Alzheimer: Die Medizin unterscheidet drei Stadien der Erkrankung
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Alzheimer
vom 22. September 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
Stadium 1: Die erkrankte Person ist „nur" vergesslich. Am Anfang macht sich eine - neu aufgetretene - leichte Vergesslichkeit bemerkbar. Doch der Umgebung fällt dies kaum auf. Die Handschrift verändert sich. Der Person fällt es zunehmend schwer, sich zu orientieren. Einfache Tätigkeiten werden noch normal erledigt. Doch bei komplizierten Dingen ist oft schon Hilfe nötig. Sprechen und Denken verlangsamt sich, die kranke Person verliert häufiger „den Faden". In dieser Zeit treten vermehrt Depressionen auf.
Stadium 2: Im zweiten Stadium wird die Krankheit langsam offensichtlich. Zunehmend funktioniert das Kurzzeitgedächtnis nicht mehr. Das Langzeitgedächtnis kann dagegen noch abgerufen werden. Es kommt zu Sprachstörungen, Verwirrtheit und unerklärlichen Stimmungsschwankungen. In diesem Stadium der Krankheit kann die erkrankte Person nur noch eingeschränkt die Uhrzeit oder das Datum begreifen. Auch erkennt sie vertraute Gesichter häufig nicht mehr. Immer häufiger vergisst die Person, wo sie ist. Es kommt zu heftigen Stimmungsschwankungen und gegen Ende dieses Stadiums zu Wahnvorstellungen, Ruhelosigkeit und zwanghaften Verhaltensweisen. Die Sprache wird aggressiver und oft ordinär. Die Familienmitglieder oder Betreuungspersonen werden stärker gefordert, denn die erkrankte Person muss rund um die Uhr unter Kontrolle sein.
Stadium 3: In der dritten Phase löst sich der Kern der Persönlichkeit langsam auf. Die Kranken erkennen kaum noch ihre Familienangehörigen, irren oft ziellos umher und können ohne Gefahr für Leib und Leben (auch anderer) nicht mehr allein sein oder leben. Sie verlieren die Kontrolle über ihre Ausscheidungen sowie die Fähigkeit zu schlucken und zu kauen. Die Anfälligkeit für andere Erkrankungen wächst - etwa Lungenentzündungen, andere Infektionen oder Thrombosen. Der Allgemeinzustand verschlechtert sich zusehends, so dass die erkrankte Person nun meist das Bett nicht mehr verlässt.
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