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6. Türchen: So können Sie Ihren Glühwein sorgenfrei genießen

Weihnachtszeit ist Glühweinzeit. So werden auch in diesem Jahr wieder 50 Millionen Liter davon getrunken. Auch heute am Nikolaustag wird gerne zu dem Schokoladen-Nikolaus auch ein warmer Glühwein getrunken. Auf was Sie achten sollten, damit das gewürzhaltige Alkoholgetränk nicht zum Gesundheitsrisiko wird, erfahren Sie hier.

Glühwein © Adobe Stock

Lebkuchen, die nach Zimt schmecken. Plätzchen, die nach Anis duften. Weihnachten liegt in der Luft. Und auch ein Becher Glühwein, getrunken in geselliger Runde auf einem Weihnachtsmarkt, gehört für die meisten Menschen zu einer gelungenen Adventszeit dazu. Die Glühweingewürze lösen über ihre ätherischen Öle sogar positive Gefühle aus. Kein Wunder also, dass die Weihnachtszeit trotz Feiertagsstress für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres ist.

Glühweingewürze können aber noch viel mehr:

Zimt beispielsweise sorgt dafür, dass Ihr Körper Verdauungssäfte produziert. So können Sie einem Völlegefühl entgegenwirken.

Nelken wirken ebenfalls verdauungsfördernd und darüber hinaus antibakteriell. Schon die alten Ägypter nutzten die Heilpflanze, um Infektionen loszuwerden. Von den gesunden Glühweininhaltsstoffen können Sie also durchaus profitieren.

Das Weihnachtsgetränk hat auch seine Schattenseiten!

Viele Menschen trinken einen Glühwein, um sich aufzuwärmen. Das allerdings könnte ihnen an kalten Tagen zum Verhängnis werden. Der Alkohol im Glühwein erweitert nämlich Ihre Blutgefäße. Die Folge: Ihr Körper gibt unweigerlich Wärme ab. Trinken Sie einen Glühwein, so wird Ihnen zwar kurz heiß, danach beginnen Sie aber zu frieren. Wollen Sie einen schönen Abend auf dem Weihnachtsmarkt verbringen, so hilft nur eines: Ziehen Sie sich warm an!

Darüber hinaus ist das Weihnachtsgetränk eine der größten Kalorienbomben überhaupt: Zwischen 80 und 100 Kalorien stecken in 100 Millilitern Glühwein. Trinken Sie einen Becher von 0,25 Litern, dann kommen Sie schnell auf über 200 Kilokalorien. So kann sich ein Abend auf dem Weihnachtsmarkt schnell auf der Waage niederschlagen. Alles andere als gesund ist auch der hohe Alkoholgehalt mit immerhin 7 Prozent. Besonders fatal: Glühwein schmeckt süß und wird deshalb hinsichtlich seiner Alkoholwirkung von vielen Menschen unterschätzt. Aufgrund des hohen Zuckergehalts geht der Alkohol zudem besonders schnell in Ihr Blut über.

Warum schlechter Glühwein krebserregend sein kann

Was Sie vielleicht auch noch nicht wussten: Es gibt erhebliche Qualitätsunterschiede beim Glühwein. Wurde der Wein beispielsweise auf über 80 °C erhitzt, dann bildet sich das Zuckerabbauprodukt Hydrixymethylfurfural. Dieses gilt als krebserregend.

Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, dann fragen Sie direkt am Glühweinstand nach: Wurde eine Temperatur von über 80 °C erreicht oder will man Ihnen hierzu keine Auskunft geben, dann verzichten Sie besser. Mancherorts wird der Glühwein zudem über Stunden hinweg immer wieder aufgewärmt, bis er eine braune Farbe annimmt. Auch das ist ein Zeichen dafür, dass sich dieser Standbesitzer wenig Mühe gibt. Frischen Glühwein erkennen Sie immer an der roten Farbe.

So erkennen Sie qualitativ hochwertigen Glühwein

  • Glühwein wurde nicht über 80 °C erhitzt.
  • Er hat eine rote Farbe.
  • Er enthält keine Fuselöle.

An einigen Glühweinständen kommt minderwertiger Wein in den Topf. Gewürze und vor allem viel Zucker sollen über die schlechte Qualität hinweg täuschen. Durch die alkoholische Gärung bilden sich im Glühwein dann Fuselöle. Und genau die können für einen sehr unangenehmen Kater sorgen. Fuselöle baut Ihr Körper nämlich zu Giftstoffen ab, die unter anderem dazu führen, dass Ihr Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Kopfschmerzen, Übelkeit und Müdigkeit sind die Folgen. Auch hier lohnt es sich direkt am Stand nachzufragen, welcher Wein verwendet wird. Burgunder könnte eine Antwort sein, die auf Qualität schließen lässt. Blicken Sie stattdessen in fragende Gesichter, dann sollten Sie von diesem Getränk besser die Finger lassen.


Was Sie bei Gicht essen und trinken dürfen!

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So gesund sind Glühweingewürze

Zimt

Zimt regt Ihre Durchblutung an und verbessert die Fettverbrennung. Der Aromastoff Cumarin ist für den typischen Zimtgeruch verantwortlich. Gesundheitlich allerdings stark umstritten: Cumarin soll Ihrer Leber schaden können und eine krebserregende Wirkung haben. Das Risiko besteht aber nur, wenn Sie große Mengen zu sich nehmen: Bis zu 0,1 mg Cumarin pro Kilogramm Körpergewicht täglich sind kein Problem. So könnten Sie als Erwachsener beispielsweise 15 Zimtsterne pro Tag essen.


Anis

Anis finden Sie unter anderem in Spekulatius und Gewürzschnitten. Aufgrund der schleimlösenden Wirkung wird er so manchem Hustensaft beigemischt. Anis hilft Ihnen gegen Kopfschmerzen und Blähungen und löst zudem Verspannungen. Massieren Sie beispielsweise einen verspannten Nacken mit Anisöl ein.


Muskatnuss

Diese ist in großen Mengen giftig. Eine Prise geraspelte Muskatnuss ist aber unbedenklich. In diesen kleinen Mengen hat die Nuss eine beruhigende und durchblutungsfördernde Wirkung. So hilft Ihnen Muskatnuss beispielsweise gegen Muskelschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden oder bei Einschlafproblemen.


Nelke

Lebkuchen sind ohne Gewürznelken undenkbar. Aufgrund der zahlreichen positiven Effekte auf Ihre Gesundheit wurde die Nelke im Jahr 2010 sogar zur Heilpflanze des Jahres ernannt. Sie wirkt entzündungshemmend, beruhigend, desinfizierend und krampflösend.

Glühwein selbst gemacht

Rezept für etwa vier Portionen:

Zutaten:

1 Liter Rotwein (fruchtig)

¼ Liter Rum

¾ Liter Wasser

2 Zitronen

2 Beutel schwarzen Tee


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5 Gewürznelken

200 g Pflaumen

200 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

2 Stangen Zimt

½ Liter frisch gepresster Orangensaft

 

Zubereitung:

Pflaumen im Wasser kurz aufkochen und anschließend die Teebeutel fünf Minuten darin ziehen lassen. Nehmen Sie die Teebeutel raus und gießen den Rotwein, Rum und den Orangensaft hinzu. Vermischen Sie die Flüssigkeiten gut miteinander.

Geben Sie die Nelken und Zimtstangen in einer Teezange dazu.

Mischen Sie die restlichen Zutaten mitunter und kochen Sie es nicht mehr auf, sondern lassen es auf kleiner Hitze weiter wärmen.

Glhwein© Adobe Stock

Fazit: Es spricht nichts dagegen, dass Sie auf einem Weihnachtsmarkt ein bis zwei Becher Glühwein trinken. Die typischerweise darin enthaltenen Gewürze sind sogar gesund. Lassen Sie sich allerdings keinen billigen Fusel andrehen.

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