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So beugen Sie einer Makuladegeneration vor

Verzehren Sie Lebensmittel, die reich an Antioxidantien sind – Wissenschaftler empfehlen eine ausgewogene Ernährung, die reich ist an Blattgemüse, Früchten und anderem Gemüse. Dies ist möglicherweise der wichtigste Faktor, um die Gesundheit Ihrer Netzhaut (Makula) zu erhalten.

Nehmen Sie Nahrungsergänzungsmittel – Die Ergebnisse der Age-Related Eye Disease Study belegen, dass höhere Dosen an Vitamin C und E, Beta-Carotin und Zink zusammen mit Eisen eine gute Schutzwirkung bieten.

Wenn Sie jedoch Raucher sind oder früher einmal geraucht haben, können höhere Dosen an Beta-Carotinen Ihr Risiko für Lungenkrebs erhöhen. Es ist vermutlich schwierig, die notwendigen Dosen an Vitaminen und Mineralstoffen der Studie über die tägliche Nahrung aufzunehmen. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Arzt, ob es für Sie sinnvoll ist, Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen, und welche möglichen Nebenwirkungen oder Effekte im Zusammenhang mit Medikamenten auftreten können.

Der positive Effekt wurde in der Studie durch folgende Mengen an Vitaminen und Spurenelementen (tägliche Dosis) festgestellt: Vitamin C 500 mg, Vitamin E 400 I.E., Beta-Carotin 15 mg, Zink 80 mg. Inzwischen stehen mehrere Präparate zur Verfügung, die weitgehend die in der ARED-Studie geprüften Dosierungen enthalten: zum Beispiel Lutax AMD®, Ocuvite PreserVision®, Orthomol AMD Extra®.

Rauchen Sie nicht und vermeiden Sie auch Passivrauchen – Wenn Sie Zigarettenrauch ausgesetzt sind, erhöht dies erheblich Ihr Risiko, zu erkranken.

Aktiver Lebensstil schützt die Makula

Durch regelmäßige Bewegung können Sie Ihr Risiko für die so genannte Makula-Degeneration erheblich senken. Bei der Erkrankung führt ein Absterben der Netzhautzellen zum Verlust der Sehschärfe und macht dadurch Lesen sowie ein aktives Alltagsleben fast unmöglich. Nahezu jeder zehnte Deutsche über 65 Jahren ist davon betroffen.

Forscher der Universität von Wisconsin in Madison/USA haben nun eine Langezeituntersuchung ausgewertet, an der mehr als 3.800 Freiwillige im Alter zwischen 43 und 86 Jahren teilnahmen. Sie wurden 15 Jahre lang regelmäßig auf die ersten Anzeichen einer Makula-Degeneration untersucht. Die Ergebnisse wurden im November 2006 im British Journal of Ophtalmology vorgestellt. Bei den Teilnehmern, die körperlich besonders aktiv waren (sie trieben 3mal wöchentlich Sport, sodass sie dabei ins Schwitzen kamen), sank das Risiko für die Augenkrankheit um stattliche 70 %. Doch auch durch leichtere Aktivitäten wie einen täglichen Spaziergang oder regelmäßiges Treppensteigen ließ sich das Risiko immerhin noch um 30 % senken.

Fisch senkt Ihr Risiko sagen Wissenschaftler der Universität Sydney

Wissenschaftler der Universität Sydney/Australien haben die Ernährungsgewohnheiten von fast 3.000 Menschen analysiert und dann 7 Jahre lang ihre Augengesundheit überprüft. Das Ergebnis: Wer mindestens einmal pro Woche Fisch verzehrt, hat ein 40 % geringeres Risiko für die gefürchtete Makula-Degeneration. Wer es sogar auf drei Fischportionen wöchentlich bringt, reduziert sein Risiko sogar um 75 %. Das berichteten die Forscher im Juni 2006 in den Archives of Ophtalmology.

Bei der Makula-Degeneration sterben die zentralen Sinneszellen auf der Netzhaut langsam ab. Den Betroffenen drohen schwere Sehfehler oder sogar das Erblinden. Wenn Sie kein Fischfan sind, können Sie zur Not auch auf Fischölkapseln zurückgreifen, in denen die schützenden Omega-3-Fettsäuren enthalten sind (empfohlene Tagesdosis: 1 bis 2 g).

Fisch senkt Risiko um 50 % sagen Forscher der Universität Boston

Wer zweimal oder noch häufiger pro Woche eine Portion Kaltwasserfisch zu sich nimmt, kann sein Risiko für eine altersbedingte Makula-Degeneration (AMD) mindestens halbieren. Diese beeindruckende Entdeckung haben Forscher der Harvard Universität in Boston/USA bei einer Zwischenauswertung der AMD-Zwillingsstudie gemacht. An dieser Langzeitstudie nehmen 681 US-Zwillinge teil, in deren Familien die altersbedingte Makula-Degeneration, die bis zur Erblindung führen kann, gehäuft auftritt. Bislang erkrankten 222 Teilnehmer der Studie an einer AMD.

Wie die US-Fachzeitschrift für Augenheilkunde Archives of Ophthalmology im Juli 2006 berichtete, können die Omega-3-Fettsäuren im Fisch sogar jede fünfte AMD-Erkrankung vollständig verhindern.

Tipp: Falls Sie Makrele, Hering, Wildlachs oder Thunfisch nicht mögen, sollten Sie täglich 1 g Fischöl in Form von Fischölkapseln (aus Drogerie, Supermarkt oder Apotheke; Monatsbedarf: ca. 8 bis 12 €) einnehmen, um Ihr Augenlicht zu schützen.

Zu den Risikofaktoren zählen

  • Zunehmendes Alter,
  • zu niedriger Blutdruck,
  • zu hoher Blutdruck,
  • Rauchen,
  • möglicherweise eine genetische Veranlagung.

Langes Arbeiten am Computer ist nach bisherigen Erkenntnissen über die heutigen modernen Geräte kein spezieller Risikofaktor für eine AMD. PC-Arbeit beansprucht aber die Augen in hohem Maße. Deshalb sind regelmäßige Pausen und eine vitalstoffreiche Ernährung empfehlenswert.

Antioxidantien sind beste Vorbeugung

Eine Ernährungsweise, die reich ist an antixodativen Vitaminen und Mineralstoffen scheint das Risiko der altersbedingten Makuladegeneration (ADM) deutlich zu senken. Dies ist das Ergebnis einer niederländischen Studie, die vor kurzem im Journal of the American Medical Association veröffentlicht wurde. Die ADM steht in den Industrieländern an erster Stelle der Erblindungsursachen bei Menschen über 50 Jahren.

Die Wissenschaftler werteten die Ernährungsgewohnheiten von 4.100 Menschen über 55 Jahren und älter aus, die keine ADM hatten. Über einen Zeitraum von durchschnittlich 8 Jahren verfolgten sie, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Vitaminen und Mineralstoffen in Lebensmitteln und der Entwicklung von ADM gibt.

Eine vorherige groß angelegte Studie kam zu dem Ergebnis, dass die Einnahme einer Kombination von bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln aus Vitaminen und Mineralstoffen die weitere Entwicklung einer mittleren bis fortgeschrittenen ADM zu verlangsamen scheint. Die Wissenschaftler der niederländischen Studie stellten sich die Frage, ob sich dasselbe Ergebnis einstellt, wenn diese Antixodantien in Lebensmitteln enthalten sind.

Die Studienteilnehmer, die eine über dem Durchschnitt liegende Menge an Vitamin C und E, Beta-Carotin sowie Zink zu sich nahmen, hatten ein um 35% niedrigeres Risiko einer ADM. Dieses Ergebnis lässt folgenden Schluss zu: Wenn es darum geht, das Risiko einer ADM zu senken, scheinen Antioxidantien, die natürlicherweise in Nahrungsmitteln vorkommen, einen größeren Wert zu haben als Nahrungsergänzungsmittel. Für die Ärzte der Mayo Clinic bestätigen sich damit die gesundheitlichen Vorteile einer vitamin- und mineralstoffreichen Ernährung.

Vitamin-C-Lieferanten sind zum Beispiel Zitrusfrüchte- und säfte, Brokkoli, grüner Pfeffer und Kartoffeln. Reich an Vitamin E sind zum Beispiel Vollkornprodukte, Eier, Pflanzenöl und Nüsse. Beta-Carotin kommt in Karotten, Spinat und Kohl vor. Zink liefern unter anderem Fleisch, Geflügel, Milch und Vollkornprodukte.

Diese Tagesmengen hatten eine Schutzwirkung:

  •  Beta-Carotin (15 mg)
  •  Vitamin C (100 mg)
  •  Vitamin E (15 Int. Einh.)
  •  Zink (15 mg)
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