Abführmittel: Lernen Sie, mit der Unregelmäßigkeit umzugehen
unseren Experten des Mayo Clinic Gesundheits-Brief in Täglich Gesund
vom 16. Juli 2008, 16:00 Uhr
GNL5356
Wenn Sie den kodeinhaltigen Hustensaft einnehmen, können Sie fast die Uhr danach stellen: Ein paar Tage später ist sie da, die Verstopfung. Bevor Sie allerdings zu einem Abführmittel greifen, sollten Sie wissen, dass derartige Präparate sehr unterschiedlich wirken und dass es meist ratsam ist, erst mit Ihrem Arzt oder Apotheker zu reden. In den meisten Fällen können Sie die Verstopfung beheben oder zumindest lindern, indem Sie regelmäßig ballaststoffreiche Nahrungsmittel verzehren, tagsüber mehr Flüssigkeit zu sich nehmen und sich zudem mehr körperlich bewegen. Gehen Sie dem natürlichen Drang umgehend nach, auch dann, wenn er nur gering ist, oder Ihnen ungelegen kommt, beispielsweise nach einer Mahlzeit.
Diese ballaststoffreichen Zusatzpräparate können helfen
Vielleicht probieren Sie auch ballaststoffreiche Zusatzpräparate wie Metamucil , Flosa oder Mucofalk aus. Eine weitere Möglichkeit, gelegentlich auftretende Verstopfungen zu regulieren, sind auch Magnesiummilch (in Wasser aufgeschwämmtes Magnesiumhydroxid) oder andere Stuhlweichmacher. Wenn Sie ein Abführmittel einnehmen, sollten Sie zuvor den Beipackzettel darauf hin studieren, ob das entsprechende Medikament eine Kombination aus einem oder mehreren abführenden Wirkstoffen enthält. Wirkstoffkombinationen sind nicht geeignet als reine Abführmittel, um Verstopfungen zu lindern. Außerdem können bei ihrer Einnahme verstärkt Nebenwirkungen wie Krämpfe und Völlegefühl auftreten.
Wann Sie besser zum Arzt gehen sollten
Wenn sich Ihre Verdauungsprobleme nicht innerhalb von 3 Wochen durch Selbstbehandlung lösen lassen oder wenn Sie sich zu sehr anstrengen müssen, um die Verdauung in Gang zu bringen, sollten Sie mit Ihrem Arzt über das Problem sprechen. Obwohl in den Apotheken auch stärkere, nicht verschreibungspflichtige Abführmittel erhältlich sind, sollten Sie diese besser nicht ohne ärztliche Kontrolle einnehmen.
Sie sollten zudem unbedingt zum Arzt gehen, wenn Sie Blut im Stuhl finden, wenn sich Ihre Verdauungsgewohnheiten in letzter Zeit verändert haben oder wenn Sie die Abführmittel schon über mehrere Wochen hinweg einnehmen.