Allergiker: Raus zum Sport?
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 17. Mai 2010, 05:00 Uhr
GNL5356
können Sportsfreunde mit Heuschnupfen jetzt draußen Sport treiben? Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten. Das ist unter anderem abhängig von der Schwere und Ausprägung Ihres Leidens. Normalerweise schadet Outdoorsport Ihnen trotz der vermehrt eingeatmeten Pollen nicht unbedingt. Ihr Asthmarisiko wird dadurch beispielsweise nicht erhöht, wie eine französische Studie an Ausdauersportlern jetzt bestätigte. Die Testteilnehmer trainierten bis zu zehn Stunden wöchentlich. Als Pollerallergiker sollten Sie sich allerdings nicht zu sehr belasten. Stellt sich Atemnot ein, müssen Sie sofort mit der Bewegung aufhören. Denn dann gerät Ihr Körper in Sauerstoffnot. Es besteht die Gefahr, dass Sie hyperventilieren oder in Ohnmacht fallen. Wenn Sie unter sehr heftigen Symptome leiden, ist es meines Erachtens allerdings besser, wenn Sie für die Zeit des Flugs „Ihrer" Pollen lieber Indoorsport einplanen - entweder bei Ihnen zuhause oder im Fitnessstudio.
So erleichtern Sie sich das Outdoortraining: Atmen Sie immer durch die Nase ein. Denn dann wird die Außenluft etwas angewärmt und befeuchtet. Es gelangen weniger Pollen in Ihre Lunge. Auf dem Land ist die Pollenbelastung abends, in der Stadt morgens am geringsten. Am geringsten ist die Pollenbelastung direkt nach einem Regenschauer.
Besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt, ob es sinnvoll ist, wenn Sie vor dem Sport vorbeugend Medikamente einnehmen. Empfehlenswert ist es meist, wenn Sie Nasenspray, Augentropfen oder Asthmaspray dabei haben.
Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Klaus Bovelet (17.05. 2010 10:22 Uhr):
... und wer noch ein Öl ;z. B. Coldastop auf die Nasenschleimhäute aufträgt - mit Q-Tip, der hat es noch besser. Die Pollen haften auf dem Öl und nicht auf der Schleimhaut!
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