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Netzhautablösung: Behandlungg

Bei Netzhaut-Löchern, Rissen oder einer Ablösung kann das Auge nur durch eine Operation gerettet werden. Es ist wahrscheinlich, dass Ihre Sehkraft überwiegend erhalten bleibt, wenn Löcher oder Risse in der Retina behandelt werden, bevor sich die Netzhaut abgelöst hat. Wenn Sie die Netzhaut bereits abgelöst hat und sie behandelt wird, bevor sich diese zentrale Stelle der Retina (Macula) ablöst hat, werden Sie vermutlich eine gute Sehkraft behalten.

Bei Rissen oder Löchern in der Retina, die noch zu keiner Netzhautablösung geführt haben, kann der Augenarzt eine dieser beiden Verfahren vorschlagen, die ambulant durchgeführt werden können.

Laserstrahl auf die Netzhaut

  • Photokoagulation – Bei dieser Methode wird ein Laserstrahl durch spezielle Linsen auf die Netzhaut gerichtet, um die Netzhautablösungen durch ther mische Einwirkung zu verkleben bzw. zu vernarben. Durch die Vernarbung bzw. Verschmelzung wird die Netzhaut gewöhnlich an der Aderhaut des Auges (Choroidea) gehalten.

Vereisung mittels Kältesonde

  • Kryopexie – Diese Behandlungsmethode beruht auf der Anwendung tiefer Temperaturen (so genannte Kältechirurgie), so dass die Netzhaut um das Loch oder den Riss herum vereist wird. Mit einem lokal wirkenden An ästhetikum wird das Auge betäubt. Eine Kältesonde wird direkt an der äußeren Oberfläche des Auges über dem Netzhautdefekt angesetzt.

Der Tiefkühleffekt führt zu einer Vernarbung und schließlich zu einem Verschmelzen des Loches in der Netzhaut und zu einem Wiederanlegen der Netzhaut an die Choroidea. Beide Methoden können in den meisten Fällen verhindern, dass sich die Netzhaut ablöst. Unmittelbar nach der Behandlung kann die Sicht verschwommen sein. Der Heilungsprozess dauert in der Regel 10 bis 14 Tage.

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