Auch Ihre Haut hat jetzt Durst
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 7. August 2008, 06:00 Uhr
GNL5356
Wasser ist - von innen und außen - eines unserer wichtigsten und wirkungsvollsten Schönheitsmittel. Der Mensch besteht zu etwa 70 Prozent aus Wasser. Das glasklare Element versorgt in unserem Körper Flüssigkeitsbahnen von etwa 90.000 Kilometern Länge. Es dient als Zellbaustein, Transportmittel für Nährstoffe und als "Müllabfuhr" für Stoffwechselprodukte. Damit die Haut von innen heraus gut durchfeuchtet wird, müssen Sie also darauf achten, dass Sie Ihr „Trinksoll" erfüllen.
Auch immer mehr Kosmetika setzen auf die Wirkung des Wassers und bieten einen hohen Feuchtigkeitsgehalt, der mit Spezialeffekten in die Haut eingeschleust wird. Geben Sie einfach Leitungswasser auf die Haut, so ist es nach ungefähr fünf Minuten verdunstet und trocknet die Haut dabei eher aus. Das gilt auch für herkömmliche Feuchtigkeitscremes, sagen die Hersteller. Nur etwa die Hälfte der Wirkstoffe erreicht ihren eigentlichen Einsatzort. Inzwischen verwenden die Kosmetikfirmen deshalb kleine „Transporttaxis", die so genannten Liposomen, um die Wirkstoffe unter die Haut zu schleusen. Dort wirken sie mit Zeitververzögerung, so dass die Haut über den Tag verteilt Feuchtigkeit erhält.
Viele Anbieter setzen dabei auf Meerwasser, denn es ist reich an Magnesium, Kalium und Kalzium. Es besänftigt gereizte Problemhaut, Mineralsalze und Spurenelemente sollen die Feuchtigkeit optimal halten. Andere Firmen verwenden für ihre Produkte Quellwasser mit seinen gelösten Mineralsalzen und Spurenelementen. Vor allem Thermalwasser, das mit mehr als 20 Grad aus der Erde sprudelt, findet in der Kosmetik Verwendung. Es soll die Zellteilung anregen, den Immunschutz verbessern und die Haut vor den schädlichen freien Radikalen schützen. Zum Befeuchten der Haut auf der Reise - insbesondere im Flugzeug - empfehlen sich Thermalwassersprays. Der feine Sprühnebel soll Ihre Haut feucht halten.