Laserchirurgie am Auge: Grundlagen
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Im Brennpunkt: Wieder scharf sehen nach einer Augenoperation
Das Erste, was Sie morgens tun, ist, Ihre Brille zu suchen. Denn über Nacht reinigen Sie Ihre Kontaktlinsen.
Sie haben von Laseroperationen zur Korrektur von Kurzsichtigkeit gehört. Ist ein Leben ohne Kontaktlinsen vielleicht nur einen Wimpernschlag weit entfernt?
Neue Laseroperationen für die Augen können bestimmten Patienten eine bessere Sehkraft verschaffen. Doch wie alle Operationen sind auch sie nicht ohne Risiken.
Verschiedene Eingriffe dienen der Verbesserung der Sehschärfe
Im Idealfall trägt die Hornhaut (die durchsichtige Oberfläche des Auges) dazu bei, die Bilder richtig auf der Netzhaut auf der Rückseite des Auges abzubilden. Bei Kurzsichtigen erzeugt die Hornhaut scharfe Bilder vor der Netzhaut; deshalb erscheinen entfernte Gegenstände undeutlich. Bei Weitsichtigen wird das scharfe Bild hinter der Netzhaut erzeugt und Gegenstände erscheinen dadurch verschwommen, ganz gleich, ob sie nah oder entfernt sind.
Mittels Laser- oder refraktärer Augenchirurgie kann die Form der Hornhaut so verändert werden, dass sie Gegenstände genauer auf der Netzhaut abbildet. Solche Eingriffe können von einem Augenarzt ambulant durchgeführt werden. Es können ein oder beide Augen am selben Tag behandelt werden. Die Laseroperation dauert nur einige Minuten, aber die Augen benötigen eventuell 1 bis 2 Tage, um abzuheilen.
Zu den Laseroperationen gehören unter anderem:
- LASIK – Bei diesem Eingriff, Keratomyleusis oder LASIK genannt, wird ein dünner, bogenförmiger Lappen in die Hornhaut geschnitten und heruntergeklappt. Dann wird per Laser die Form der Hornhaut unterhalb des Lappens modelliert. Der Lappen wird wieder zurückgeklappt und heilt von selbst. LASIK kann geringe Beschwerden verursachen.
- PRK – Bei der photorefraktären Keratektomie (PRK) formt der Augenchirurg die Hornhaut um, indem er ihre Oberfläche bearbeitet. Dabei wird kein Lappen gebildet. Die PRK kann am ersten Tag mäßige, manchmal aber auch starke Schmerzen hervorrufen.
Ein anderer Eingriff ist die radiale Keratotomie (RK). Dabei werden von Hand mehrere Schlitze in die Hornhaut geschnitten, um ihr eine andere Form zu geben. Bei der RK können innerhalb der ersten beiden Tage Schmerzen auftreten. Das Interesse an dieser Operation hat nachgelassen; LASIK und PRK gelten als sicherer.
Eine Methode, die auch Ihnen wieder zu Sehschärfe verhilft?
Die typischen Patienten für eine refraktäre Augenoperation sind gesunde Erwachsene zwischen 22 und 55 Jahren, die an leichter bis mittelschwerer Kurzsichtigkeit und Astigmatismus (ungleichmäßige Krümmung der Hornhaut) leiden. Wenn Sie an trockenen Augen, grauem Star (Katarakt) oder anderen Augenerkrankungen leiden oder wenn Sie schwanger sind, ist dieser operative Eingriff für Sie nicht geeignet.
LASIK und PRK werden auch in der Behandlung der Weitsichtigkeit angewandt, aber die Ergebnisse sind weniger berechenbar. Sie werden nicht in der Behandlung anderer Augenerkrankungen, die die Sehkraft betreffen, eingesetzt.