Auch über diese Einzelheiten müssen Sie informiert sein
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 5. August 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
- Zum Beispiel Darreichungsform: Hier sind wichtige Hinweise für Ihren täglichen Umgang mit dem Medikament enthalten. Sie müssen wissen, um welche Darreichungsform es sich handelt. Kapseln, Dragees, Zäpfchen, Tropfen, Ampullen, Sirup, Salbe, Pflaster oder Gel - sie alle erfordern einen besonderen Umgang. Manche Präparate gibt es in unterschiedlichen Darreichungsformen, die auch unterschiedlichen Nebenwirkungen etc. haben können. Filmtabletten, magensaftresistent überzogene Tabletten und Kapseln beispielsweise dürfen Sie nicht einfach selber teilen.
- Zum Beispiel Einnahme-Empfehlungen: Auf dem Beipackzettel ist vermerkt, wann das Medikament eingenommen oder angewendet werden sollte. Manche Arzneien sollen vor oder nach dem Essen eingenommen werden. Leider ist diese Anweisung sehr irreführend und wird deshalb leicht missverstanden. Die Angabe "vor dem Essen" heißt nicht, dass Sie das Medikament quasi als Vorspeise vertilgen sollen, sondern mit einem zeitlichen Abstand von einer halben bis einer ganzen Stunde. "Während der Mahlzeiten" bedeutet, dass die Einnahme der Arznei innerhalb von fünf Minuten nach der Mahlzeit erfolgen soll. "Nach dem Essen" besagt, dass Sie das Medikament mit einem zeitlichen Abstand von einer halben bis einer Stunde nach dem Essen schlucken sollen. Nehmen Sie die Arzneien immer mit reichlich Flüssigkeit ein, am besten Leitungswasser oder Mineralwasser. Es ist wichtig, den vorgeschriebenen Zeitpunkt der Anwendung möglichst genau einzuhalten. Nehmen Sie die Medikamente auch immer so lange, wie Ihr Arzt sie Ihnen verschrieben hat. Ein zu frühes Abbrechen kann zum Beispiel bei einer Antibiotika-Therapie gefährlich sein.