Bindehautentzündung: Antibiotika nicht immer notwendig
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Bindehautentzündungen müssen nicht immer sofort mit einem Antibiotikum behandelt werden. Nach einer Studie der Universität Southampton reicht es vielfach aus abzuwarten, ob die Beschwerden nicht von selbst wieder zurückgehen. Das berichtete das British Medical Journal im September 2006.
Eine Bindehautentzündung wird etwa gleich häufig entweder durch Bakterien oder durch Viren ausgelöst. Wenn Sie wegen einer entzündeten Bindehaut zum Arzt gehen, wird er Ihnen heute in der Regel Antibiotika-Tropfen verschreiben, obwohl diese gegen Viren völlig wirkungslos sind.
In der Studie teilten die britischen Forscher mehr als 300 Patienten in zwei Gruppen ein. Gruppe 1 erhielt sofort ein Antibiotikum, Gruppe 2 sollte vor der Antibiotika-Therapie erst drei Tage den Verlauf der Erkrankung abwarten. Das Ergebnis: In beiden Gruppen klang die Entzündung im Schnitt nach etwa 3,5 Tagen ab.
Für Sie bedeutet das: Warten Sie erst einmal ab, wie sich die Entzündung entwickelt. Wenn sich nach drei Tagen keine Besserung einstellt, können Sie immer noch auf ein Antibiotikum zurückgreifen. Der Vorteil: Ohne Antibiotika geben Sie Ihrem Immunsystem die Chance, selbst mit dem Erreger fertig zu werden, und stärken so die Abwehrkräfte gegen weitere Bindehautentzündungen.