentration haben wie in Ihrem Blut? Vor allen Dingen im Auge spielt dieses Vitamin eine besonders wichtige Rolle. Hier kommt es zu einer großen Lichteinstrahlung, welche die Bildung von aggressiven Sauerstoffradikalen verursacht.

Diese freien Radikale richten im Auge an, was sie auch an anderen Stellen in Ihrem Körper machen: Sie greifen Ihre Zellen an. Sie brauchen Vitamin C, um die freien Radikalen unschädlich zu machen. Steht in Ihrem Auge nicht genügend dieses Vitamins zur Verfügung, kann es mit fortschreitendem Alter zur Linsentrübung kommen (Grauer Star).

Ausreichend Vitamin C ist in Zitrusfrüchten vorhanden. Des Weiteren steckt rote Paprika voll davon. Die gleiche Schutzwirkung liefert Ihnen Vitamin E. Dieses steckt in Vollkornprodukten sowie in Nüssen. Ihr Tagesbedarf an Vitamin C liegt bei 75 mg, der von Vitamin E bei 12 mg.

Benutzen Sie Lutein als natürliche Sonnenbrille

Mitten auf der Netzhaut Ihres Auges liegt ein gelber Fleck, die Makula. Sie ist sehr klein und doch der Bereich, der scharfes Sehen ermöglicht. Überall im Auge entstehen lediglich Umrisse und Schatten. Im Laufe Ihres Lebens ist diese Stelle des Auges besonders stark dem Sonnenlicht und freien Radikalen ausgesetzt.

Dies stellen Gründe für ein Nachlassen der Sehkraft an dieser Stelle dar. Es kommt zur altersabhängigen Makuladegeneration (AMD): Ein blinder Fleck bildet sich an der Stelle, an der Sie sonst scharf sehen. Einen Schutz vor dieser Erkrankung bietet eine Sonnenbrille mit einem Blaufilter.

Es gibt aber auch eine natürliche Sonnenbrille: das Carotinoid Lutein. Es fängt nicht nur freie Radikale, sondern filtert darüber hinaus das schädliche UV-Licht. Lutein ist in Ihrem Körper vorhanden. Mit dem Alter nimmt es ab und Ihr Körper kann es nicht selbst herstellen; Sie müssen für Nachschub sorgen. Als gute Luteinquelle gilt grünes Gemüse, vor allem Brokkoli, Grünkohl oder Spargel.

Vorsicht vor hoch dosierten Augenvitaminen!

Immer wieder finden sich Werbungen für Nahrungsergänzungsmittel für gutes Sehen mit viel Vitamin A. Teilweise heißt es in der Reklame: „mit hoch dosiertem Vitamin A“. Solche Mittel fallen allerdings in der Regel so hoch dosiert aus, dass sie in Deutschland nicht mehr zu kaufen sind.

Aber im Zeitalter des Internets ist es kein Problem, sie über das Ausland zu beziehen. So können Sie aus den benachbarten Niederlanden Nahrungsergänzungsmittel mit bis zu 7 mg an Vitamin A bestellen.

Vorsicht: Ihr Körper benötigt lediglich ein Achtel dieser Menge. Bei regelmäßiger Einnahme solcher Mittel kommt es zu Überdosierungen, die schwere Folgen mit sich bringen können. Ein Vitamin-A-Überschuss führt zu

  • blutenden Rissen in der Haut
  • Appetitlosigkeit
  • Veränderungen der Knochen
  • Schädigungen der Leber

Ähnliches gilt für Vitamin C: Es schädigt in hohen Dosen (über 5 bis 10 Gramm) nicht direkt. Aber es kann auf Dauer Vitamin B12 zerstören, wenn Sie ständig zu viel zu sich nehmen. In einem solchen Fall kommt es zu einem Mangel an Vitamin B12.

Es gibt darüber hinaus Menschen, die Vitamin C in hohen Dosen nicht vertragen. Bei diesen bilden sich unter Umständen Nierensteine. Sie sollten auf jeden Fall den Bedarf an Augenvitaminen über Ihre Nahrung decken.

So essen Sie augengesund

Damit Sie die für Ihre Augen wichtigen Vitamine auf jeden Fall zu sich nehmen, befolgen Sie die folgenden Tipps:

  • Essen Sie ausgewogen: Viel frisches Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte.
  • Sauerkraut stellt eine wahre Vitamin-C-Bombe dar. Wenn Sie das Kraut vor dem Kochen wässern oder ausdrücken, verlieren Sie die Vitamine.
  • Lagern Sie Obst und Gemüse möglichst dunkel und kühl. Nicht jedes Gemüse gehört in den Kühlschrank: Tomaten zum Beispiel haben hier nichts zu suchen. Bei ihnen bietet sich eine Speisekammer oder ein Vorratskeller an.
  • Essen Sie zum Käsebrot Möhren. Zum einen enthält der Käse Vitamin A und zum anderen verwertet Ihr Körper die Nährstoffe aus den Möhren durch das Fett im Käse besonders gut.

Mittelmeerkost ist augengesund

Charakteristisch für die mediterrane Küche ist ein hoher Anteil pflanzlicher Lebensmittel: Dazu zählen Olivenöle sowie, täglich Obst und Gemüse sowie Kräuter und Gewürze. Getreideprodukte wie Brot und Nudeln (Vollkorn), Nüsse und Hülsenfrüchte zählen ebenso zu den Grundbausteinen.

Ein- bis zweimal pro Woche darf es auch Fisch sowie ab und zu ein gutes Stück Fleisch sein. Eine solche Ernährung liefert alle Nährstoffe, die nicht nur Ihrem Herzen, sondern auch Ihrem Auge gut tun. Darüber hinaus schützt eine solche Kost vor Diabetes mellitus, einer Erkrankung, die Ihre Augen schädigen kann.

Man spricht von der diabetischen Retinopathie. Chronisch erhöhte Blutzuckerwerte schädigen die feinen Äderchen, welche die Netzhaut mit Blut versorgen. Im Spätstadium droht sogar Erblindung. Auch das Risiko für einen Grauen und Grünen Star ist bei Diabetikern erhöht. Mit der Mittelmeerkost sorgen Sie für alle Vitalstoffe, die Ihre Augen dringend benötigen.

VitalstoffeAugengesunde WirkungLebensmittel
Lutein, Zeaxanthinnatürlicher Sonnenschutzfaktor: in Ihrer Makula enthalten, wichtig für das scharfe Sehen, Schutz vor AMDGrünkohl, Spinat, Mangold, Petersilie, Kresse, Rucola, Feldsalat, Paprika, Zucchini, Kürbis
Betacarotin –

Vitamin A

Betacarotin wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt, sorgt für eine reibungslose Funktion Ihrer Netzhaut, fördert insbesondere das Sehen in der Dunkelheit und schützt vor trockenen Augen.Möhren, Kürbis, (Trocken-) Aprikosen, Paprika, Feldbergsalat, Rote Beete, Papaya, Süßkartoffeln, Mangos, Honigmelonen, Staudensellerie, Spinat
Anthocyane

(Polyphenole)

natürlicher Sonnenschutzfaktor aus blauen und violetten Pflanzen: schützen vor oxidativen Schäden, senken das Risiko für AMD, Grauen Star und diabetische Retinopathie, sorgen für besseres Sehen bei Dunkelheit, geringere Blendempfindlichkeit, besseres KontrastsehenHeidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, dunkle Trauben, Holunderbeeren, Kirschen, Rotkohl

 

Vitamin B2schützt vor Lichtempfindlichkeit, wichtiger Nährstoff für die Eiweiße Ihrer AugenlinseMilchprodukte, Brokkoli, Grünkohl, Spinat, Avocado, Fisch, Muskelfleisch, Vollkorngetreide, Erbsen, Bohnen, Rosenkohl, Pilze
Vitamin Cwichtig für eine gesunde Augenlinse, Hornhaut und die Glaskörperflüssigkeit, stärkt die Blutgefäße im Auge, Antioxidans gegen Zellschäden, wirkt dem Grauen Star entgegenrote Paprika, schwarze Johannisbeeren, Zitrusfrüchte, Hagebutte, Apfel, Kiwi, Brokkoli, Grünkohl, Sauerkraut, Buschpflaume, Spinat, Rosenkohl, Grünkohl
Vitamin Eschützt das Auge vor Zellschäden und oxidativem StressPflanzenöle, Haselnüsse, Makrelen, Lachs, Hering, Süßkartoffeln, Johannisbeeren, Mangos, Avocados, Mandeln, Forellen
Omega-3-Fettsäurenentsorgen Abbauprodukte im Auge, senken das Risiko für AMD und diabetische RetinopathieLachs, Hering, Makrele, Sardine, Thunfisch, Schwertfisch