Andauernd Husten? Blasen Sie zum Angriff !
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Husten
vom 18.12.2007 05:00 Uhr
GNL5223
Zuerst ist es nur ein leichtes Kratzen im Hals, dann brennt der Rachen, Husten gesellt sich dazu. Hustenanfälle rauben den Schlaf und schwächen Ihren Körper. Husten und Heiserkeit sind die klassischen Symptome eines Schnupfens. Um die eingedrungenen Viren abzuwehren, wird in den Bronchien vermehrt Schleim gebildet. Der Schleim wird zäh, setzt sich fest und kann nicht mehr abtransportiert werden. Der Hustenreflex wird aktiviert. Der Husten befördert den festsitzenden Schleim aus dem Körper.
Diese Fragen haben Sie mir in den vergangenen Tagen gestellt:
Können mir Antibiotika helfen?
Wenn Sie leichtere Beschwerden haben, helfen Ihnen naturheilkundliche Mittel besser und nachhaltiger. Antiobiotika sollten Sie nur nehmen (und verordnet bekommen), wenn sie wirklich notwendig sind. Das ist bei bakteriellen Infektionen in der Regel der Fall. Dazu müssen aber die Keine exakt bestimmt werden. Gegen Schnupfenviren helfen Antibiotika ohnehin nicht, sondern nur gegen Bakterien. Diese können sich allerdings womöglich obenauf pfropfen.
Darf ich mit Husten und Schnupfen in die Sauna gehen?
Nein. Wenn eine Erkältung ausgebrochen ist oder sich eine Bronchitis festgesetzt hat, braucht Ihr Körper Ruhe und Schonung. Alles, was Sie vorher tun können, um sich abzuhärten, überfordert Ihr Immunsystem nun und kann dazu führen, dass es Ihnen noch schlechter geht. Gönnen Sie sich jetzt lieber mehr Pausen und Bettruhe.
Hilft mir die Grippeimpfung gegen Erkältung?
Gegen normalen Schnupfen und Husten richtet die Grippeimpfung nichts aus. Sie wirkt nur gegen bestimmte Grippeviren. Gegen eine Erkältung schützt Sie ein fittes Immunsystem. Vor allem sollten Sie nicht rauchen. Zudem ist es jetzt – wie gesagt – für die Grippeimpfung schon fast zu spät.
Kann ich ohne Bedenken Nasentropfen verwenden?
Wenn verstopfte Nasengänge Ihnen Probleme machen, können Nasentropfen kurzfristig eine Erleichterung sein. Über längere Zeit sollten Sie sie nicht verwenden, weil Ihre Nasenschleimhäute dann austrocknen. Das wiederum kann zu chronischem Schnupfen führen.
Im Prinzip sind aber Nasentropfen und Nasenspray besser als Tabletten, denn sie haben weniger Nebenwirkungen. Nasenöle sind nicht empfehlenswert, da sie die Flimmerhärchen in der Nase verkleben. Am schonendsten ist eine Nasendusche. Damit können Sie Ihre Nase mehrmals am Tag mit leichtem Salzwasser durchspülen. Nasenduschen bekommen Sie in der Apotheke. So machen Sie eine Nasenspülung: 1 TL Salz in einem halben Liter Wasser auflösen, in die Nasendusche oder ein Kännchen mit einer spitzen Tülle geben. Den Kopf schräg halten, das Salzwasser in das obere Nasenloch gießen, hochziehen und ausspucken. Das löst den Schleim und reinigt die Nase. Hört sich eklig an, wirkt aber.
Noch mehr Fragen und Antworten finden Sie im nächsten Beitrag.
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