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4. Türchen: So kommen Sie und Ihr Immunsystem gesund durch den Winter

Fast jeder Deutsche hat mindestens zweimal im Jahr eine Erkältung. Sie zeigt sich durch Schnupfen, Halsschmerzen, Husten und manchmal auch durch leichtes Fieber (bis 39 °C). Der Verlauf ist sehr individuell. Nach drei bis sieben Tagen sollten sich die Beschwerden aber bereits deutlich gebessert haben, sonst könnte ein grippaler Infekt vorliegen.

Eine „echte“ Virusgrippe, Influenza genannt, zeigt sich durch plötzliches hohes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen und die gleichen Symptome wie bei einer Erkältung, nur wesentlich heftiger.

Immunsystem Weihnachtlicher Tee© Adobe Stock

Wie entsteht eine Erkältung?

Eine Erkältung entsteht durch Bakterien oder Viren und weniger durch Verkühlung. Es ist also nicht der Luftzug in der S-Bahn, der normalerweise zu Schnupfen, Husten und Kopfschmerzen führt. Vielmehr ist es der kranke Nachbar im Zug, der einmal kräftig schnieft oder hustet, „seine“ Viren also über winzige Speicheltröpfchen umherfliegen lässt und damit seine Umgebung ansteckt. Tröpfcheninfektion nennt man diesen Übertragungsweg.

Tägliche Bewegung ist das A und O

Gerade in der Erkältungszeit ist die tägliche Bewegung sehr wichtig. Es genügt für den Anfang schon 30 Minuten strammes Gehen. Dann läuft der Kreislauf auf Hochtouren. Das Herz pumpt jetzt mehr Blut durch die Gefäße und damit kommen auch die Immunzellen in Schwung.

Aber nicht nur das: Beim Sport bauen wir Stress ab. Der schadet nämlich auf Dauer unseren Abwehrkräften. Jede Sportart, die Ihnen Spaß macht und Sie körperlich nicht überfordert, ist sinnvoll. Aber nicht übertreiben: Wer zu viel powert, kann sein Immunsystem auch schwächen.


Was Sie bei Gicht essen und trinken dürfen!

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Kaltes Wasser am Morgen

Nach der heißen Dusche brausen Sie sich kurz kalt ab. Immer von den Füßen zum Herzen hin. Es reicht ein Temperaturwechsel von etwa 20 Grad, also 36 bis 38 °C in der Warmduschphase und 16 bis 18 °C beim kalten Abschluss. Hier geht es um den Reizeffekt auf der Haut, der durch die Wärme und Kältephase evoziert wird. Genau das stärkt unser Immunsystem wesentlich.

Ingwertee

Ingwer ist ein altbewährtes Heilmittel, dessen entzündungshemmende Wirkung Sie bei einer beginnenden Erkältung für sich nutzen sollten. Für einen leckeren Ingwertee einfach sechs Scheiben geschälten Ingwer mit heißem Wasser übergießen, ein paar Zitronenscheiben hinzugeben und bei Bedarf mit Honig süßen.

Die Top 10 der immunstärkenden Lebensmittel

  1. Amaranth: Das Inka-Getreide wurde in den letzten Jahren immer moderner, denn es ist reich an Eisen und Magnesium. Beides hilft dem Immunsystem, die Produktion von Antikörpern anzuregen.
  2. Beeren: Sie sind reich an Polyphenolen (sekundäre Pflanzenstoffe), welche die Beeren eigentlich vor Fressfeinden schützen sollen und ihnen ihre charekteristische Farbe verleihen. Die Polyphenol Ellagsäure ist bekannt dafür, unter anderem Viren abzutöten und krebserregende Stoffe zu binden.
  3. grüner Tee: Er enthält Katechine, die Ihre Immunzellen schützen und gesund erhalten. Drei Tassen von grünem Tee pro Tag sind empfehlenswert. Gießen Sie ihn dafür jedes Mal frisch auf, da langes Stehen die Menge der enthaltenen Katechine deutlich verringert. Der Tee sollte acht bis zehn Minuten ziehen, damit die Katechine ihre größte Wirkung entfalten können.
  4. Kohl: Welche Sorte Sie auch wählen, jede enthält reichlich immunstärkende Stoffe. Wichtig ist, dass Sie das Gemüse nicht zerkochen. Lassen Sie es nur kurz aufkochen und kauen Sie es gründlich. So setzen Sie die wichtigen Schutzstoffe, die sogar Krebs hemmen bzw. verhindern können, in sehr großen Mengen frei. Brokkoli und Rosenkohl sind besonders reich an diesen Schutzstoffen. Zudem enthalten sie Beta-Carotin, das die Leistungsfähigkeit der Immunzellen steigert, Tumorzellen abzutöten.
  5. Kurkuma: Das ist der Stoff, der dem Curry seine Farbe gibt. Sein Hauptwirkstoff ist Curcumin. Es ist in der Lage, das Immunsystem zu stärken. Sie können sie ganz einfach nutzen: Würzen Sie Ihre Gerichte immer mal wieder mit frischen Curry. Allerdings sollten Sie gleichzeitg immer auch mit etwas Pfeffer würzen oder schwarzen bzw. grünen Tee dazu trinken. So kann Ihr Körper die Inhaltsstoffe des Kurkuma deutlich besser und in größerem Rahmen aufnehmen.
  6. Lauch: Alle Lauchgewächse wie Zwiebeln und Knoblauch liefern viel Folsäure, die als Allergieschutz wirkt. Außerdem hemmt sie das Wachstum von Krebszellen.
  7. Omega-3-Fettsäuren: Diese Fettsäuren sind unter anderem in fettem Fisch wie Lachs oder Forelle enthalten und stärken Ihr Immunsystem. Wenn Sie kein Fisch-Fan sind, können Sie auch Ihr normales Öl gegen Leinöl austauschen oder Sie frisch gemahlenen Leinsamen über Ihr Müsli geben.
  8. Zitrusfrüchte: Wegen der in ihnen enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe stärken sie Ihr Immunsystem. Sie hemmen zum einen direkt die Krebsentstehung; zum anderen können sie aber auch die immunstärkende Wirkung weiterer Pflanzenstoffe verstärken, die Sie durch den Verzehr von anderen Obstsorten und Gemüsearten zu sich nehmen.
  9. Tomaten: Sie liefern Ihnen Lycopin; dieser Stoff, gibt den Tomaten ihre rote Farbe und hat eine krebshemmende Wirkung. Um diese Eigenschaft von Lycopin ausgiebig zu nutzen, sollten Sie Tomaten gekocht (z. B. als Suppe) verzehren.
  10. Shiitakepilze: Dabei handelt es sich um Pilze, die in der asiatischen Küche gern verwendet werden. Sie sind reich an Vitamin D, das Ihre Killerzellen anregt. Sie können die Pilze zum Beispiel anbraten und über Ihren Salat geben. Genauso lecker schmecken sie aber zum Beispiel in einer Gemüsepfanne.

Immunstärkendes Rezept: Rettich in Knoblauchmarinade

Dieser leckere Salat versorgt Sie mit wichtigen antibakteriellen Schutzstoffen. Er ist eine ideale Unterstützung bei Erkältungskrankheiten.

Zutaten:

·         2 weiße mittelgroße Rettiche

·         1 Knoblauchzehe

·         1 EL gehackte Petersilie

·         2 EL Weißweinessig


Essen ohne Kohlenhydrate?

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·         5 EL Olivenöl

Schälen Sie die Rettiche und schneiden Sie sie in feine Scheiben (Gurkenhobel oder Schnitzelwerk der Küchenmaschine). Verrühren Sie Essig, Öl und die Petersilie und geben Sie den gepressten Knoblauch dazu. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Dann heben Sie die Rettichscheiben unter die Marinade. Lassen Sie den Salat vor dem Essen 15 Minuten ziehen.

Erste-Hilfe-Tipps aus der Naturapotheke

Eine Erkältung heilt eigentlich auch ohne Behandlung wieder aus. Vorausgesetzt, Sie ruhen sich aus, trinken viel und schlafen sich gesund. Es gibt aber ein paar wirksame Maßnahmen, die helfen können, Schnupfen, Husten und Halsschmerzen erträglicher zu machen. Außerdem beschleunigen sie die Heilung. Vor allem tradierte Mittel aus der Volksmedizin und der Naturheilkunde haben sich in der Praxis als Erste-Hilfe-Mittel bewährt.

Natürliche Arzneien vor weißem Hintergrund© silencefoto - Fotolia

Inhalieren Sie mit warmen Dampf 

Nehmen Sie dazu einen Topf mit heißem Wasser, geben Sie ein paar Spritzer Eukalyptusöl (drei bis vier Tropfen) oder einfach nur Salz hinein, legen Sie sich ein Handtuch über den Kopf und beugen Sie sich leicht über den heißen Topf. Nicht zu tief, damit Sie sich nicht verbrennen. Inhalieren Sie den warmen Dampf 10 bis 15 Minuten und atmen Sie dabei immer mal abwechselnd durch Nase und Mund.

Nasenspülungen mit Salzwasser

Es gibt bereits fertige Nasenspülgeräte (Nasenduschen) in der Apotheke und im Drogeriemarkt zu kaufen. Meersalzlösungen in kleinen Einzelverpackungen sind meist im Paket inkludiert. Die Spülungen wirken schleimhautabschwellend und sind auch ohne spezielle Salzlösung einfach durchzuführen: Nehmen Sie warmes Wasser aus der Leitung in die hohle Hand und saugen Sie es in beide Nasenlöcher ein. Dann alles wieder ausschniefen. Wiederholen Sie den Vorgang drei- bis fünfmal.

Meersalzhaltige Salben oder Tropfen

Sie sind meist frei in der Apotheke erhältlich. Kaufen Sie möglichst ein Präparat ohne den Konservierungsstoff Benzalkoniumchlorid. Wenden Sie diese Salben oder Tropfen ein- bis zweimal täglich an. Sie können die abschwellenden Nasentropfen für einige Tage verwenden, damit die Nasenatmung schneller frei wird und sich keine Nasennebenhöhlenentzündung entwickelt. Aber Vorsicht: Eine zu lange Anwendung der Tropfen birgt Suchtgefahr.

Vorsicht beim Naseputzen!

Meiden Sie unbedingt das trompetenartige Ausschnäuzen des Nasensekretes. Es wird auf diese Weise nicht nur nach außen gedrückt, sondern auch nach innen in die Nasennebenhöhlen. Die Mischung, die so in der Nase entstehen kann, ist der beste Nährboden für Krankheitserreger.

Heiße Hühnerbrühe bzw. -suppe

Das ist ein altes Heilmittel aus der überlieferten Volksmedizin, aber inzwischen ist es auch „offiziell“ anerkannt.

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