Alkohol kann zur Schlafapnoe führen
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 17.04.2007 16:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserin, lieber Leser,
gestern konnten Sie ihn „täglich gesund“ lesen, dass ein Verzicht auf Alkohol helfen kann, Schnarchen zu reduzieren. Wissenschaftler der Universität von Wisconsin haben herausgefunden, dass Alkohol nicht nur Schnarchen verursacht, sondern sogar zu Atemaussetzern führen kann.
Die Forscher untersuchten über 750 Männer und über 600 Frauen im Schlaflabor und zählten die Anzahl der Atemaussetzer. Diese wurden dann in Verbindung zu anderen Faktoren gesetzt, zum Beispiel Übergewicht, Alter oder Alkoholkonsum. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Alkoholkonsum bei Männern die nächtlichen Atemaussetzer verursacht. Bei den Betroffenen stockt der Atem, danach atmen sie lautstark ein. Zudem fühlen sie sich am nächsten Tag wie gerädert. Auf Dauer kann es durch Schlafapnoe zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommen.
Bei Frauen ließ sich übrigens ein Zusammenhang zwischen Alkohol und Schlafapnoe nicht feststellen. Das muss nicht bedeuten, dass es keinen gibt. Aber die meisten Frauen trinken weniger und seltener Alkohol als Männer – diese geringere Menge wirkt sich kaum auf den Schlaf aus.
Mit einem anderen Thema befassen sich heute unsere Experten des Mayo Clinic Gesundheits-Brief, der Ihnen verlässliche Informationen für Ihre Gesundheit liefert. Von Rosacea sind viele Menschen betroffen - wir bekommen immer wieder Mails von Ihnen mit Fragen zu dieser Hautentzündung. Grund genug, einmal zusammenzufassen, was Sie und Ihr Arzt tun können.
Bleiben Sie gesund!
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner