Alzheimer: Fehlgebildete Eiweiße können von Zelle zu Zelle wandern

in Täglich Gesund zum Thema Alzheimer
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Die Alzheimer-Erkrankung ist in vielen Bereichen immer noch ein Rätsel - einen Teil zur Lösung haben nun Forscher aus Linköping in Schweden beigetragen. Die Wissenschaftler haben es geschafft, herauszufinden und zu beobachten, wie sich die Gehirnerkrankung ausbreitet.


Im Rahmen einer Laborstudie hatten sie mit Zellkulturen aus Gehirnzellen gearbeitet und dabei sowohl die von Mäusen als auch die von Menschen verwendet und auch von Alzheimer befallene Proteine genutzt. Dies sind fehlgeformte Proteine. Sie wurden mit einem roten Farbstoff markiert und dann in einige der Gehirnzellen in der Kultur gespritzt. Es ließ sich beobachten, dass die Proteine von Zelle zu Zelle springen können - immer da, wo sich zwei Zellen berühren. Nach einem Tag schon waren die Nachbarzellen, die über Ausläufer mit den „gespritzten" Zellen verbunden sind, eingefärbt. Und am dritten Tag zeigten die neubefallenen Zellen die ersten Zerfallserscheinungen.

Wie genau die Übertragung vonstattengeht, ist noch nicht klar. Wahrscheinlich, so vermuten die Forscher durch ihre Experimente, sammeln sich die fehlgebildeten Proteine in kleinen Membranbläschen. Aus diesen werden sie dann abgegeben und zu den Nebenzellen transportiert, wo sie dann wieder aufgenommen werden. Aus diesem Mechanismus könnten sich, so die Forscher, aber auch Möglichkeiten ergeben, diesen Vorgang zu stoppen und damit das Fortschreiten der Erkrankung zu unterbinden.


von
Dr. Martina Hahn-Hübner

Erfahren Sie hier mehr über Dr. Martina Hahn-Hübner - Gesundheitswissen-Expertin und Chefredakteurin von Täglich Gesund und dem Mondkalender.

 
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