Auch im Frühjahr gilt: Der richtige Sonnenschutz ist wichtig!
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 4. April 2011, 16:00 Uhr
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haben Sie am vergangenen Wochenende auch die Sonne genossen? Ich hoffe, Sie haben von den ersten, wirklich warmen Frühlingstagen keine schmerzhaften Erinnerungen in Form von Sonnenbrand davongetragen. Denn wir vergessen doch gerne, dass es keinen Unterschied zwischen Frühling und Hochsommer gibt: Auch die Sonne im April ist so stark wie im August, wenn Sie die UV-Strahlung betrachten.
Daher gilt: Auch jetzt, im Frühjahr, müssen Sie sich vor den UV-Strahlen richtig schützen. Natürlich heißt das nicht, dass Sie in Haus oder Wohnung bleiben sollen. Ganz im Gegenteil: jetzt können Sie richtig Sonne tanken und dadurch die Vitamin-D-Produktion Ihres Körpers anregen. Aber wenn Sie sich der Sonne aussetzen, sollten Sie auch an den Eigenschutz Ihrer Haut denken und diesen durch geeignete Sonnencreme unterstützen.
Falsch dagegen ist es, die Haut im Frühjahr erst einmal der Sonne ungeschützt auszusetzen, bis sich ein Sonnenbrand bildet, damit sie im Sommer abgehärtet ist. Sie haben einen bestimmten Hauttyp, den Sie auch durch noch so viele Sonnenbrände nicht „widerstandsfähiger" machen können. Stattdessen erhöhen Sie so Ihr Hautkrebsrisiko deutlich.
Bleiben Sie gesund,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Orlando Rath (04.04. 2011 16:17 Uhr):
Vit. D wird über Sonne nur produziert wenn die Haut die ersten 15-20 Minuten nicht eingeschmiert ist. Hierauf sollten Sie schon unbedingt hinweisen sonst produziert man genau das Gegenteil: Nämlich kein Vit. D.
Antworten - Kommentar von E Bleidistel (04.04. 2011 16:47 Uhr):
Wenn wir auf die Chance verweisen, mit Hilfe der Sonne zur besseren, und gesundheitlich sehr wichtigen Vitamin D-Bildung beitragen zu können, sollten wir nicht in gleichem Atemzug auf die sofortige Anwendung der Sonnen-schutzmittel verweisen. Diese verhindern durch die UV-Blockade diesen natürlichen Prozess. Also wäre doch wohl die Lösung des Problems, zunächst eine vertretbare Zeit ohne Sonnenschutzmittel in die Sonne zu gehen, erst bei längerem Aufenthalt in der Sonne diese Mittel zu verwenden.
Antworten - Kommentar von Silvia (04.04. 2011 17:22 Uhr):
Sonne ist wirklich wichtig, nicht nur für den Knochenstoffwechsel, sondern allgemein auch für das seelische Wohlbefinden und nicht zu vergessen zur Krebsvorbeugung. Die Verwendung von Sonnenschutzcreme lehne ich jedoch ab: Man sollte sie besser nicht benutzen, da einige Inhaltsstoffe oder deren Kombination eher Hautkrebs fördern, als dass sie davor schützen könnten. Die Hautkrebsrate in Australien stieg z.B. erst an, nachdem die Bevölkerung den Empfehlungen der Hautärzte nachgekommen war, sich vor der erhöhten UV-Strahlung, - Ozonloch!; mithilfe von Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor zu schützen. Zudem tritt der gefährliche Hautkrebs, das schwarze Meloanom, bevorzugt an Hautpartien auf, die selten vom Sonnenlicht bestrahlt werden. Sonne in Maßen ist gesund und wichtig, einen Sonnenbrand sollte man jedoch nicht riskieren;vorzeitige Hautalterung, mögliche Entartung von Hautzellen. Geeignete Kleidung mit UV-Schutzfiltern kann z.B. als Alternative zu Sonnencremes verwendet werden, wenn ein längerer Aufenthalt in der Sonne geplant ist und ein Sonnenbrand ansonsten unvermeidbar wäre.
Antworten - Kommentar von Birgit Johann (04.04. 2011 22:15 Uhr):
Liebe Frau Hahn-Hübner, in puncto Sonnencremes denke ich inzwischen viel kritischer und habe den Verdacht, dass diese eher nachteilige Folgen haben als positive Auswirkungen. Ich habe mich intensiv mit der Vitramin-D-Problematik auseinadergesetzt. Fakt ist wohl, das der größte Teil der Deutsc hen damit stark unterversorgt ist, denn wir verbringen viel Zeit drinnen. Durch Sonnenschutz-Cremes wird die Sache nicht besser! Damit versorgen wir meiner Ansicht nach nur die Hersteller dieser stark beworbenen Produkte mit viel Geld. Der beste Schutz vor Sonnenbrand ist meiner Ansicht nach Vorsicht im Umgang mit den wertvollen und lebensspendenden Strahlen unserer Sonne. Eine kritischere Betrachtung der Sonnenschutz-Cremes hinsichtlich ihrer heilsamen Wirkung würde Ihrer Berichterstattung, denke ich, sehr zugute kommen. Inzwischen gibt es übrigens Hinweise darauf, dass einige Krebsarten;beispielsweise Brustkrebs, Sonne gar nicht mögen. Mit freundlichen Grüßen Birgit Johann
Antworten - Kommentar von Stiefel (05.04. 2011 08:01 Uhr):
Die Sonne steht im April nicht so hoch wie im August und damit ist auch der UV-Anteil nicht so hoch. Die Sonne stand am 3. April etwa so hoch wie am 8. September. Je tiefer die Sonne steht um so mehr UV-Anteile werden durch die Erdatmosphäre gefiltert, insbesondere die hochenergetischen Anteile.
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