Auf die Piste: nicht ohne Ihren Helm!
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 24.01.2008 05:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leser,
ich weiß, dass Sie ebenso wie ich das Freiheitsgefühl lieben, das viele Sportarten mit sich bringen. Ich erinnere mich noch gut, wie herrlich es in meiner Jugend war, ohne Helm Motorrad zu fahren. Wer mit Helm fuhr, galt als Muttersöhnchen. Das Wort Weichei kannte man damals ja noch nicht. Gut, dass man irgendwann gezwungen wurde, sich so ein Ding aufzusetzen.
Natürlich weiß inzwischen jeder, dass es einigermaßen töricht ist, Sportarten ohne Helm ausführen, bei denen Geschwindigkeit und Höhe eine Rolle spielen. Ich habe meinem Helm unter anderem zu verdanken, dass ich nach einem schweren Fallschirm-Unfall nicht im Rollstuhl sitze. Daran musste ich denken, als ich jetzt die aktuellen Statistiken zu Unfällen auf den Skipisten las.
Das Verletzungsrisiko von Skifahren, Snowboarden, Carven, Freestyle-Fahren und Konsorten ist in den vergangenen Jahren gesunken. Das liegt vor allem an den verbesserten Ausrüstungsmaterialien. Dennoch riskieren Sie weiterhin eine Reihe von Verletzungen: Knie-, Schulter-, Unterschenkel-, Unterarm- und Handverletzungen etwa. Rund 17 Prozent der Wintersportler erleiden Kopfverletzungen. Das könnte durch Helme vermieden werden. Zumindest würden die Folgen abgemildert. Deswegen fordern immer mehr Experten eine Helmpflicht für Pistenhasen.
Allerdings sind die jungen Leute heute auch anders davor als wir damals: Die schicken modernen Helme gelten ebenso wie Protektoren für Rücken und Ellbogen als cooles Modeoutfit. Und damit als unverzichtbar!
Finde ich gut – siehe oben!
Ihr
Helmut Erb