Allergien: Wann ist eine Hyposensibilisierung sinnvoll für Sie?
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 29. April 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
es gibt Allergien, bei denen eine Hyposensibilisierung das erste Mittel der Wahl ist. Dazu gehört unter anderem die Insektengift-Allergie. Denn jeder weitere Stich bedeutet Lebensgefahr für Sie. In allen anderen Fällen wird der Arzt mit Ihnen gemeinsam entscheiden, was zu tun ist. Bei einer Hyposensibilisierung wird in kleinen Schritten versucht, Ihr Immunsystem zu „überreden", doch bitte wieder mit dem Allergen klarzukommen. Dazu wird das Allergen zunächst in kleinen Mengen gespritzt. Langsam wird die Dosis dann gesteigert. Manchmal bessern sich dadurch auch die korrespondierenden Nahrungsmittelallergien. Diese Therapie sollte über mindestens drei Jahre durchgeführt werden.
Bei der so genannten SLIT-Therapie (Sublingual-Immuntherapie) werden Tropfen unter die Zunge gegeben, um eine Hyposensibilisierung zu erreichen. Sie müssen über drei Jahre lang dreimal wöchentlich angewendet werden. Diese Therapie ist verträglicher als die Spritzenkur.
Die sogenannten Grasax-Tabletten, die seit einigen Jahren auf dem Markt sind, helfen denjenigen, die gegen Gräserpollen allergisch sind. Sie werden ebenfalls unter die Zunge gelegt. Die Grasax-Therapie sollten Sie jeweils rechtzeitig im Jahr beginnen. Besser noch ist es im Herbst. In den vergangenen Winter flogen aufgrund der Milde die ersten Pollen bereits im Dezember und Januar.
Die Medikamente für die Hyposensibilisierung sind verschreibungspflichtig und werden von der gesetzlichen Krankenkasse gezahlt.
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Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Ananda Vdovic (14.03. 2012 09:36 Uhr):
Das ist interessant ! Hilft die SLIT- Therapie oder Grasax auch gegen die häufige Ambrosia -Allergie ? Gibt es - außer dem Aufspüren und Ausreißen der Pflanzen - ein Heilmittel dagegen ? Danke
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