Apfelstoff kann Muskelschwund stoppen
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Apfel
vom 15. Juni 2011, 16:00 Uhr
GNL5356
Ein Apfel enthält mehrere tausend Inhaltsstoffe - und nur von einigen wenigen kennen wir bisher die Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Kein Wunder also, dass Wissenschaftler immer wieder neue Erkenntnisse rund um den Apfel sammeln können. So haben sie jetzt im Tierversuch herausgefunden, dass Äpfel einen Stoff enthalten, der gegen den gefürchteten Muskelschwund wirkt bzw. das Muskelwachstum anregt.
Die amerikanischen Forscher hatten die Ursolsäure genauer untersucht, einen Stoff, der sich im wachsartigen Schalenbestandteil der Äpfel befindet. Sie fanden heraus, dass Ursolsäure die Genaktivität in den Skelettmuskelzellen beeinflusst und so bestimmte Hormone anregt. Dadurch wachsen die Muskeln besser.
Die Forscher haben nun die Hoffnung, dass sie aus diesen Erkenntnissen Medikamente gegen Muskelatrophie entwickeln können. Für diesen Muskelschwund gibt es noch kein Heilmittel - der Apfelstoff aber verzögerte bei Mäusen mit beginnendem Muskelschwund die Krankheit.