Arthrose: Probieren Sie es mit einem wöchentlichen Entschlackungstag
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Arthrose
vom 26.11.2007 05:00 Uhr
GNL5356
Fasten verschafft Arthrose-Geplagten nachweislich Erleichterung. Diese Erfahrung haben viele Patienten mit Arthrose gemacht. Bestätigt wird das jetzt durch eine Untersuchung des Kompetenzzentrums Naturheilverfahren des Universitätsklinikums Jena. Schon nach 15 Tagen gingen beim kontrollierten Saftfasten die Schmerzen in den Gelenken „massiv“ zurück, wie die Zeitschrift „Ernährung & Medizin“ berichtet. Die Gelenke funktionierten wieder besser. Die Betroffenen fühlten sich schnell wohler. Der Einsatz von Schmerzmedikamenten konnte verringert werden. Viele der Teilnehmer verzichteten sogar ganz auf die Schmerzmittel. Diese günstigen Wirkungen waren noch drei Monate nach der 15-tägigen Fastenkur feststellbar. Da Fasten eine enorme Belastung für Ihren Körper ist, sollten Sie so lange allerdings nur unter ärztlicher Aufsicht fasten.
Doch womöglich spricht Sie schon ein einzelner wöchentlicher Fastentag an. Selbst so ein „kleines“ Entgiftungsprogamm reinigt und kurbelt den gesamten Stoffwechsel an. Kaffee, Tee, Nikotin und Alkohol sind an allen Fastentagen tabu. Suchen Sie sich einen festen Fastentag in der Woche aus und wählen Sie sich beispielsweise eine der folgenden Entschlackungskuren aus:
- Apfeltag: Morgens gibt es ein Glas Wasser mit zwei Esslöffeln Apfelessig und ein Apfelmüsli (Getreideflocken mit einem geriebenem Apfel und einem Magerjoghurt). Zwischendurch essen Sie einen geschälten Apfel mit etwas Zitronensaft. Mittags trinken Sie wieder Wasser mit Apfelessig und essen dazu einen Apfel-Sellerie-Salat. Abends trinken Sie noch einmal den Apfelessig-Drink und nehmen dazu zwei geriebene Äpfel mit etwas Zitronensaft und Zimt zu sich. Über den ganzen Tag verteilt trinken Sie mindestens zwei Liter Wasser oder Kräutertee.
- Bittertag: Essen Sie an einem solchen Tag nur Bittersalate und Bittergemüse – etwa Artischocken, Chicoree, Rauke, Löwenzahn oder Kapuzinerkresse. Dazu trinken Sie über den Tag verteilt einen Liter Bittertee aus Angelika- und Enzianwurzel, Löwenzahn, Tausendgüldenkraut, Wermut, Fenchel, Melisse und Salbei. Die ersten fünf Kräuter werden zu gleichen Teilen gemischt und sollen 70 Prozent der Teemischung ausmachen, die restlichen drei 3o Prozent. Am besten lassen Sie sich diesen Mix in der Apotheke zusammenstellen. Bitterstoffe sind die bei uns vielfach in Vergessenheit geratenen Geschmackstoffe, mit denen sich ein durch Stress, falsche Ernährung oder Genussgifte übersäuerter Organismus wieder in Harmonie bringen lässt. Die Ausscheidung von Giften soll dadurch angeregt werden.
- Obsttag: Essen Sie an diesem Tag nur frisches Obst, am besten vom Bio-Bauern. Wenn Ihr Magen so viel frisches Obst nicht so gut verträgt, können Sie es auch leicht gedünstet mit Zimt, Nelken oder Ingwer abgeschmeckt zu sich nehmen. Dazu können Sie frisch gepresste Fruchtsäfte mit Wasser verdünnt trinken.
- Safttag: Trinken Sie anderthalb Liter frisch gepressten Obstsaft in fünf kleinen Portionen über den Tag verteilt. Trinken Sie lieber frisch zubereiteten Gemüsesaft? Dann dürfen Sie etwas mehr trinken - etwa zwei Liter. Dazu trinken Sie noch anderthalb bis zwei Liter Wasser oder Kräutertee.
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