Alles Banane oder was?

in Fit in 8 Minuten
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Die Banane ist gerade jetzt im Winteer der ideale Fitness-Snack: Sie ist dreimal so nahrhaft wie ein Apfel und strotzt nur so vor Kohlenhydraten, Nervenvitaminen und Ballaststoffen. Entgegen allen Vorurteilen stopft sie nicht und macht auch nicht dick. In der Banane steckt obendrein ein Stoff, der sich freundlich über Ihr Gemüt legt: Serotonin, das auch in Ihrem Körper als stimmungsaufhellendes Hormon gebildet wird. Leider wird das mit der Banane gegessene Serotonin rasch im Magen-Darmtrakt verdaut. Doch durch den Kohlenhydrat-Anteil der Banane gelangt mehr Tryptophan ins Gehirn. Aus Tryptophan wird Serotonin gebildet. Insofern ist die Banane auch eine Stimmungskanone.



Die meisten Bananen kommen aus ehemaligen Kolonien Frankreichs, aus Guadeloupe und Martinique, aus Mittel- und Südamerika, aus Afrika, der Karibik oder dem Pazifikraum. „Bananengürtel" - so nennen Fruchtexperten die tropische und subtropische Region zwischen dem 30. Grad nördlicher und dem 30. Grad südlicher Breite, in der sich die Bananenstauden am wohlsten fühlen. Hier finden sie genau die klimatischen Bedingungen, die sie für ihr Wachstum brauchen - ein gleichmäßiges, feuchtwarmes Klima mit durchschnittlichen 27 Grad Celsius und viel Regen.

Nur Bananen, die in Bezug auf Form, Größe und Kaliber strengen Qualitätsrichtlinien genügen, gehen auf die Reise nach Europa. Zuvor werden sie mit Wasser geduscht, damit der an den Schnittstellen austretende Latexsaft weggespült wird. Sonst würden die Bananen aneinander kleben. Nun werden die „Bananenhände" (die abschnittenen Büschel sehen aus wie Hände) in Kartons verpackt und auf Bananendampfern verschifft. Moderne Schiffe können rund 5, 5 Millionen Kilogramm Bananen transportieren.

Damit die grünen Bananen auf dem Kühlschiff während ihrer Seereise nicht vorzeitig reifen, liegt die Temperatur konstant bei 13,2 Grad Celsius. Zehn bis zwölf Tage später rollen in den Häfen von Hamburg, Antwerpen und Bremerhaven die Kartons über Förderbänder an Land. Dann geht es kurz in spezielle Reifereien. Im Gegensatz zu anderen Früchten, die umso aromatischer sind je länger sie in der Sonne ausreifen konnten, wird die Banane erst nach dem Ernten richtig schmackhaft. Nach dem Abschneiden vom Stamm wird die Nährstoffzufuhr aus der Pflanze unterbrochen und im Fruchtfleisch wandelt sich Stärke in Zucker um. Würde man die Bananen bis zur Reife an der Pflanze lassen, würden sie mehlig statt süß schmecken. Je gelber die Banane wird und je mehr kleine, braune Reifungspünktchen zu sehen sind, umso süßer wird das Aroma. Je nach Farbe entscheiden Sie also selbst über den Geschmack Ihrer Banane. Nach wenigen Tagen Reifungszeit liegt die Banane bei Ihrem Händler bereit zum Verkauf - egal, ob sie nun Chiquita, Tuca, Dole oder Banafair heißt.  



von
Helmut Erb

Erfahren Sie hier mehr über Helmut Erb - unserem Sportexperten und Chefredakteur von Fit in 8 Minuten.

 
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