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Grundlagenwissen zum Thema Ischämische Optikusneuropathie

Die Erkrankung tritt am häufigsten bei Personen über 55 Jahren auf. Sie verursacht plötzliche Sehstörungen. Diese können leicht bis schwer wiegend sein – bis hin zum Sehverlust. Sie können sich allerdings mit der Zeit bessern. Die Erkrankung kann nachts auftreten: Die Betroffenen erwachen mit verschwommenem Sehen, wobei das Sehvermögen teilweise oder vollständig beeinträchtigt ist.

Der Begriff „Schlaganfall“ bezeichnet eine Unterbrechung der Versorgung von vitalem Gewebe mit sauerstoffreichem Blut. Ein das Auge betreffender Schlaganfall kann entweder die Netzhaut oder den Sehnerv in Mitleidenschaft ziehen.

Die Netzhaut ist die innere Schicht des Auges, die Bilder in elektrische Impulse für das Gehirn umwandelt. Sie funktioniert wie ein Film in einer Kamera.

Der Sehnerv (Nervus opticus) besteht aus fast einer Million winziger Nervenfasern, die die elektrischen Signale aus der Netzhaut zum Gehirn leiten. Der sichtbare Anteil des Sehnervs in hinteren Teil des Auges heißt Sehnervenpapille.

Plötzlicher Sehverlust kann die Folge einer Unterbrechung der Versorgung von Netzhaut oder Sehnerv mit sauerstoffreichem Blut sein. Die ischämische Optikusneuropathie ist eine Art Schlaganfall der Sehnervenpapille. Eine sofortige medizinische Untersuchung und Behandlung kann einen weiteren Sehverlust verhüten helfen.

Die ischämische Optikusneuropathie kann mit mehreren Erkrankungen assoziiert sein, unter anderem mit Bluthochdruck, Diabetes (Zuckerkrankheit), Koronarer Herzkrankheit, erhöhtem Cholesterinspiegel, niedrigem Blutdruck nachts beim Liegen und bestimmten Entzündungen der Blutgefäße, insbesondere der so genannten Riesenzellarteriitis.

Plötzlicher Sehverlust bedarf sofortiger medizinischer Hilfe. Wenn Ihr Arzt eine ischämische Optikusneuropathie vermutet, ist es wichtig, festzustellen, ob sie im Zusammenhang mit einer Riesenzellarteriitis steht oder ein anderer Krankheitstyp vorliegt, der weitaus häufiger auftritt.

Zusätzliche Symptome und Untersuchungsbefunde wie beispielsweise Kopfschmerzen, Probleme beim Kauen und eine erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit, können Hinweise auf eine Riesenzellarteriitis sein. Diese Krankheit bedarf sofortiger Behandlung, meist mit Kortikosteroiden, um einen weiteren Sehverlust zu verhindern, besonders im anderen Auge.

Bei der ischämischen Optikusneuropathie ist der anfänglich eingetretene Sehverlust schwierig rückgängig zu machen.

Die Sehkraft verbessert sich nur bei circa 45% der erkrankten Personen. Das andere Auge kann ebenfalls davon betroffen sein.

Obwohl es keine bestimmte Behandlung für die ischämisch bedingte Optikusneuropathie gibt, die nicht mit der Riesenzellarteriitis assoziiert ist, empfehlen manche Ärzte eine tägliche Einnahme von ASS (z. B. Aspirin®).

Darüber hinaus kann die Behandlung der Erkrankungen, die der ischämischen Optikusneuropathie zugrunde liegen, das Problem verhüten helfen.

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