Acia-Beeren strotzen vor Goodies, dennoch sind hiesige Beeren besser
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 17. Juni 2010, 06:00 Uhr
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seit einiger Zeit werden die Acai-Beeren aus Südamerika als Antioxidanzien-Wunder gefeiert. Denn sie enthalten ganz besonders große Mengen dieser Vitalstoffe - etwa Vitamin C und E oder Betakarotine. Antioxidanzien fangen die gefürchteten freien Radikale ab. Die Molekülteilchen entstehen unter anderem durch oxidativen Stress. Normale körperliche Stoffwechselabläufe, körperliche und geistige Anstrengung, falsche Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen, Entzündungen und zu viel Sonneneinstrahlung haben die freien Radikale im Schlepptau. Sie werden mit zahlreichen Erkrankungen in Verbindung gebracht. Außerdem beschleunigen sie den Alterungsprozess.
Als Super-Berry erobert die Acai-Beere von Brasilien aus nun die Welt - vor allem auch als Kosmetikwirkstoff in Anti-Aging-Cremes. Noch wirkungsvoller als Fruchtmark sollen die Samen der Acai-Beeren sein. Damit stellen sie sogar die Goji-Beeren in den Schatten, die derzeit wegen dergleichen Inhaltsstoffe einen ähnlichen Hype erleben.
Mein Fazit: Die Acai-Beeren sind mit Sicherheit sehr gesund. Doch wie alle anderen Beeren, Obst- und Gemüsesorten können sie keine Wunder bewirken. Wenn Sie sich ausgewogen und frisch ernähren, brauchen Sie keine Acai-Beeren, die zudem noch vom Amazonas über den „großen Teich" transportiert und bearbeitet werden müssen. Wenn Sie sich einseitig oder überwiegend von Fast-Food ernähren, helfen Ihnen weder diese noch andere Beeren dabei, Ihre Ernährungssünden auszubügeln. Bevorzugen Sie derzeit lieber die frischen einheimischen Beeren. Da stecken auch alle Goodies drin.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Uwe Köhn (17.06. 2010 07:09 Uhr):
Was sind Goodies?
Antworten - Kommentar von Elke Ringmann (17.06. 2010 09:49 Uhr):
das mit der zu vielen sonneneinstrahlung ist inzwischen überholt. lesen sie nach bei prof.dr. spitz: vitamin d, das sonnenhormon für unsere gesundheit u. der schlüssel zur prävention. es gibt inzwischen zahlreiche studien auf diesem gebiet, die prof. spitz in seinem buch näher betrachtet bzw. auswertet. zum anderen teile ich nicht ihre auffassung in bezug auf die acaibeere. wie für alle lebensmittel gilt wie u. wo werden sie angebaut u. wie schonend werden sie verarbeitet, um den gesunderhaltenden wert für mensch u. tier näher bestimmen zu können. dabei manches produkt aus der acaibeere nährhaltiger als manche orange, lagerzeit bis zu 5 jahren in dschl. per gesetz erlaubt. Daher wäre ich mit solchen pauschalaussagen immer vorsichtig. außerdem geht es auch letztlich garnicht darum. es geht viel mehr darum, was steht uns allen an nährstoffhaltigem zur verfügung u. was nutze ich davon? getreu nach dem grundsatz: du bist was du ißt. liebe grüße elke ringmann
Antworten - Kommentar von Walter Dippel (17.06. 2010 11:28 Uhr):
Ich stimme Frau Sylvia Schneider eingeschränkt zu, doch bitte unsere Europäische Aronia oder auch Apfelbeere genannt ist sicherlich einer Beere aus fernem Lande und einem langen, teuerenTransportweg, wobei die Verarbeitung unstimmig ist, vorzuziehen ! Der große Gewinn bleibt nicht im eigenen Land und ist durch soviele Hände geschmolzen.
Antworten - Kommentar von Ursula Menzel (17.06. 2010 14:35 Uhr):
Da haben Sie Recht, liebe Frau Schneider. Außer der Acia Beere werden ja auch noch andere Wunderheilfrüchte bzw. -fruchtsäfte oft überteuert angeboten. zB. Noni oder Aloe-Vera-Saft. Wer sich vorwiegend mit Fast food ernährt, dem werden gelegentliche Wundersäfte auch nicht helfen können. mfg Ursula Menzel
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