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Gersten- und Hagelkorn: Wie die Naturmedizin die Entzündungen heilt

Ein Gerstenkorn (med.: Hordeolum) ist die schmerzhafte Entzündung einer Augendrüse. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Arten: ein inneres und ein äußeres Gerstenkorn. Beim inneren Gerstenkorn entzündet sich eine Talgdrüse am der Innenseite des Lids (Meibom-Drüse), beim äußeren ist entweder eine Talgdrüse (Zeis-Drüse) oder Schweißdrüse (Moll-Drüse) am äußeren Lidrand betroffen. In beiden Fällen entsteht die Entzündung durch Eiterbakterien, wobei die Erreger meistens Staphylokokken, seltener Streptokokken sind.

Daran erkennen Sie ein Gerstenkorn

  • Schwellung des Lidrands
  • umschriebene Rötung
  • knotige Verhärtung am Lidrand oder an der Innenseite des Lids
  • Schmerzen besonders auf Druck
  • eventuell Rötung der Bindehaut

Häufig sehen Sie auch in der Mitte des Knötchens einen kleinen Eiterpunkt. Wenn Sie eine knotige Schwellung am Lidrand haben, die nicht schmerzt, handelt es sich um ein Hagelkorn (med.: Chalazion), das durch eine verstopfte Talgdrüse entsteht und nicht entzündlich ist.

Finger weg!

Ein Gersten- oder Hagelkorn im Auge ist eine unangenehme Sache. Die Talgdrüsen am Augenlid entzünden sich, wenn die Ausführungsgänge verstopfen. Dann können sie sich nicht mehr entleeren. Zudem haben Bakterien freie Bahn, um sich zu vermehren. Gerstenkörner erkennen Sie an den Schmerzen. Das Korn selbst ist angeschwollen und die betroffene Stelle gerötet. Es kann recht schnell entstehen. Ein Hagelkorn dagegen bildet sich sehr langsam über längere Zeit hinweg. Dabei handelt es sich um eine Schwellung, die wie ein kleines Knötchen ist. Schmerzen treten hierbei in der Regel nicht auf. Beim Hagelkorn hat sich in der Regel Sekret in den Drüsen am Auge angestaut und verkapselt.

Trotz der Unterschiede haben Hagel- und Gerstenkorn eines gemeinsam: Auch wenn es Ihnen in den Fingern juckt, Sie dürfen auf keinen Fall daran herumdrücken. Die Gefahr besteht, dass sonst Bakterien eindringen und es zu weiteren Entzündungen kommt. Bei beiden Problemen sollten Sie zunächst einen Arzt aufsuchen. Normalerweise hilft Wärme bei der Behandlung. Beim Gerstenkorn kann zudem eine antibiotische Salbe angebracht sein.

Lindern Sie es auf natürliche Weise

Ein Gerstenkorn ist in der Regel harmlos und muss nicht ärztlich behandelt werden. Wenn Sie es in Ruhe reifen lassen, wird es von selbst aufbrechen und sich entleeren. Allerdings können Sie den Reifungsprozess mit Wärmeanwendungen, welche die Durchblutung fördern, und homöopathischen Mitteln unterstützen.

Wenn Sie bei den ersten Anzeichen eines Gerstenkorns die homöopathische Mittel Hepar sulfuris oder Euphrasia einnehmen, wird es sich schneller eröffnen und abheilen. Legen Sie dazu dreimal täglich drei Globuli oder zwei Tabletten des Mittels in der Potenz D6 trocken unter die Zunge. Äußerlich können Sie die Behandlung mit Notakehl D5 (10 ml ab 7,50 € in der Apotheke) unterstützen. Dieses Präparat ist eine homöopathische Zubereitung aus dem Pilz Penicillinum notatum und entstammt der Sanum-Therapie. Es wirkt wie ein natürliches Antibiotikum und verhindert ein Ausbreiten der Eiterung. Tupfen Sie einfach dreimal täglich die Tropfen mit einem Wattestäbchen auf den entzündeten Lidbereich.

Die besten Wärmeanwendungen gegen Gerstenkörner

Damit das Gerstenkorn schneller reift, helfen Wärmeanwendungen. Die Anwendung Ihrer Wahl sollten Sie mindestens einmal durchführen. Zwischen diesen Anwendungen können Sie wählen:

Leinsamenwickel

Verrühren Sie zwei Esslöffel geschroteten Leinsamen mit zwei Tassen kochend heißem Wasser und lassen Sie den Leinsamen etwas quellen. Tränken Sie dann eine Mullkompresse damit und legen Sie sie 20 Minuten lang auf das geschlossene Auge auf. Wiederholen Sie die Anwendung dreimal täglich.

Kartoffelbreipackung

Zerdrücken Sie eine heiße Pellkartoffel mit einer Gabel und bestreichen Sie ein Mulltuch mit der Masse. Legen Sie die jeweils frisch zubereitete Packung zweimal täglich 20 Minuten auf das geschlossene Auge.

Veilchentee-Auflage

Überbrühen Sie zwei Teelöffel einer Mischung aus Veilchenblättern, -blüten und wurzeln (aus der Apotheke) mit einer Tasse kochendem Wasser. Legen Sie eine mit dem auf etwa 40 °C abgekühlten Tee getränkte Kompresse so lange auf das entzündete Lid, bis der Tee abgekühlt ist.

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Über den Autor Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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Alte Kommentare
  • Monika Waldeck schrieb am 28.03.2014, 08:23 Uhr

    Hallo, wer sagt denn, daß Hagelkörner am Auge nicht schmerzhaft sind???? Haben Sie schon mal eines gehabt? Na, Danke mein Auge war so zugeschwollen daß ich kaum sehen konnte. Und diese Druckschmerzen konnte man kaum aushalten. ES WAR EIN HAGELKORN. Mit Rotlicht hat es sich dann so langsam verabschiedet. Freundliche Grüße

  • Frans Peeters schrieb am 28.03.2014, 22:00 Uhr

    3 Proffessors verschrieben mich Augentropfen aus ein 120 sorten Arsenal ! Nichts hat geholfen . Aber ein Nadel .... Mijn Freund auf die Operationsliste hatte Ich geraten:ISOBETADINE SALBE an die ausenseite zu smieren vor ein innere Korn ! Der Tag von die Operaton war de Korn schon weck ! Gut gemacht sagte der Chirurge ! Ich sage : Die Farmacie braucht eine 90 % Aussauberung !