Augenheilkunde
Augenheilkunde
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Häufig bemerken wir sie erst, wenn sie tränen, jucken oder gerötet sind - unsere Augen. So lange sie dagegen ohne Beschwerden ihren Dienst erfüllen, kümmern wir uns kaum um sie. Doch gerade jetzt im Sommer sind auch die Augen vermehrt Stress ausgesetzt und häufiger gereizt als in anderen Jahreszeiten. Sie merken dies durch Jucken, Brennen, Tränen oder ein Gefühl, als befände sich ein Fremdkörper im Auge.

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Grundlagenwissen zum Thema Augenheilkunde

Ihre Augen sind ein besonderes Organ in Ihrem Körper. Durch das Zusammenspiel von Linse, Nerven und Hornhaut sind Sie in der Lage zu sehen. 

Das Auge hat von jeher die Menschen fasziniert. Schon im alten Ägypten hatten Auge und Sehen eine besondere Mystik. Der Lichtgott Horus hatte Augen, die aus Sonne und Mond bestanden. Das so genannte Horus-Auge der Ägypter stand für die Überwindung des Todes. In Griechenland hielt diese Betrachtungsweise ebenfalls an, man sah die Iris des Auges dort als Götterbote an.

Wie funktioniert das Sehen?

Um die Augen kümmern sich viele Menschen erst, wenn ihnen das Sehen schwer fällt. Dabei verdient dieses komplexe Wunderwerk mehr Aufmerksamkeit. Ihre Augen grenzen sich vom Schädelknochen durch die sechs Augenmuskeln ab, die man zusammen als äußeren Augenmuskel bezeichnet. Sie sind dafür verantwortlich, dass sich Ihr Auge frei und in alle Richtungen bewegen kann. 

Darüber hinaus sorgen die Augenmuskeln dafür, dass Ihre beiden Augen sich zusammen auf einen gemeinsamen Punkt einstellen können, ohne dies wäre scharfes Sehen nicht möglich. Wenn die Augenmuskeln nachlassen, entsteht eine Fehlsichtigkeit. Daher sollten Sie sie zwischendurch immer wieder trainieren.

Der Aufbau des Auges

Der Augapfel ist rund wie eine Kugel. Ihn umgeben drei verschiedene Hautschichten. Ganz außen liegt die Lederhaut. Sie ist dafür verantwortlich, dass das Auge die Form einer Kugel behält. Sie ist so fest, dass Verformungen nicht auftreten können. Im vorderen Bereich des Auges, dem Teil, den Sie sehen, wenn Sie sich im Spiegel anschauen, wird die Lederhaut zur Bindehaut.

Unter der Lederhaut befindet sich die Aderhaut. Wie der Name schon sagt, ist diese Hautschicht von kleinen Blutgefäßen durchzogen. Zudem liegen in ihr viele Pigmentzellen. Im vorderen Teil des Auges ersetzen der Ziliarmuskel und die Regenbogenhaut die Aderhaut. Der Ziliarmuskel hält die Regenbogenhaut (Iris). Dieser Muskel ist des Weiteren dafür verantwortlich, dass die Linse ihre Größe ändern kann.

Die Netzhaut (Retina) bildet die dritte der Hautschichten. Auf ihr sitzen die Sehzellen (Stäbchen und Zapfen), die das Hell- und Dunkelsehen ermöglichen, sowie der blinde Fleck und der gelbe Fleck. Das Innere des Auges ist gefüllt mit dem Augenkammerwasser, zudem liegen hier die Linse und der Glaskörper.

Sehen funktioniert nur über Licht

Jeder Gegenstand um Sie herum hat die Fähigkeit, Licht zu reflektieren. Je heller seine Farbe, desto mehr Lichtstrahlen reflektiert er. Die zurückgeworfen Lichtstrahlen treffen auf Ihr Auge. Auf der Hornhaut bricht das Licht zum ersten Mal. Dann gelangt es durch Kammerwasser und Pupille auf die Linse, wo eine erneute Brechung stattfindet. Von dort aus setzt sich das Licht fort durch den Glaskörper bis hin zur Netzhaut. Hier fällt es durch die vorausgegangenen Brechungen sowohl seitenverkehrt als auch auf dem Kopf stehend auf die Sehzellen. Dort spricht es die Stäbchen an. Das sind Sehzellen, die am Rande der Netzhaut in dichter Zahl vorhanden und für das Schwarz-Weiß-Sehen verantwortlich sind.

Auch die Zapfen, die für das Farbsehen verantwortlich sind, werden aktiviert. Sie sitzen alle im gelben Fleck. Nur die Lichtstrahlen, die genau das Zentrum des gelben Flecks mit seinen 0,1 mm treffen, ergeben ein scharfes Bild. Diese optischen Reize wandelt die Netzhaut in Nerven-Signale um, die zum Gehirn führen. Dort spielt sich nun das ab, was wir unter dem Wort „Sehen“ verstehen: Die Nerven des Sehzentrums verbinden sich mit anderen Gehirnbereichen. Verschiedenste Gehirnzellen kümmern sich nun um spezielle Bereiche des Lichts. Einige sorgen für die richtige Farbe, andere für die Form oder die Bewegung.


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