Alkoholabhängigkeit: Ihr Risiko steigt mit jedem Gramm Alkohol
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Alkoholismus
vom 18. Februar 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
die tollen Tage sind vorbei. Auch Aschermittwoch haben wir hinter uns gebracht, die ernste Zeit beginnt wieder. Und so können wir - oder müssen wir? - auch einmal über Alkoholabhängigkeit sprechen. Schätzungsweise 1,5 Millionen Deutsche sind schwer alkoholkrank. Ein zunehmender Teil davon sind Frauen - das ist beunruhigend. Weitere vier Millionen gelten als akut gefährdet. Noch vor wenigen Jahren betrug das Verhältnis trinkender Männer zu trinkenden Frauen zehn zu eins, heute liegt es bei zwei zu eins mit der Tendenz zu eins zu eins. Viele Frauen fangen erst im Alter an zu trinken. Der häufigste Grund dafür ist, dass immer mehr Frauen allein leben und sich einsam fühlen. Stress spielt bei Frauen eine besondere Rolle.
Zunächst werden mit dem Drink innere Spannungen abgebaut und Stress bekämpft. Das passiert meist zum Feierabend hin und wird als positiv erlebt. Deswegen suchen die Betroffenen nach einer Weile mehr Situationen, in denen getrunken wird. Dadurch verlernen sie, anders auf Stress zu reagieren als durch ein alkoholisches Getränk. Irgendwann ist der Alkohol dann kein Getränk mehr, sondern eine Droge. Diese wird heimlich bevorratet und gebunkert. Hat der Betroffene erst einmal angefangen zu trinken, kann er nicht mehr auf hören, bis er zu betrunken ist, um weiter zu trinken oder bis er einschläft. Das normale Leben tritt völlig hinter der Sucht zurück. Die Rauschzustände werden immer häufiger, die körperlichen Folgen immer sichtbarer.
Wer es nicht schafft, einmal zwei Wochen auf Alkohol zu verzichten, hat definitiv ein Problem mit Alkohol.
Lesen Sie im nächsten Beitrag, worauf Sie aufpassen müssen.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Ralf (18.02. 2010 13:31 Uhr):
Ich bin alkoholkrank und seit fast drei Jahren absolut trocken. Was nützen Lippenbekenntnisse unseres Staates ähnlich Kinderfreundlichkeit, wenn Alkoholikern nicht wirklich geholfen wird ? Wozu und für welches Ziel soll ein Alkoholiker trocken werden ? Schauen Sie sich die inoffiziellen Rückfallraten an...
Antworten - Kommentar von Bernd Zielinski (18.02. 2010 17:23 Uhr):
Sehr geehrte Frau Schneider; das ist wieder mal ein sehr interessanter Beitrag. Bei solchen statistischen Werten gehe ich meistens von der Überlegung aus, glaube keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast. Erschreckend bleibt die Tatsache allerdings trotzdem. Viele Fragen tun sich bei solch einer Erhebung auf wie z.B. warum bei den Frauen im Alter? Weil die Kinder aus dem Haus sind oder .... ? Es gibt viele Freizeitangebote, Partnersuche etc. Einen Grund und da gebe ich Ihnen Recht liegt im Stress. Viele Symptome von Krankheitserscheinungen schieben die Ärzte wenn sie keine organischen Ursachen finden auf Stress. Aber wo ist heute kein Stress? Werden wir jetzt alle Alkoholiker oder Simulanten? Was ist unter dem Begriff Alkohol allgemein zu verstehen? Kann man das an einer Promillegrenze pro Tag/Woche etc. fest machen? Wenn ich in zwei Wochen ein Glas Wein trinke bin ich schon Alkoholiker? In Bezug auf Bier, wann gilt man als Alkoholiker, bei wieviel Bier pro Tag/in der Woche? Welche statistischen Werte bilden die Grundlage um zu solch einer Aussage zukommen? Wie gesagt, sehr interessant der Beitrag der aber auch viele Fragen aufwirft. Mit freundlichen Grüßen Bernd Zielinski
Antworten - Kommentar von jorge helmke (11.06. 2010 20:09 Uhr):
Ich wohne in Chile, Südamerika. Es wird hier auch sehr viel getrunken, Männer u Frauen. Um besser kommentieren, könnten Sie Sylvia mir bitte den Beitrag von 19 Februar senden? Dankesehr, Jorge
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