Angst und Ärger: Entzündungen erhöhen Herzinfarkt-Risiko
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 21. Februar 2011, 16:00 Uhr
GNL5356
Blut ist ein ganz besondrer Saft - das sagte Wolfgang von Goethe. Und die Ärzte heute werden diesem Satz sicherlich immer noch bestimmten, zumal es mehr und mehr Erkenntnisse darüber gibt, wie gut sich das Blut zur Diagnostik von Krankheiten und Unwohlsein eignet.
Seit kurzem wissen Forscher zum Beispiel, woran es liegt, dass Angst, aber auch extremer Ärger bei manchen Menschen zu Gefäßerkrankungen, ja sogar zu Herzinfarkten führen. Grund ist auch hier das Blut - vielmehr die Tatsache, dass sich diese negativen Gefühle auf das Blut auswirken.
Sie erhöhen nämlich bestimmte Entzündungsstoffe, vor allem aber das Interleukin-6. Dieser Blutwert bezeichnet einen Botenstoff, der Sie nach und nach anfälliger für Entzündungen im Körper macht - diese lösen dann die Erkrankungen an Herz und Gefäßen aus.