Grauer Star: Ergebnis normaler Alterung
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Katarakt (Grauer Star) – Diese Trübung der Linse ist häufig das Ergebnis der normalen Alterung. Sie tritt auf, wenn Proteinfasern zerfallen und dabei verklumpen. Zunächst werden nur kleine Bereiche der Linse getrübt. Die Trübung breitet sich aber allmählich aus und wird dichter. Der Graue Star zerstreut das Licht, das in Ihr Auge dringt und verhindert so, dass ein scharfes Bild auf der Retina abgebildet wird. In Folge dessen sehen die Betroffenen immer verschwommener und sie reagieren empfindlich auf helles und grelles Licht.
Der graue Star schmerzt nicht und entwickelt sich so langsam, dass Sie in den Anfangsstadien den Sehverlust vielleicht gar nicht bemerken. Er kann sich in einem oder beiden Augen entwickeln und Teile der Linse oder die gesamte Linse betreffen.
Zur Behandlung des Grauen Stars wird die getrübte Augenlinse operativ entfernt und durch eine klare, künstliche Linse ersetzt. Mit dieser gängigen Methode wird das Sehvermögen der Operierten um 90 bis 95% verbessert. Sie können mit Ihrem Augenarzt darüber sprechen, ob eine Operation auch für Sie infrage kommt und wann der beste Zeitpunkt dafür wäre. In frühen Krankheitsstadien können Ihnen verschiedene Brillengläser oder vergrößernde Linsen sowie eine bessere Beleuchtung helfen, ausreichend zu sehen, sodass die Operation noch nicht notwendig ist. Wenn der Graue Star allerdings Ihre Lebensqualität einschränkt, Sie beim Autofahren und Lesen behindert und Sie von einem unabhängigen Leben abhält, sollten Sie die Operation in Erwägung ziehen.
Eine Katarakt-Operation wird normalerweise ambulant durchgeführt. Sie dauert weniger als 1 Stunde. Die häufigste OP-Methode ist die Phakoemulsifikation. Dabei macht der Chirurg einen kleinen Schnitt in die Hornhaut und führt dann eine hauchdünne Sonde in die Linse ein. Die schnell vibrierende Sonde weicht und löst die trübe Linse auf, sodass sie abgesaugt werden kann.
Eine andere Operationsmethode ist die extrakapsuläre Kataraktextraktion, für die ein größerer Schnitt notwendig ist, damit die Linse in einem Stück entfernt werden kann. Bei jeder der beiden Operationsmethoden wird in der Regel eine künstliche Linse eingesetzt. Einige dieser implantierten Linsen sind starre Scheiben, für die beim Einpflanzen ein größerer Schnitt notwendig ist. Andere Linsen sind flexibel. Sie können gefaltet werden und so durch einen kleinen Schnitt in die Linse eingeführt werden, wo sie dann zur vollen Größe entfaltet werden.
Wie schnell das Sehvermögen nach dem Eingriff wiederkommt, ist individuell verschieden. Einige Menschen sehen sofort nach der Operation wieder gut, während andere eine Brille benötigen. Eine neue Brille wird Ihnen der Augenarzt erst nach ein paar Wochen verschreiben, damit das operierte Auge Zeit hat, zu heilen. Bei der Grauen Star-Operation wird immer nur ein Auge korrigiert. Wie gut Sie direkt nach der Operation sehen, hängt daher meistens davon ab, wie gut Sie mit dem nicht operierten Auge sehen können.
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