Grauer Star: Operation heute einfacher
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Dank chirurgischer Eingriffe bei Grauem Star (Katarakt) wird täglich bei tausenden von Amerikanern das Sehvermögen wieder hergestellt – es ist die häufigste Operation bei Amerikanern ab dem 65. Lebensjahr. In (West-) Deutschland wurden 1988 nach P. J. M. Bucher 52.700 Staroperationen durchgeführt.
Als Hilfestellung bei der Beantwortung der Frage „Wann ist bei Grauem Star eine Operation erforderlich?” haben die amerikanischen Behörden einen Leitfaden für Ärzte und die Öffentlichkeit herausgegeben.
In diesem Leitfaden wird betont, daß die Entscheidung für eine Operation allein beim Patienten liegt und davon abhängig gemacht werden sollte, ob der Graue Star dessen Lebensqualität beeinträchtigt.
Bei mehr als der Hälfte der Erwachsenen ab dem 65. Lebensjahr liegt eine mehr oder weniger ausgeprägte Form von Grauem Star vor. Doch die Tatsache, daß Sie an Grauem Star leiden, besagt nicht, daß Sie operiert werden müssen.
Trübung der Augenlinsen
In der Mitte der Iris befindet sich eine zentrale kreisrunde schwarze Öffnung (Pupille). Hinter der Pupille liegt die Augenlinse. Die Linse sorgt für die Scharfeinstellung eines wahrgenommenen Bildes und reguliert die Menge der Lichtstrahlen, vergleichbar mit der Funktion der Linse beim Fotoapparat.
Eine gesunde Augenlinse ist klar, so daß Licht einfallen kann. Bei einer Erkrankung an Grauem Star wird die Linse allmählich immer undurchsichtiger. Der graue Star blockiert die Lichtdurchlässigkeit, indem die Augenlinse sich zunehmend trübt und verdichtet.
Mit zunehmendem Alter entwickelt er sich meist langsam. In Verbindung mit einer Verletzung, einer Entzündung oder der Einnahme bestimmter Medikamente kann er sich in seltenen Fällen innerhalb weniger Monate entwickeln.
Der Graue Star kann ein oder auch beide Augen befallen und er betrifft nicht in allen Fällen die ganze Augenlinse. Er behindert das Sehvermögen nur, wenn er in einem Bereich der Linse auftritt, der in der Sehbahn liegt
Entwickelt er sich hier, dann erscheinen die Gegenstände getrübt. Es kann auch sein, daß der Patient mit Grauem Star um brennende Lampen einen Lichtkranz sieht oder sich durch grelles Licht geblendet fühlt.
Staroperationen sind einfacher und zuverlässiger als früher
Noch vor einigen Jahren war eine Operation des Grauen Stars möglicherweise ein großer chirurgischer Eingriff. Man erhielt Vollnarkose, mußte mehrere Tage in stationärer Behandlung bleiben und verbrachte einen Teil dieser Zeit auf dem Rücken liegend, wobei der Kopf mit Sandsäcken fixiert war.
Mit verbesserter Technik wird heute eine Staroperation in einer Stunde – oder auch weniger – durchgeführt und dies bei örtlicher Betäubung, ohne Krankenhausaufenthalt.
Die häufigste Operationsform bei Grauem Star ist die extrakapsuläre Kataraktextraktion. Bei dieser Operation wird auf der Oberfläche des Auges ein Schnitt von etwa einem Zentimeter Länge gemacht, um die vom Grauen Star getrübte Linse zu entfernen. Die Membran, die den hinteren Teil der Linsenkapsel bildet, bleibt intakt. In seltenen Fällen setzen die Augenärzte ein Verfahren ein, bei dem sowohl Linse als auch Kapsel entfernt werden (intrakapsuläre Kataraktextraktion). Mehr und mehr tendieren Augenärzte dazu, den Grauen Star zu entfernen, indem sie eine neue Methode der extrakapsulären Extraktion einsetzen, die als Phakoemulsifikation bezeichnet wird. Bei diesem Verfahren werden die weichen Linsenanteile im Saug-Spülverfahren entfernt, nachdem der harte Kern durch Ultraschall zerstört worden ist.
Bei der Phakoemulsifikation ist ein Schnitt erforderlich, der nicht einmal halb so lang ist, wie bei der traditionellen Methode, so daß die Genesung rascher verläuft. Doch beide Verfahren zeigen gute Langzeit-Ergebnisse und verlaufen zu etwa 95% erfolgreich.
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