Grüner Star: Wenn das Auge unter Druck steht
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Damit das Auge seine fast kugelige Form halten kann, müssen die Druckverhältnisse zwischen innen und außen stimmen. Dafür ist unter anderem das Kammerwasser verantwortlich – eine glasklare Flüssigkeit, die zwischen Hornhaut und Linse im vorderen Augenteil zirkuliert. Sie wird ständig neu gebildet und versorgt Linse und Hornhaut mit Nährstoffen. In bestimmten Abständen muss das Kammerwasser über ein spezielles Kanalsystem (Schlemmscher Kanal) wieder abgeleitet werden, damit wieder frisches „nachgeschoben“ werden kann. Normalerweise herrscht zwischen Bildung und Abfluss des Kammerwassers ein Gleichgewicht, das den Innendruck des Auges konstant hält. Normalerweise beträgt der Druck etwa 10 bis 20 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule). Ist die Balance gestört, steigt der Druck im Auge an – beim akuten Glaukom bis über 60 mmHg.
Wenn Sie einen erhöhten Augeninnendruck haben, aber noch nicht unter einem Glaukom leiden (etwa 1% der Bevölkerung ist davon betroffen), können Sie von Druck senkenden Augentropfen profitieren.
Eine neuere Studie konnte zeigen, dass die Verwendung solcher Augentropfen über 5 Jahre die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung eines Glaukoms bei Risikopatienten von 10% auf 5% reduzierte. Wenn Sie zu den Risikopatienten gehören, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über diese Medikamente, die teuer und nebenwirkungsbehaftet sein können. Zusammen können Sie Nutzen und Risiken abwägen.