Auf zur morgendlichen Mutprobe im Bad
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 05.02.2008 05:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leser,
meine Frau schwört seit Jahrzehnten auf morgendliche Wechselduschen. Ich bin diesbezüglich bislang eher ein Warmduscher – zu oft habe ich in viel zu kaltem Meerwasser tauchen oder schwimmen müssen. Doch die Forschungsergebnisse sprechen dafür, dass meine Frau richtig liegt und ich mich künftig überwinden sollte, aus dem warmen Bett unter die kalte Dusche zu springen.
Der Schreck am Morgen trainiert Ihren Kreislauf und Ihr Abwehrsystem. Offenbar genügt ein kurzer Kältereiz, um Sauerstoffradikale im Blut freizusetzen, die Krankheitserreger ausschalten können. Nach getaner Arbeit werden diese Moleküle durch Antioxidanzien wieder neutralisiert, damit sie ihre anderen, schädlichen Wirkungen gar nicht erst entfalten können. Auch diesen Prozess regt das kalte Wasser an. Die Folge: Ihr Abwehrsystem arbeitet schneller und effektiver. Am besten wirken dabei kalt-warme Wechselduschen. Wenn Sie unter Thrombose, Herzkrankheiten oder starkem Bluthochdruck leiden, sollten Sie auf den kalten Guss besser verzichten. Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt darüber.
Und nun: Ab unter die Dusche!
Ihr
Helmut Erb