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16. Türchen: Nadelbäume als gesundheitsfördernde Heilpflanzen

Kaum etwas erinnert mehr an Weihnachten als der Geruch von Tannen und Fichten im Haus. Was da so herrlich duftet, sind ätherische Öle. Wussten Sie, dass solche Öle schon seit Jahrhunderten in der Pflanzenmedizin vor allem bei Erkältungen, Bronchitis und Rheuma genutzt werden? Wir nennen Ihnen die besten Präparate und zeigen Ihnen, wie Sie Tee, Sirup und Badezusätze selbst zubereiten können – sogar von Ihrem eigenen Weihnachtsbaum!

Tannennadeln Nadelbäume © Adobe Stock

Schon seit dem Altertum werden Nadelbäume wie Tanne, Kiefer und Fichte zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Alle enthalten etwa die gleichen Wirkstoffe (u. a. Limonen und Pinen), deshalb haben sie auch ein gemeinsames Anwendungsspektrum. Hildegard von Bingen stellte aus ihnen Rheumasalben her, und Sebastian Kneipp empfahl Tannentee aus frischen Trieben bei fest sitzendem Husten und Bronchitis.

Die Anwendungsgebiete von Tanne, Kiefer und Fichte

Äußerlich (Einreibungen, Inhalation, Badezusatz):

  • Bronchitis, Erkältung
  • rheumatische Erkrankungen, Gelenkschmerzen
  • Muskelverspannungen

Innerlich (Kapseln, Tropfen):

  • Bronchitis, Erkältung
  • Harnwegsinfektion
  • Nervenschmerzen (z. B. Phantomschmerzen)

Die Wirkstoffe werden sowohl aus den Nadeln als auch aus den Zapfen und dem Harz der Bäume gewonnen. Ein bewährtes Hausmittel ist zum Beispiel Franzbranntwein und Latschenkieferöl. Wenig bekannt ist, dass auch das beliebte Hausmittel Franzbranntwein (neben Campher und Menthol) Fichtennadelöl enthält. Sie können seine kühlende und entspannende Wirkung unter anderem bei Muskel- und Gelenkschmerzen, Prellungen und Zerrungen nutzen, indem Sie die betroffenen Stellen damit einreiben.


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So wenden Sie Tanne, Fichte & Kiefer an

Tee aus Tannen- oder Fichtenspitzen wirkt schleimlösend und tötet Bakterien ab. Das macht ihn zum idealen Heilgetränk, wenn Sie an fest sitzendem Schnupfen oder Husten leiden. Sie können sich entsprechende Kräuter aus der Apotheke oder auch frisch aus dem Wald besorgen. Überbrühen Sie einen Teelöffel gewaschene Nadeln mit 200 ml kochendem Wasser und lassen Sie den Tee etwa 15 Minuten ziehen. Dann seihen Sie ihn ab und trinken ihn in kleinen Schlucken möglichst frisch zubereitet. In der Apotheke erhalten Sie Präparate von Tanne, Fichte oder Kiefer zur inneren und äußeren Anwendung. Bei den meisten dieser Präparate sind die ätherischen Öle der Nadelbäume mit weiteren Heilpflanzen kombiniert.

Achtung! Nebenwirkungen: Bei empfindlicher Haut können Salben oder Einreibungen Rötungen und Juckreiz auslösen. Wegen ihrer reizenden Wirkung sollten Sie die Mittel nicht in der Nähe offener Wunden anwenden oder wenn Sie an allergischem Asthma leiden.

Weißtanne

Die Weißtanne gehört zu den Piniengewächsen (Piniaceae) und ist ein in ganz Europa sowie Nordamerika heimischer Nadelbaum. Sie kann bis zu 60 Meter hoch werden und hat einen glatten, weißlich-grauen Stamm. Ihre Nadeln sind an der Oberseite dunkelgrün, die Unterseite zeigt zwei weiße Streifen. Die etwa 15 Zentimeter langen, rotbraunen Zapfen stehen aufrecht und tragen an der Unterseite ihrer Schuppen die Samen.

Zu medizinischen Zwecken werden vor allem die Nadeln und Zweigspitzen verwendet. Aus ihnen wird durch Wasserdampfdestillation das Edeltannenöl gewonnen. Das aus den frischen Zapfen hergestellte Öl heißt Edeltannenzapfenöl (Templinöl). Sie finden diese ätherischen Öle als Bestandteil in vielen Badezusätzen gegen Erkältungen und nervöse Erschöpfung sowie in Erkältungs- und Brustbalsamen. Außerdem eignen sich die Tannennadeln zur Herstellung von Tee und Sirup.

Inhaltsstoffe des ätherischen Tannenöls

  • Limonen
  • alpha-Pinen
  • Camphen
  • Bornylacetat
  • Santen

Das ätherische Öl kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden, denn die Lunge, die Haut und auch der Magen-Darm-Trakt nehmen es gleichermaßen gut auf. Im Bereich der Lunge und der Bronchien wirkt es schleimlösend und schwach keimtötend, auf der Körperhaut angewendet, erhöht es die Durchblutung.

Das sind die Anwendungsgebiete der Weißtannenextrakte:

  • Erkältungskrankheiten
  • Bronchitis
  • Nebenhöhlenentzündung
  • Nervenschmerzen
  • rheumatische Schmerzen
  • Muskelverspannungen
  • Einschlafstörungen
  • nervöse Erschöpfung

So wirkt das Edeltannenöl

Innerlich:


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  • schleimlösend
  • entzündungshemmend
  • schlaffördernd

Äußerlich:

  • auswurffördernd
  • schmerzlindernd
  • nervenstärkend
  • belebend
  • durchblutungsfördernd

Für die schleimlösende und auswurffördernde Wirkung sind vor allem die Inhaltsstoffe Limonen und alpha-Pinen verantwortlich. Gleichzeitig erweitert das ätherische Öl bei äußerlicher Anwendung die Blutgefäße der Haut, wodurch ein wärmender, erfrischender und schmerzstillender Effekt entsteht.

So wenden Sie die Weißtanne an

Die zarten, jungen Tannenspitzen werden am besten im Mai gesammelt. Tannennadeln können Sie ganzjährig sammeln und frisch weiterverarbeiten. Fertigpräparate aus Edeltannenextrakten erhalten Sie in Apotheken, Reformhäusern und Drogeriemärkten.

Beruhigender Edeltannentee

Zerstoßen Sie einen Teelöffel frische Tannennadeln in einem Mörser und übergießen Sie sie mit 200 ml kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee drei Minuten ziehen und seihen Sie ihn dann ab. Trinken Sie eine frisch gebrühte Tasse zur Beruhigung und Einschlafförderung 30 Minuten vor dem Schlafengehen.

Schleimlösender Edeltannensirup

Übergießen Sie zwei Hände voll junger Tannenspitzen mit einem Liter heißem Wasser und lassen Sie den Ansatz 24 Stunden bedeckt ziehen, bevor Sie ihn abseihen. Fügen Sie dem Sud nun 1 kg braunen Zucker hinzu und köcheln Sie ihn so lange, bis er dickflüssig geworden ist. Füllen Sie den Sirup in eine dunkle Flasche ab und nehmen Sie zur Schleim- und Hustenlösung dreimal täglich einen Esslöffel davon.

Auswurffördernde Inhalation

Übergießen Sie eine Handvoll frische Tannennadeln mit einem Liter kochendem Wasser und inhalieren Sie die Dämpfe bei fest sitzender Verschleimung unter einem großen Handtuch.

Tannennadelbad gegen Rheuma und Erschöpfung

Kochen Sie zwei Hände voll frische Tannennadeln 15 Minuten lang in einem Liter Wasser und gießen Sie den abgeseihten Sud in ein warmes Vollbad. Baden Sie zur Schmerzlinderung und allgemeinen Stärkung 15 Minuten darin.

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