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Grüner Star: Lebenslange Behandlung notwendig

Da das Glaukom eine chronische und damit nicht heilbare Erkrankung ist, muss es dauerhaft behandelt werden. Vordringlichste Maßnahme ist dabei die Senkung des Augeninnendrucks. Hierfür stehen heute eine Reihe wirksamer Medikamente zur Verfügung, die meist als Augentropfen angewendet werden. Die aus der Herz- und Kreislaufmedizin bekannten Betablocker können beispielsweise die Bildung des Kammerwassers im Auge verringern. Die neuerdings eingesetzte Substanz Latanoprost erleichtert hingegen den Abfluss des Kammerwassers und senkt den Innendruck auf diese Weise. Sie verbessert überdies die Blutversorgung des Sehnervs und hat obendrein – so vermutet die Medizin heute – noch eine nervenschützende Wirkung.

Die regelmäßige Anwendung ist bei den Augentropfen ganz besonders wichtig. Bei den modernen Glaukom Medikamenten ist eine einmalige Anwendung pro Tag ausreichend. Früher musste bis zu vier mal täglich geträufelt werden. Das hat sich insbesondere bei hochbetagten Menschen häufig als Problem erwiesen, wenn die Sehkraft nicht mehr ausreicht und zudem noch die Hände ungelenk und zitterig werden.

Bei den meisten Glaukomerkrankungen reichen die Augentropfen zur Behandlung völlig aus. Wo das jedoch nicht der Fall ist, kann die Laser-Operation wirksame Abhilfe schaffen. Dabei werden unter lokaler Betäubung kleine Löcher in das Abflusssystem „geschossen“, damit das Kammerwasser abfließen kann. Dieser Eingriff, der fast immer ambulant durchgeführt wird und meist eine umgehende Sehverbesserung mit sich bringt, muss allerdings meist nach einigen Jahren wiederholt werden. In manchen Fallen empfehlen die Augenärzte allerdings auch eine Operation mit dem Skalpell, die heute ebenfalls schonend und oft ambulant durchgeführt werden kann. Hier liegt die Erfolgsrate etwas höher als bei der Laserbehandlung, jedoch liegen die üblichen Operationsrisiken ebenfalls etwas höher.

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