Altersbedingte Augenleiden: Wie Sie eine Makuladegeneration erkennen und sich davor schützen können
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Beim Blick auf die Küchenuhr an der Wand fiel es Ihnen zum erstenmal richtig auf. Sie hatten zwar schon seit einiger Zeit bemerkt, daß Ihre Sehkraft nicht mehr ganz so war wie früher. Was Sie sahen, wirkte etwas trüb, und die Farben schienen nicht mehr so lebhaft. Aber nun der Blick auf die Küchenuhr – Sie können sie zwar klar sehen, aber in der Mitte ist ein blinder Fleck. Ist dies ein Anzeichen für eine Makuladegeneration?
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Sehstörungen wie diese – Trübungen, ein Grauschleier und in der Mitte ein blinder Fleck – sind tatsächlich Symptome einer altersbedingten Makuladegeneration. Bei dieser Krankheit verlieren Sie das zentrale Sehvermögen, wobei das seitliche Gesichtsfeld erhalten bleibt. Wenn solche Symptome auftreten, sollten Sie einen Augenarzt aufsuchen. Die Makuladegeneration ist die häufigste Ursache von Blindheit bei Personen über 65 Jahren. Schädigungen, die durch die Krankheit verursacht werden, sind nicht umkehrbar, aber eine frühe Entdeckung kann ein Fortschreiten bremsen.
Das Amsler-Netz wird für einen Sehtest benutzt, der zur frühzeitigen Diagnose der Makuladegeneration eingesetzt wird.
Man hält es bei guter Beleuchtung in etwa 30 bis 40 cm Entfernung vor die Augen. Die Lesebrille kann man aufbehalten. Decken Sie ein Auge ab. Schauen Sie direkt auf den in der Mitte gelegenen Punkt. Achten Sie darauf, ob alle Linien des Gitternetzes gerade sind oder ob einige Felder wellig, verschwommen oder dunkel sind. Wiederholen Sie den Test mit dem anderen Auge. Falls irgendwelche Felder wellig, verschwommen oder dunkel erscheinen, wird Ihr Augenarzt Sie weiter beraten, was zu tun ist.
Zentrale Dinge bei der Makuladegeneration im Auge behalten
Als Makula wird der zentrale Bereich der Netzhaut bezeichnet, jener lichtempfindlichen Membran, die die Rückwand des Augeninnern bildet. Wie die übrige Netzhaut funktioniert auch die Makula wie ein Film in einer Kamera. Sie zeichnet jeden Lichtstrahl auf, der durch das Auge tritt und wandelt ihn in einen elektrischen Impuls um, der dann an das Gehirn übertragen wird.
Die Makula hat etwa die Größe des Großbuchstabens „O” in diesem Satz. Sie ist für das zentrale Sehen verantwortlich sowie für die Fähigkeit, Farbe und präzise Details bei direktem Blick auf einen Gegenstand zu erkennen.
Bei der Makuladegeneration ist die Makula geschädigt und kann die Bilder nicht mehr richtig weitergeben.
Die Krankheit tritt im Allgemeinen in einer von zwei Formen auf, der „trockenen” oder der „feuchten”. Es handelt sich um die trockene senile Form, wenn das Makulagewebe mit der Zeit dünner wird. Als Symptome können trübes oder verschwommenes Sehen auftreten oder ein blinder Fleck in der Mitte des Gesichtsfelds. Ein Text kann verschwimmen, und Farben erscheinen blaß.
Die Makuladegeneration ist eine Verfallserscheinung der Makula, des kleinen Bereichs in der Mitte der Netzhaut. Manchmal wird sie dadurch verursacht, daß sich anormale Blutgefäße unterhalb der Makula bilden.
Bei der feuchten senilen Form bilden sich neue anormale Blutgefäße unterhalb der Netzhaut. Sie wölben die Makula vor und verzerren sie, ähnlich wie Baumwurzeln, wenn sie unter einer Straße wachsen, Straßenunebenheiten bewirken. Die Blutgefäße können zudem undicht sein und die Netzhaut schädigen. Die Folge sind Sehstörungen: Zum Beispiel erscheinen gerade Linien gewellt, und ein zentraler blinder Fleck tritt auf.
Die trockene senile Form verläuft meist weniger schwer und entwickelt sich langsamer als die feuchte Form. 70 bis 90% der Fälle gehen auf ihr Konto.
Welche Faktoren können die Makuladegeneration beeinflussen
Wissenschaftler suchen noch nach der zugrundeliegenden Ursache für die Makuladegeneration. Vermutlich gehören Erblichkeit und der Alterungsprozeß selbst zu den Hauptfaktoren. Die langzeitige Einwirkung von Licht auf das Auge, besonders die von blauen und ultravioletten Strahlen, könnte ebenso zur Erkrankung beitragen. Außerdem könnte ein Zusammenhang bestehen zwischen Mangelerscheinungen mit niedrigen Blutspiegeln bestimmter antioxidativer Vitamine (A, C und E) sowie Mineralien und einem erhöhten Erkrankungsrisiko. Ebenfalls gelten hohe Cholesterinspiegel und das Rauchen als mögliche Risikofaktoren.
Bestimmte Bevölkerungsgruppen scheinen anfälliger für die Krankheit zu sein als andere: Frauen stärker als Männer und Personen mit einer hellen Augenfarbe stärker als Dunkeläugige.
Begrenzte Therapiemöglichkeiten bei einer Makuladegeneration
Obgleich keine medizinische Behandlung die durch eine Makuladegeneration bereits eingetretenen Schädigungen umkehren kann, könnte sie jedoch den weiteren Sehverlust hinauszögern.
Die feuchte Form kann mit Laser behandelt werden, wenn das Problem frühzeitig entdeckt wird und sich nicht direkt unterhalb der Mitte der Makula befindet. Die Laserchirurgie ist jedoch nur bei der Hälfte der Fälle erfolgreich, und ihre Wirkung eventuell nur vorübergehend.
Eine andere Methode zur Behandlung der feuchten Form, die sich noch im experimentellem Stadium befindet, ist die operative Entfernung der störenden Blutgefäße. Allerdings sind die Ergebnisse in bezug auf die Sehkraft zum großen Teil enttäuschend.
Die trockene Form kann nicht durch einen operativen Eingriff behandelt werden.
Wie man sich vor diesem Sehverlust schützt
Der beste Weg, die Makuladegeneration in den Griff zu bekommen, ist, sie früh zu entdecken, um so einen schweren Verlust des Sehvermögens zu verhüten. Dazu ist es notwendig, Personen mit einer gesundheitlichen Vorgeschichte dieser Erkrankung in der Familie rechtzeitig zu erkennen und vorzuwarnen. Dies sollte lange vor dem Ausbruch der Krankheit geschehen, und der Betroffene sollte möglichst versuchen, Risikofaktoren zu minimieren.
Zwar kann man nichts gegen die Faktoren Alter und Erbanlagen tun, aber Sie können sich ausgewogen ernähren mit vielen grünblättrigen Gemüsen, eine Sonnenbrille tragen, die vor UV-Licht schützt und das Rauchen einstellen.
Einige Forscher vertreten die Ansicht, daß eine Ernährung mit hohem Zinkgehalt dazu beitragen kann, das Risiko zu senken. Das ist aber nicht bewiesen und bleibt kontrovers.
Regelmäßige augenärztliche Untersuchungen sind hingegen wichtig, weil dabei frühe Anzeichen einer Makuladegeneration entdeckt werden können, lange bevor ein Sehverlust eintritt.
Zusätzlich zu den fachärztlichen Untersuchungen, können sie selbst auf Symptome einer Makuladegeneration achten, indem Sie ein Amsler-Netz (Gitternetz) benutzen.
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