Grauer Star: Zink schützt
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Die Ursache des Grauen Stars war lange Zeit unbekannt, und die Krankheit wurde einfach als „typische Alterserscheinung“ abgetan. Jetzt stellte sich jedoch heraus, daß die Augenkrankheit womöglich allein durch chronischen Zinkmangel hervorgerufen wird! Wie Dr. med. Matthias Heinitz aus Rothenburg o. d. T. in der Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren berichtet, leiden die meisten Katarakt-Patienten an deutlichem Zinkmangel.
Zink ist ein Mineral, das für die Aktivität unzähliger Enzyme unabdingbar ist. Forscher haben jetzt festgestellt, daß bei Zinkmangel einige zentrale Enzyme des Glukose-Abbaus im Auge ihre Tätigkeit einstellen. Dadurch sammelten sich in der Linse ungewohnte Abbauprodukte an, die schließlich für die fortschreitende Trübung der Linse verantwortlich sind. Auch die Netzhaut büße bei Zinkmangel ihre Funktion ein.
So schützen Sie sich vor dem Grauen Star
Der tägliche Bedarf an Zink liegt bei 12 Milligramm (Frauen) beziehungsweise 15 Milligramm (Männer). In der Tabelle unten sind besonders zinkhaltige Nahrungsmittel aufgeführt.
Vor allem Vollkornprodukte, Fleisch und Nüsse sind gute Zinklieferanten. Dagegen sind Obst und Gemüse relativ arm an diesem Spurenelement und tragen nur unwesentlich zur Zinkversorgung bei.
Zinkgehalt von Nahrungsmitteln
(in Milligramm pro 100 Gramm)
| Weizenkleie | 13,3 |
| Haferflocken | 10,0 |
| Sonnenblumenkerne | 5,1 |
| Rindfleisch | 4,2 |
| Hülsenfrüchte | 3,8 |
| Erdnüsse | 3,4 |
| Camembert | 3,0 |
| Hühnerschenkel | 2,4 |
| Vollkornbrot | 2,1 |
Zusätzlich können Sie Ihre Versorgung durch Zink-Präparate ergänzen. Dazu sind Kapseln mit 10 Milligramm Zink ausreichend.Zwar hat Zink keine schädlichen Nebenwirkungen, aber größere Tagesdosen sind überflüssig.Kaufen Sie keine Kombinationspräparate, die neben Zink noch andere Mineralstoffe enthalten. Sie stören die Verwertung des Zinks und verringern den Nutzeffekt. Solche Präparate erhalten Sie in Apotheken, Drogerien und meistens günstiger auch in Supermärkten oder im Versandhandel.
Mittlerweile haben einige Augenärzte bereits über erstaunliche Erfolge bei der Behandlung des Katarakts mit Zink berichtet. Bei mehr als 60 Prozent der so behandelten Patienten habe sich die Sehkraft nachweisbar gebessert. Viele Patienten hätten dadurch auf die Staroperation verzichten können.
Bei älteren Menschen kommt Zinkmangel häufig vor
Jetzt wird verständlich, warum der Graue Star eine „typische Alterskrankheit“ ist: Gerade alte Menschen nehmen erfahrungsgemäß zu wenig Zink zu sich. Zink ist vor allem in Vollkornprodukten enthalten, die in vielen Fällen nicht besonders beliebt sind. Außerdem bereitet der Verzehr vielen Senioren Probleme mit dem Gebiss. Und so werden die Weichen gestellt für einen immer ausgeprägteren Zinkmangel, der schließlich zum Grauen Star führt.
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