Arnica ist nur zur äußeren Anwendung geeignet
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 7. August 2008, 16:00 Uhr
GNL5356
Frau Anne R. möchte folgendes wissen:
ich habe ein altes Buch mit Hausmitteln. Darin steht, dass man Arnika gegen Magenkrämpfe und zur Anregung des Blutkreislaufs verwenden soll. Die abgekochte Wurzel soll außerdem gegen rheumatische Muskelschmerzen helfen. Ist eine solche Anwendung heute noch empfohlen?
Liebe Anne,
für die Anwendung, wie Sie in Ihrem Buch beschrieben wird, sollten Sie die amerikanische Wiesenarnika (Arnica chamissonis ssp. Foliosa) verwenden. Aber ich möchte Ihnen doch von der innerlichen Anwendung der Arnika abraten. Denn die Wirkungen der Pflanze auf Atemzentrum und Herz sind nicht so ausreichend geprüft, dass man sicher sein kann, dass keine Nebenwirkungen auftreten. Die Angaben in Ihrem Buch stimmen in so weit, als Arnika Herz und Kreislauf stimuliert, eine Überdosierung kann aber zu bedrohlichen Herzproblemen führen.
Dagegen eignet sich Arnika sehr gut zur äußeren Anwendung. Sie hemmt durch ihre ätherischen Öle Entzündungen und desinfiziert. Zudem regt eine Arnikasalbe die Durchblutung bei Blutergüssen, Rheuma oder Gicht an.
Probieren Sie aber zuerst aus, ob Sie unter einer Arnika-Allergie leiden. Dann sollten Sie auf die Anwendung verzichten. Auch bei längerer Anwendung können Probleme auftreten, so kann zum Beispiel eine Anwendung auf vorgeschädigter Haut zu Hautentzündungen, Schwellungen oder Bläschenbildung führen.
Bleiben Sie gesund,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner