Aufgeblähter Bauch? Womöglich leiden Sie unter einem Reizdarm !
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 11. August 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
gereizter Magen, gereizter Darm, aufgeblähter Bauch, mal Verstopfung, mal Durchfall - so reagieren immer mehr Menschen auf Ärger, Termindruck und Stress. Ihre Lebensqualität wird dadurch ganz enorm beeinträchtigt. Ärger schlägt auf den Magen, sagt der Volksmund. Viele Menschen können das bestätigen. Wann immer sie etwas bedrückt und belastet, taucht es irgendwo als Problem zwischen Speiseröhre und Enddarm wieder auf. Da, wo alles im dopptelten Sinne Hinuntergeschluckte verarbeitet wird. Der direkte Draht zwischen Stress und Bauch ist inzwischen sogar wissenschaftlich nachgewiesen und als Bauchgehirn aktenkundig geworden. Zwei Nervenstränge, der Vagus und der Sympathikus, verbinden Gehirn und Eingeweide. Wenn Ihre innere Anspannung ansteigt, überschüttet Ihr Gehirn den Verdauungsapparat mit Neurotransmittern und Hormonen.
Je nach persönlicher Schwachstelle hat das unterschiedliche Folgen. Mal verlangsamt sich die Verdauungsarbeit, mal verkrampft sich die Muskulatur, mal bildet sich zu viel Säure im Magen. Mal reagiert der Magen nervös, mal der Darm. Je stärker das subjektive Stressempfinden, desto mehr biochemische Stressstoffe schüttet der Körper aus. Ein Teufelskreis. Jedoch keiner, der sich nicht durchbrechen lässt.
Die meisten Darmprobleme haben keine organische Ursache. Fast ein Drittel aller Menschen, die den Hausarzt aufsuchen, klagen über Magen- und Darmprobleme. Die meisten leiden unter so genannten funktionellen Beschwerden. Hier lassen sich keinerlei organische Veränderungen aufspüren, die die Symptome erklären könnten. Das heißt, die Organe sind völlig gesund. Bei näherem Besehen stellen die Ärzte oft fest, dass es im Leben der betroffenen Person Probleme gibt. Auf diese Spannungen reagiert dann der Verdauungstrakt mit Symptomen. Hektik, Unruhe, Überarbeitung, zu wenig Schlaf, Angstzustände, Probleme mit den Tagen vor den Tagen - all das kann den Magen- und Darmtrakt nervös machen. Die Amerikaner nennen dieses Erscheinungsbild denn auch „unhappy colon" - unglücklicher Darm.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
ähnliche Beiträge
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Dr Marianne E Meyer (11.08. 2010 11:33 Uhr):
Hallo, danke für Ihre wertvollen Berichte. Diese Leiden habe ich auch alle öfters gehabt. Seit ich regelmäßig Psyllium nehme, treten diese Probleme nur noch ganz selten auf: wenn ich zu hastig esse. Morgens nehme ich statt Frühstück 1 Glas Ananassaft mit 1 EL Psyllium - Flohsamenschalen. Dadurch kann man auch sein Gewicht reduzieren. LG MEM
Antworten - Kommentar von Angela (11.08. 2010 11:39 Uhr):
Oh nein ! Schon wieder so ein Artikel der behauptet, die genannten Krankheiten hätten keine organische Ursache. Und alles sei rein psychisch bedingt .... das habe ich von Schulmedizinern jahrelang zu hören bekommen, und jetzt hauen Sie auch noch in die gleiche Kerbe. Ich habe es irgendwann selber festgestellt, was die Ursache meiner Darmprobleme war: Pilze !! Genauer gesagt Candida Albicans und Saccharomyces cerevisiae, die sich im Darm zu sehr breitgemacht hatten. Eine lange Pilztherapie - und meine Darmprobleme waren Geschichte. So wie mir ging und geht es vielen - jahrelange Odyssee von einem Arzt zum anderen, und wenn ein Arzt etwas nicht findet - weil er erst gar nicht sucht !!!! - dann wird es auf die Psyche geschoben. Das ist erniedrigend, denn mit der Diagnose Psychostress können viele noch umgehen, aber bei Aussagen wie das bilden Sie sich nur ein oder ;Sie brauchen Aufmerksamkeit hört auf, denn da fängt die Diffamierung an. Sie würden Ihren Lesern einen besseren Dienst erweisen, wenn Sie Ihnen die Zusammenhänge zwischen chronischen Infektionen und unerklärlichen Krankheiten erklären würden. mfg, A.C.
Antworten - Kommentar von Elfriede (11.08. 2010 22:19 Uhr):
Vielen Dank für die Information. Aber was tun dagegen? Wie trenne ich Gehirn und Bauchgehirn?
Antworten - Kommentar von Marianne (14.08. 2010 19:13 Uhr):
Sehr geehrter Frau Schneider, Auch ich muss Ihnen schreiben: Oh nein ! Schon wieder so ein Artikel der behauptet, die genannten Krankheiten hätten keine organische Ursache. Und alles sei rein psychisch bedingt... Denn auch ich bin weit ueber 10 Jahre von den Schulmediziner mit der Diagnose Reizdarm abgespeist worden. Bis dass endlich durch einen BioResonanztest in Verbindung mit Blutabnhame herausgefunden dass ich unter einer Laktoseintoleranz leide. Seit jetzt nun fast einem Jahr verzichte ich auf Milchprodukte respektif nehme die laktosenfreie Variante, und siehe da, seither heisst es fuer mich Blaehbauch und Schmerzen ade. Leider haben Sie auch diese Moeglichkeit in Ihrem Artikel gar nicht erwaehnt. MfG.
Antworten