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8. Türchen: Heilen mit Honig

Sie kennen sie bestimmt: Die gute alte Honigmilch, die entspannt, das Einschlafen erleichtert sowie gegen Husten und Halsschmerzen hilft. Auch wenn Honig sicher kein Allheilmittel ist, wirkt er bei manchen Beschwerden so gut wie ein verschreibungspflichtiges Medikament aus der Apotheke. Kein Wunder: Das „flüssige Gold“ enthält Enzyme, Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren und Pollen.

Honig Weihnachten© Adobe Stock

Verwenden Sie für Heilzwecke nur naturbelassenen (nicht erhitzten) Honig am besten von einem Imker Ihres Vertrauens. Beim Erhitzen gehen nämlich viele wertvolle Inhaltsstoffe kaputt. Deshalb sollten Sie, bevor Sie Honig in den Tee oder in die heiße Milch geben, auch so lange warten, bis diese Trinktemperatur erreicht haben.

Honig vertreibt Herpes und Aphthen

Aphthen sind rundliche, entzündete Stellen im Mund, die stark schmerzen und brennen. Die genaue Ursache ist bisher nicht bekannt. Die Erstinfektion mit Herpes kann bei jüngeren Kindern als Mundfäule ablaufen, aber auch unbemerkt erfolgen. Später zeigen sich dann bei einer vorübergehenden Schwäche der Abwehr (durch Stress, viel Sonnenlicht, im Rahmen von Infekten) eventuell Herpesbläschen an der Lippe.

In allen Fällen hilft das Betupfen mit Honig, um Haut oder Schleimhaut schneller heilen zu lassen und die Schmerzen vorübergehend zu lindern. Die betroffenen Stellen können mehrmals täglich behandelt werden, insbesondere vor dem Essen oder Trinken, damit dieses weniger schmerzhaft ist. Bei Lippenherpes hat sich die Behandlung mit Honig als wirksamer erwiesen als die Standardbehandlung mit einem Virenhemmer (Aciclovir®).

Honig fördert die Wundheilung

Schlecht heilende, eiternde Wunden wurden schon im alten Ägypten mit Honig behandelt. Inzwischen erinnert man sich wieder an dieses alte Wissen, denn immer öfter kommt es vor, dass Antibiotika nichts mehr ausrichten können.


Was Sie bei Gicht essen und trinken dürfen!

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Achtung: Machen Sie bei schlecht heilenden, eitrigen oder tiefen sowie Verbrennungswunden keine Selbstversuche und nehmen Sie keinen üblichen Honig. Der zur Wundbehandlung eingesetzte Honig wird speziell aufbereitet (Medihoney®, rezeptfrei in Apotheken, 20 Gramm 24 €), sodass er keine Keime mehr enthält.

Honig in Gläsern, Blüten und Pollen© hiphoto39 - Fotolia

Bei oberflächlichen Schnitt- und Schürfwunden

Verrühren Sie drei Teelöffel Eucerin® aus der Apotheke (rezeptfrei, 100 Gramm ab 4,50 €) mit einem Teelöffel naturbelassenem Honig zu einer glatten Paste und füllen Sie diese in einen sauberen kleinen Tiegel. Im Kühlschrank hält sich die Honigsalbe mindestens drei Monate. Tragen Sie die Salbe ein bis mehrmals täglich auf die Wunde auf, um eine Infektion zu verhindern und die Heilung zu unterstützen. Auch gut geeignet bei aufgekratzten Insektenstichen.

Heilwirkung verschiedener Honigsorten

HonigWirkung
AkazienhonigGegen Husten und Erkältung, auch gegen Übersäuerung des Magens verwendet
KleehonigBeruhigend, gut für Kleinkinder (nicht Babys) geeignet
LavendelhonigGegen Nervosität, krampflösend, schmerzlindernd
LindenblütenhonigGegen Kopfschmerzen, Stress, nervöse Störungen
TannenhonigIst infektionshemmend, gegen Erkrankungen der Atemwege und der Harnwege

Kein Honig im ersten Lebensjahr!

So gesund Honig auch ist: Babys im ersten Lebensjahr kann er gefährlich werden. Schwangere und stillende Mütter dürfen aber unbesorgt Honig essen. Es gibt Bakterien, die in Form von Sporen im Honig überleben können, vor allem der Keim Clostridium botulinum.

Dieser setzt einen Giftstoff (Toxin) frei, der zu Lähmungserscheinungen bis hin zum Tod führt (Botulismus). Vermutlich sind Babys durch die noch nicht voll entwickelte Darmflora stärker gefährdet als Erwachsene. Auch wenn der Säuglingsbotulismus sehr selten ist, sollten Sie Ihrem Kind unter zwölf Monaten niemals Honig geben.


Essen ohne Kohlenhydrate?

Diese Lebensmittel sollten Sie dann meiden . . .

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Balsam für strapazierte Haut und rissige Lippen
Zutaten:

10 Gramm (ca. 2 Teelöffel) Bienenwachs

10 Gramm (ca. 2 Teelöffel) Mandel- oder Sonnenblumenöl

5 Gramm (ca. 1 Teelöffel) naturbelassener Honig

eventuell zusätzlich 2 Tropfen echtes Rosenöl oder 3 Tropfen Kamille blau

Herstellung:

Schmelzen Sie Bienenwachs und Öl langsam im Wasserbad und lassen Sie die Masse etwas abkühlen, bevor Sie den Honig einrühren. Immer kräftig rühren, da der nur zimmerwarme Honig das Wachs schnell fest werden lässt. Eventuell alles nochmal vorsichtig im Wasserbad erwärmen. Solange rühren, bis die Masse eine glatte Konsistenz hat. Dann eventuell das ätherische Öl einrühren, den Balsam in einen kleinen Tiegel umfüllen und abkühlen lassen.

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