Altersbedingte Augenleiden: Behandelbar
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Es ist schon gut 10 Jahre her, dass Ihr Augenarzt Ihnen eine Lesebrille verordnet hat. Nun hat er Ihnen stärkere Gläser verschrieben. Er schlägt Ihnen sogar Bifokalgläser vor (für Fern- und Nahsicht), denn auch Ihr Weit-Sehvermögen hat sich verschlechtert. Und worauf müssen Sie sich als nächstes einstellen?
Es gibt Menschen, die Probleme mit dem Sehen seit ihrer frühesten Kindheit haben. Andere wiederum sehen die überwiegende Zeit ihres Lebens alles messerscharf. Unabhängig von Ihrer persönlichen Situation sind Veränderungen des Sehvermögens mit zunehmendem Alter nahezu unvermeidbar.
Der Alterungsprozess verursacht normalerweise Veränderungen in der empfindlichen Struktur des Auges. Manchmal bedingen diese nur kleine Probleme – beispielsweise Schwierigkeiten, einen Gegenstand in kleiner Entfernung scharf zu sehen. Jedoch können die Veränderungen Ihr Risiko für schwer wiegendere Augenkrankheiten steigern. Das gilt besonders, wenn Sie über 60 Jahre alt sind.
Glücklicherweise lassen sich viele altersbedingte Augenprobleme durch stetig besser werdende Methoden und Technologien gut behandeln. Zudem können bestimmte Augenerkrankungen anhand von Tests frühzeitig erkannt werden, bevor die Betroffenen einen Sehverlust bewusst wahrnehmen und eine Behandlung die größten Aussichten auf Erfolg hat. Solche Tests können sowohl Ihr Augenarzt als auch einige Optiker durchführen. Nicht jedes Augenproblem kann vermieden werden, aber mit vorbeugenden Maßnahmen - dem Tragen einer Sonnenbrille oder, falls die Situation es erfordert, einer Schutzbrille, sowie regelmäßigen Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt - können Sie sich einigermaßen sicher sein, dass Ihre Augen auch im Alter noch ihren Dienst tun.
Der Weg des Lichts durch die Schichten des Auges
Der erste Schritt zur Erzeugung eines Bildes beginnt damit, dass Lichtstrahlen die Hornhaut des Auges durchdringen. Die Hornhaut ist ein klares, durchsichtiges Häutchen auf dem sichtbaren Teil des Augapfels, die das Auge schützt. Zudem ist sie wichtig für die Sehschärfe. Nächste Station für das Licht bei seiner Wanderung durch das menschliche Auge ist eine verstellbare schwarze Öffnung in seiner Mitte, die Pupille. Ihre Größe kann von dem bunt schillernden Muskelfasernring, der sie umgibt, variiert werden. Dieser farbige Ring im Auge heißt Iris. Die Iris kann sich ausdehnen und zusammenziehen und vergrößert beziehungsweise verkleinert die Pupille dabei. Das Auge kann sich dadurch den äußeren Lichtverhältnissen anpassen und regulieren, wie viel Licht es in sein Inneres hineinlässt.
Im Augapfel übernimmt dann die Linse die Feinregulierung der Sehschärfe. Ein Muskel, der die Linse umgibt, kann ihre Form verändern, sodass sie das Lichtsignal auf den Millionen von lichtempfindlichen Zellen der Netzhaut (Retina) scharf abbildet. Die Zellen der Retina können das Lichtsignal in einen elektrischen Impuls umwandeln, der zum Gehirn weitergeleitet wird. Dort wird letztlich das Signal ausgewertet und verarbeitet.
Die Lichtstrahlen, die von einem Gegenstand ausgehen, kommen alle aus verschiedenen Richtungen. Sie müssen erst von dem optischen Apparat des Auges gebündelt werden. Dazu wird das Licht gebrochen. Diese Aufgabe übernehmen unter anderem Cornea und Linse. Das Bild des Gegenstandes, das auf der Netzhaut abgebildet wird, ist seitenverkehrt und steht auf dem Kopf. Kein Problem für das Gehirn. Hier werden die Bilder umgekehrt und gedreht und die leicht verschobenen Bilder, die Ihre beiden Augen liefern, zur Deckung gebracht. Das Ergebnis ist ein kontinuierlich ablaufender farbiger, dreidimensionaler Film.
Altersbedingte Augenprobleme sind weit verbreitet
In Deutschland leben etwa 155.000 blinde Menschen (Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband, DBSV) e.V., Berlin). Davon sind 84% über 40 Jahre alt. Die Zahl der Sehbehinderten, die weniger als 30% Sehvermögen besitzen, wird auf 1,5 Millionen geschätzt. Viele der Sehbehinderungen werden durch altersbedingte Erkrankungen hervorgerufen. Zu den häufig vorkommenden Krankheiten zählen:
- Makuladegeneration
- Katarakt (Grauer Star)
- Diabetische Retinopathie
- Netzhautablösung
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