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23. Türchen: Enttäuschte Erwartungen zu Weihnachten? Das muss nicht sein!

Alle Jahre wieder wird die Advents- und Weihnachtszeit für viele eher eine psychische Belastungsprobe als eine besinnliche und fröhliche Zeit. Psychologen wissen, dass das vor allem an den Erwartungen liegt, die wir an diese Zeit haben.

Erwartungen Weihnachtszeit Figürchen Weihnachten © Adobe Stock

Wenn das Fest der Liebe aufs Herz schlägt

Aktuelle Krankenhausdaten der DAK-Gesundheit zeigen, dass an den Weihnachtstagen ein Drittel mehr Menschen mit einem Herzinfarkt in Kliniken eingeliefert werden als im Jahresdurchschnitt. Woran liegt das? Die Hauptursache dafür ist nach übereinstimmender Meinung aller Experten Stress.

Ganz oben auf der Liste steht hier der Stress, der entsteht, wenn man versucht, die Erwartungen der Familie und Freunde zu erfüllen. Genauso groß ist allerdings auch der Stress, der entsteht, wenn die Erwartungen an Freunde und Familie nicht erfüllt werden. Das liegt auch daran, dass uns die Medien schon Wochen vor den Festtagen in anrührenden Bildern vorführen, wie glückliche Familien gemeinsam unter dem Tannenbaum sitzen. Doch die Realität sieht anders aus: Jeder Zehnte ist an Heiligabend allein und traurig.


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Enttäuschungen sind meistens vorprogrammiert

Wir können nur enttäuscht werden, wenn wir vorher eine Erwartung gehabt haben, wie eine bestimmte Situation verlaufen oder wie sich bestimmte Personen verhalten sollen. Diese Erwartungen sind individuell sehr unterschiedlich. Vielleicht stellen Sie sich vor, wie Sie die Feiertage gemeinsam mit Kindern und Enkelkindern oder mit einem liebenden Partner verbringen. Wenn dann die Kinder lieber in den Urlaub unter Palmen fliegen, als mit der Mutter unterm Weihnachtsbaum zu sitzen und Sie gar keinen Partner haben, ist der Katzenjammer vorprogrammiert.

In jedem Fall wird es das Weihnachtsfest Ihrer Kindheit nicht mehr geben und es ist besser, wenn Sie sich von dieser Erwartungshaltung lösen. Lassen Sie dazu zunächst Ihre Enttäuschung zu und spüren Sie in sich hinein. Vermutlich werden Sie sich bei diesen Gedanken ertappen:

  • „Das ist alles so schrecklich.“
  • „Wie können die Kinder nur so lieblos sein?“
  • „Das ertrage ich nicht.“
  • „Das ist so ungerecht.“
  • „Das habe ich mir ganz anders vorgestellt.“

Versuchen Sie dann, durch bewusste Lenkung Ihrer Gedanken den inneren Frieden wiederherzustellen.

Verwandeln Sie Erwartungen in Wünsche

Je mehr Erwartungen wir an andere haben und daran, wie das Leben zu sein hat, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, enttäuscht zu werden, und wir fühlen uns als Opfer. Wenn wir allerdings die Erwartungen und Forderungen in Wünsche umformulieren, ist die Nichterfüllung erheblich weniger schmerzhaft.


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Nicht erfüllte Erwartungen führen zwangsläufig zu Enttäuschungen, nicht erfüllte Wünsche schlimmstenfalls zu neuen Wünschen. Wenn Sie jetzt an die bevorstehende Weihnachtszeit denken, ist es daher am gesündesten, wenn Sie Ihre Vorstellungen wie einen Wunsch betrachten.

Mit diesen Gedanken wird die Erwartung zum Wunsch

  • „Ich würde mir wünschen, an Heiligabend bei meinen Kindern zu sein.“
  • „Ich möchte die Feiertage so gerne mit einem Partner verbringen.“
  • „Es wäre schön, wenn …“

Wenn der Wunsch unerfüllt geblieben ist, sind Sie nicht enttäuscht und können denken: „Schade, dass es nicht geklappt hat; es wäre schön gewesen.“ Auf diese Weise werden Sie frei davon, rundum glücklich wie von der Werbung vorgegaukelt sein zu müssen. Werden Sie aktiv und probieren Sie einmal die von Psychologen empfohlenen Tipps im Kasten unten aus.

Ein Tipp zum Schluss: Wenn Sie meinen, dass Ihre Situation in diesem Jahr unweigerlich zu Traurigkeit führen wird, sollen Sie eine kleine Reise über die Feiertage planen. Mit entsprechenden Angeboten für Alleinreisende haben Sie beste Chancen darauf, entspannte Feiertage mit Gleichgesinnten zu verbringen.

So vermeiden Sie Enttäuschungen zur Weihnachtszeit

  • Überdenken Sie die bevorstehende Situation rechtzeitig und bereiten Sie sich auf die Feiertage vor. Nehmen Sie sich etwas Schönes wie etwa einen Museums bzw. Konzertbesuch oder eine Verabredung mit Bekannten und Freunden vor.
  • Wenn Sie niemanden kennen, mit dem Sie die Festtage gemeinsam verbringen können, sollten Sie sich anderen anschließen. Infrage kommen hier soziale Einrichtungen wie Kirchengemeinden, die Feste für Alleinstehende anbieten.
  • Helfen Sie anderen Bedürftigen, beispielsweise indem Sie ein Ehrenamt übernehmen. Bei der Tafel oder der Bahnhofsmission wird jede helfende Hand dankbar geschätzt.
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