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Grundlagenwissen zum Thema Hornhautimplantate

Auch wer in der Jugend die reinsten Adleraugen hatte, benötigt unter Umständen im Alter eine Sehhilfe. Neben Lesebrille und Kontaktlinsen existiert eine weitere Möglichkeit, die Sehschwäche auszugleichen: Die dünnen, halbsmondförmigen Hornhautimplantate aus Acryl schiebt man unter die Hornhaut des Auges. Sie verbessern die Sehkraft deutlich.

Das Kamra-Inlay

Weltweit tragen etwa 5.000 Menschen das Kamra-Inlay aus den USA. Vorläufige Studienergebnisse zeigen, dass die Implantate die Sehschärfe in den meisten Fällen verbessern. Der Augenchirurg setzt die 3,8 Millimeter kleine und 0,005 Millimeter dünne Linse aus Kunststoff vor der Pupille in die Hornhaut des Auges ein. Dort wirkt sie wie eine Lochblende.

Durch die verkleinerte Öffnung verstärkt sich die Tiefenschärfe beim Sehen und eine Brille ist überflüssig. Da die Linse das Sehen in die Ferne geringfügig verschlechtert, setzen die Ärzte sie in das nicht-dominante Auge ein. Dann wirkt das andere Auge ausgleichend. Das Hornhautimplantat hält ohne Naht und ist für den Träger nicht spürbar.

Eine reversible Operation

Kamra-Inlays eignen sich nicht für jeden Menschen. Da Weitsichtigkeit in der Regel im Alter auftritt, macht die Operation erst ab dem 50. Lebensjahr Sinn. Darüber hinaus muss eine gesunde, ausreichend dicke Hornhaut vorhanden sein. Bei Überkorrektur oder Unverträglichkeiten entfernt man die Augenimplantate allerdings ohne Probleme wieder. In ersten Studien fand dies bei etwa 8 Prozent der Patienten statt. Bei den meisten dieser Patienten kehrte die Sehschärfe zum Ausgangswert vor der Operation zurück. Andere Korrekturen der Sehschärfe wie LASIK oder PRKgelten als irreversibel.

Der Chirurg setzt das Implantat bei örtlicher Betäubung in einer 15- bis 20-minütigen ambulanten Operation ein. Da es sich bei den Kamra-Inlays um ein relativ neues Verfahren handelt, sind Langzeitwirkungen bisher nicht bekannt. Es empfiehlt sich aus dem Grund, weitere Studienergebnisse über diese neue Option abzuwarten. Die Operation zahlt der Patient selbst. Derzeit übernehmen die Krankenkassen die Kosten nicht.

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Seit rund 20 Jahren sind Laser-Operationen an und unter der Oberfläche der menschlichen Hornhaut eine gängige Methode, Sehschwächen zu korrigieren. […]