Achtung, wenn Sie Wildkräuter in der freien Natur sammeln
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Wildkräuter
vom 20. April 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
Können Sie die Pflanzen, die Sie sammeln wollen, auch wirklich sicher bestimmen? Testen Sie sich selbst:
- Kennen Sie die „Doppelgänger" der Pflanzen, die Sie suchen und wissen Sie, ob diese giftig sind?
- Wissen Sie, welche Heilkräuter gesetzlich geschützt sind und von Ihnen nicht gesammelt werden dürfen?
- Wissen Sie, in welcher Umgebung Sie am besten Heilkräuter sammeln und welche frei von Umweltgiften sind?
- Wissen Sie, zu welcher Zeit, welche Heilpflanze am besten geerntet wird und zu welcher Zeit die Wirksamkeit des jeweiligen Heilkrautes am wirksamsten ist?
- Wissen Sie, welche Pflanzenteile zum Heilen eingesetzt werden - das ganze Kraut oder nur die Blätter, Blüten, Früchte, Rinde oder Wurzeln?
- Ist Ihnen geläufig, wie Sie die Heilpflanzen sachgerecht zubereiten und welche Ausstattung Sie dazu brauchen?
- Wissen Sie, wie Sie die Heilkräuter am besten aufbewahren, damit sie ihre Heilwirkung nicht verlieren und nicht verderben?
Wenn Sie zu den zwar romantischen, aber botanisch Unerfahrenen zählen, sollten Sie zum Sammeln in freier Wildbahn unbedingt einen kundigen Menschen mitnehmen, lieber auf dem Markt einkaufen oder bei einem Kräuterspezialversand bestellen. Sammeln Sie auf jeden Fall nur solche Kräuter, die Sie ohne Zweifel bestimmen können. Pflücken Sie auch in der freien Wildbahn nie zuviel von einer Pflanze, damit sie sich erholen und nachwachsen kann.